Xavier Naidoo hat Grund zum Feiern

Hamburg. Xavier Naidoos grosse Herbsttour, die am 1. September in Bielefeld begann, ist am Sonntag - natürlich standesgemäss - in Mannheim beendet worden. Der Soul-Star hat damit in etwas mehr als einem Monat 25 triumphale Konzerte gegeben. Zum Feiern hat er auch noch andere Gründe, verkaufte sich seine Doppel-CD «Zwischenspiel/Alles für den Herrn» doch mehr als 450.000 Mal. Die ausgekoppelten Songs «Wo willst Du hin» und «Bevor Du gehst» wurden Hits.

«Wenn ich schon Kinder hätte» heisst nun die dritte Singleauskopplung, und wie schon bei den Vorgängern gibt es bei der ersten Auflage eine Digi-Pack Version mit ordentlich viel Musik - solange der Vorrat reicht. Also auch die Fans haben Grund zum Feiern.

Das Multimedia-Angebot für Auge und Ohr ist wahrlich üppig ausgefallen: «Wenn ich schon Kinder hätte» als Rap, in Original-Version, als Mix - ordentlich mitgemischt hat auch der Mindener Rapper Curse, der für den «Alles Real Mix» einen neuen Text geschrieben hat. Als unveröffentlichten Bonus-Track gibt es «Don't Go Now».

Im Video-Entertainment-Bereich ist Curse ebenfalls vertreten. Im Live-Video vom Konzert in Köln am 20.02.2002 steht er mit Xavier auf der Bühne. Abgerundet wird das Werk, neben zahlreichen Video und Foto-Specials, mit einem Link zum Download des «Dust Devil Mostly Unplugged Mix» als MP3.

Und das Jahr könnte für Xavier Naidoo preisgekrönt enden. Bei den MTV Europe Music Awards ist er neben den Toten Hosen, Grönemeyer, den No Angels und den Sportfreunden Stiller in den Landeskategorien als bester deutscher Künstler nominiert. Die Preise werden am 14. November in Barcelona verliehen.

Xavier Naidoo beeindruckte am 20. September auch das Schweizer Publikum im Zürcher Hallenstadion.

Aus seinem Glauben an Gott macht Naidoo keinen Hehl. Nach eigenen Angaben liest der in Mannheim aufgewachsene farbige Soul-Poet täglich, oft stundenlang, in der Bibel und versucht, in ständiger Zwiesprache mit Gott zu leben.

Naidoo, der sich seit 1992 zum christlichen Glauben bekennt, schuf 1998 mit "Nicht von dieser Welt" das meistverkaufte deutschsprachige Pop-Debütalbum aller Zeiten. In Zürich legte er mit seiner Band eine fast perfekte Show hin, die ihm auch von Seiten der Konzertkritik gute Zensuren einbrachte. Der 30-Jährige sang vorwiegend seine neusten Lieder vom Doppelalbum "Alles für den Herrn/Zwischenspiel". Die eine CD bietet eine Art moderner Lobpreis, eben für den Herrn, die andere beinhaltet Liebeslieder und Songs zu anderen Themen. Beiderlei Lieder kamen beim Publikum gut an.

Wermutstropfen: Naidoo pflegt kaum Kontakte zu kirchlichen Kreisen, will seine Freundin, mit der er seit acht Jahren zusammenlebt, nicht heiraten und fiel bis vor kurzem mit seinem Haschischkonsum schon etwas aus dem christlichen Rahmen. Dafür erntet er von den Glaubensgenossen entsprechend Kritik.

Quellen: Idea schweiz/Livenet

Datum: 08.10.2002

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige