CD-Tipp: „still“ von foundfree

„still“ nennt sich die zweite Scheibe von foundfree, einer jungen Schweizer Band. Sie bietet poetische Texte zu melodiösem Pop / Rock und vor allem eine grosse Portion Lebensfreude und viel Freude an der Musik. Zu Geschichte und Entwicklung von Andreas Boppart & Co., die in der Mundartszene bestimmt noch viel von sich werden hören lassen!

Geschichte von foundfree
1998 bildeten Andreas Boppart, Christian Ammann, Emanuel Hunziker und Daniel Raster an einer Musikfreizeit zusammen eine Band. Das Zusammensein war total unbeschwert und so beschlossen sie, irgendwann einmal zusammen Musik zu machen.

In diesem Herbst kamen erneut Umstellungen auf die Band zu, Jonathan Schmidt (Schlagzeug) und Josua Lehmann (Gitarren) stiessen neu dazu – der Altersdurchschnitt konnte damit wieder gesenkt werden. Mit den noch nicht erwähnten Personen Oliver Häberlin (Percussion), Tamara Gysel (Gesang) ist unter der Leitung von Andreas Boppart (Bandkopf und Texter) wieder eine absolute Spitzenformation zusammen. Nicht einfach nur echt gute Musiker, sondern vielmehr die richtigen am richtigen Ort.

Die ersten Anfragen kamen überraschend – waren aber total motivierend, auch wenn sich die jungen Musiker musikalisch zuerst finden mussten, gerade auch beim Schreiben der Songs. Eine Zeit, in der Wochenende um Wochenende im Bandraum verbracht wurde, oft gar bei schönstem Wetter – die Band liebte ihr Hobby. Es kamen spannende Zeiten mit Studioarbeiten auf sie zu: die Debut-CD „wiederbelebt“ entstand.

*still*

Irgendwann kam dann plötzlich der Wunsch auf, den Leuten die Entwicklung von foundfree seit der ersten Scheibe aufzuzeigen. Zudem auch den Weg, den die Einzelnen machten. *still* entstand! Im Gegensatz zum Projekt «wiederbelebt», bei dem die seit zwei Jahren gespielten Songs aufgenommen wurden, entstanden bei der neuen Scheibe von Grund auf neue Songs. Es war eine spannende Zeit. Oftmals ein Zeitdruck, dann doch wieder geschenkte, kreative Phasen. Schlussendlich spielte die Band die Songs nur knapp zwei Mal miteinander. Ein Lied entstand sogar erst in der Studiozeit. Alle waren um viele Erfahrungen und Begegnungen reicher.

Die CD *still* zeigt den musikalischen Reifeprozess der Mitglieder sehr schön auf. «Früher waren wir auf der Bühne verkleidet, jumpten wild auf einem Sofa und spritzten Schokoladenspray in der Gegend herum, doch heute geht es doch um einiges gesitteter zu – optisch ist es aber immer noch ein Genuss.», sagt Boppi schmunzelnd.

Foundfree bietet den Menschen Musik, die sie aus dem Alltag herausreisst, Musik, die mit ihrem Inhalt manchmal scheinbar nebensächliche Dinge aus dem Leben aufgreift, dann aber plötzlich auch wieder krasse lebensverändernde Inhalte hat.

Bisherige Erfolge

Klar gibt es da einige Konzerte, die herausragend waren. Orte wie das Salzhaus Winterthur, die OLMA-Halle SG und ähnliche sind sicher immer speziell. Aber nicht nur die 1000 Leute vor der Bühne machen es aus. In der Bandchronologie finden sich auch Auftritte vor ein paar Dutzend Leuten, hauptsächlich Kindern, in einem Zirkuszelt. Und diese haben die foundfree-ler oftmals genau so genossen, wie die Auftritte vor einer riesigen tobenden Meute.

Andreas Boppart:
«Musik ist eben eine Herzenssache. Und wenn du keinen Spass daran hast, vor 10 Leuten zu spielen, bist du auch nicht dazu geschaffen, vor 1000 Leuten zu stehen.»

Zu den Songs

Letzthin meinte ein Profimusiker, welcher selber Songs schreibt: «Wie machen die das nur, woher haben sie diese krassen Ideen?»

Boppi meint dazu: «Viele Songs entstehen aus alltäglichen Situationen heraus. Ich schreibe mir meine Gedanken dann vielfach in Gedichtform auf, manchmal nur ein zwei Wörter, oft ein prägnanter Satz. Mein Bett ist meist umgeben von unzähligen Zettelchen, die dann irgendwann einfach wieder mal fortgeworfen werden. Manchmal schafft es eine solche Notiz dann aber doch bis zum PC und dann hat sie gute Chancen mal weiter bearbeitet zu werden.»

Manche Songideen wurden in einer Bar auf eine Serviette gekritzelt (siehe Murmeltier), andere im Auto auf ein Taschentuch, je nachdem was halt gerade greifbar war, wenn die Muse dich küsst. Das spezielle an den Liedern ist, dass Emanuel oftmals die Texte von Boppi vertont und es dabei schafft, die Stimmung des Textes total gut zu interpretieren und zu unterstreichen.

Songs mit innovativem, abwechslungsreichem Musikstil, eine Mischung aus melodiösem Pop und Rock, eingebettet in groovigen Gitarrensound. Poetische Texte, die herausfordern und nicht leicht verdaulich sind. MusikerInnen, die auf hohem Niveau überzeugen - kurz gesagt: foundfree. Eine Band, buntgemixt aus diversen Regionen der Schweiz, die sich in den paar wenigen Jahren ihres Bestehens doch schon in so viele Herzen gespielt hat!

CD erhältlich bei MOSAICSTONES:
www.mosaicstones.ch/?kat=4&page=33&mod=shopnew

Webseite: www.foundfree.ch/

Autor:Jonas Baumann-Fuchs, Mosaicstones

Datum: 18.12.2003
Quelle: revolution-one.ch

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