Im Jemen

Jedes Jahr kommen mindestens 160 Menschen zum Glauben

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Muslimische Frau in Jemen (Bild: Open Doors USA)
Nur wenige Tausend Christen leben im muslimischen Jemen. Sie halten ihren Glauben geheim – und trotzdem kommen immer mehr Menschen zu Jesus, vor allem durch Soziale Medien und das Radio.

Jemen gehört zu den Ländern, in denen es für Christen extrem schwierig ist zu leben – Open Doors stuft das Land auf Platz 7 der Länder ein, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Den Islam zu verlassen, wird dort oft mit dem Tod bestraft. Allein eine Bibel zu besitzen, kann sehr gefährlich sein. Und so wird dort natürlich auch nicht viel von Jesus und dem christlichen Glauben gesprochen.

Trotzdem ist Gott auch im Jemen am Wirken, inmitten von Krieg und Hungersnot. Wie das christliche Nachrichtenportal «Mission Network News» (MNN) berichtet, berichten sichere Quellen, dass in den vergangenen fünf Jahren jeweils über 160 Personen pro Jahr zum Glauben an Jesus gekommen sind. Bei einer Bevölkerung von über 30 Mio. klingt das nach sehr wenig – aber für ein Land, in dem Christen so gefährdet sind, ist das viel; zudem die Dunkelziffer vermutlich noch höher liegt. Die christliche Organisation «Open Doors» spricht von «mehreren Tausend Christen» im Land.

Soziale Medien und Radio

Wenn Christen im Jemen ihren Glauben nicht direkt weitergeben können, wie kommen dann neue Leute zum Glauben? Hauptsächlich über die Medien, berichtet MNN. Ein Mann hörte etwa zum ersten Mal von Jesus über Soziale Medien und Youtube, als er in ein anderes Land floh. Andere Menschen im Land erfahren über das Radio von Gott. Ein Hörer berichtete christlichen Radioproduzenten vor Kurzem: «Ich habe euer Programm seit über vier Jahren gehört und hatte immer wieder Zweifel über meinen Glauben und meine Traditionen. Es war eine lange Reise, aber ich merkte, dass ich mich verändere. Ich begann, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und ich erkannte die Bedeutung meines Lebens durch Jesus Christus. Ich bin so dankbar, dass ich jetzt Teil seiner Familie bin!»

Ein anderer Jemenit schrieb den Produzenten, dass ihm die im Programm angesprochenen Themen geholfen haben, seine Sichtweise über Frauen zu ändern. Er habe gemerkt, dass sie gleich wertvoll seien wie Männer und denselben Respekt verdienen.

Neue Familie in der Verfolgung

Ein junger Mann hatte starke Zweifel über den Islam, obwohl ihn seine Freunde unter Druck setzten, er solle den Islam einfach akzeptieren. Doch er suchte weiter nach der Wahrheit, bis er über die Sozialen Medien auf jemanden stiess, der über Jesus sprach. Nach einiger Zeit nahm er Jesus in sein Leben auf. Als seine Familie das mitbekam, wurde er körperlich und psychisch gefoltert. Letztlich verlor er als «Ungläubiger» seine gesamte Familie und den Anschluss an die Dorfgemeinschaft, aber er fand andere Christen. Heute ist er mit ihnen verbunden und sie ermutigen und kümmern sich um ihn.

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Datum: 11.08.2021
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / MNN

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