Regierung war nicht da

Christliche Flüchtlinge helfen Monsunopfern

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In Myanmar haben Monsunregenfälle zu einem Erdrutsch geführt, durch den mindestens 51 Menschen ihr Leben verloren haben. Junge Christen, die wegen ihres Glaubens flüchten mussten, leisteten einen Hilfseinsatz.

Flüchtlingskinder, die auf einer Schule von «Christian Freedom International» (CFI) unterrichtet werden, sind an der Grenze zu Thailand in Aktion getreten: Ein Dorf mit Karen-Flüchtlingen in einem Gebiet, in das viele Christen vor dem Militär Myanmars geflohen waren, hatte um Hilfe gebeten. Dies nachdem heftige Monsun-Unwetter in Myanmar zu massiven Überschwemmungen geführt hatten. Mindestens 51 Menschen kamen ums Leben, und 105'000 mussten fliehen.

Mit Booten unterwegs

Ein CFI-Team reiste deshalb nach Myanmar, begleitet von einem Absolventen der «Victory Bible Academy», welcher Erfahrung in Fluthilfe und Bauwesen mitbringt. Soweit wie möglich bewegte sich das Team mit einem LKW, um anschliessend auf Boote umzusteigen.

Im Katastrophengebiet angekommen, sagte ein Dorfältester, dass das Hochwasser gestiegen sei, was die Evakuierung von 90 Häusern erzwang. Eine Grundschule wurde aufgegeben und die Schüler zogen alle in das örtliche Gemeindezentrum.

Kindern eine Freude machen

«Das Ziel war es, den Kindern durch Spiele und Lieder Freude zu bereiten, während andere Christen aus Thailand Vorräte brachten», berichtete CFI über den Einsatz.

Eine Komplikation sei gewesen, dass das Militär von Myanmar das Nachschubteam gestoppt habe. «Nach einer Debatte darüber, für wen die Lieferungen bestimmt waren, wurde ein CFI-Teammitglied nach Thailand zurückgeschickt.» Später erlaubte das Militär dem CFI-Team, weiterzumachen.

Das Team hielt die Hilfe betreffend Lebensmittel- und Wasserversorgung aufrecht. Gleichzeitig wurden andere Dorfbewohner bei der Reparatur ihrer Häuser unterstützt. Noch jetzt seien die Mitarbeiter vor Ort gefordert. Ein Sprecher des Dienstes bittet deshalb um Gebet: «Bitte betet, dass der Regen überschaubar bleibt, dass die Reparaturen nicht so umfangreich sind, wie sie erscheinen, dass die Vorräte ausreichen, um die Versorgungslücke zu schliessen, und dass die Kinder dies als Abenteuer statt als Zerstörung sehen.»

Von Tür zu Tür

Als sich der Wasserpegel weiter absenkte, half das Team mit, das Gebäude der Grundschule zu reinigen. Später ging das CFI-Team von Tür zu Tür, um mit den Familien zu beten. «Die meisten sind Buddhisten, aber sie nahmen die Gebete gerne an und dankten dem Team aufrichtig, dass es gekommen ist.» Weiter hörten die Helfer, dass ihnen ansonsten niemand helfen würde. Die Hilfsgüter-Lieferungen seien in Gebiete umgeleitet worden, welche die derzeitige Regierung offen unterstützen.

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Datum: 02.09.2019
Autor: Michael Ireland / Daniel Gerber
Quelle: Assist News / Livenet

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