Trotz ärztlichen Warnungen

Briten dürfen bei nächster Volkszählung ihr Geschlecht aussuchen

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Die Gender-Diskussion wird in Grossbritannien noch einen Schritt weiter getrieben: Bürger dürfen beim nächsten Zensus in zwei Jahren selbst definieren, welches Geschlecht sie haben.

Alle zehn Jahre führt die britische Regierung einen Zensus, also eine Volkszählung, durch. Um vermutlich etwaige Probleme bei der eigenen Geschlechtsbestimmung zu umgehen, wurde den Bürgern Grossbritanniens schon jetzt in einer Anleitung grosser Freiraum gegeben. «Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie sie antworten sollen, nutzen Sie das Geschlecht, das in ihren offiziellen Dokumenten eingetragen ist (…) oder schreiben Sie das auf, welches Ihr (biologisches) Geschlecht am besten beschreibt», heisst es dort.

Das bedeutet in anderen Worten, dass die Geschlechterangaben bei der Volkszählung von 2021 nicht zwingend mit der Geburtsurkunde oder dem Ausweisdokument übereinstimmen müssen. Auch dies ist wortwörtlich in der Anleitung so aufgeführt. Sollte es hier Abweichungen geben, kann dies in einer späteren Frage angeführt werden.

Ärzte warnen vor Auswirkungen

Die Daten, die bei diesem Zensus zusammenkommen, sollen der Regierung helfen, ihre Politik der nächsten Jahre zu formen und zu formulieren.

Diese Möglichkeit, das eigene Geschlecht selbst zu definieren, ist ein Entgegenkommen auf Forderungen der LGBT-Gruppen, berichtet Evangelical Focus. Allerdings warnen medizinische Fachkräfte davor. Die Wahl des eigenen Geschlechts in offiziellen Dokumenten könnte die medizinischen Behandlungen von Patienten tiefgehend beeinflussen. «Fast jede Art von Krankheit äussert sich in Männern und Frauen unterschiedlich», erklärte ein Arzt gegenüber der britischen Zeitung «Mail on Sunday».

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Datum: 24.09.2019
Autor: Evangelical Focus / Rebekka Schmidt
Quelle: Evangelical Focus / Übersetzt von Livenet

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