«Nominiert, yet not nominiert»

Christlicher Song vor Oscar-Wahl disqualifiziert

Gelassen reagiert Joni Eareckson Tada darauf, dass die Oscar-Nomination vom Vergabe-Gremium rückgängig gemacht wurde. Die Kritik war aufgekommen, dass dieser Schritt insgeheim geschehen sei, weil der Film einen christlichen Hintergrund hat.

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Joni Eareckson Tada
Ihr Titellied für den christlichen Film «Alone yet not alone» wurde in der Kategorie «Best Original Song» nominiert. Jetzt wurde die Nominierung annulliert. Joni Eareckson Tada reagiert ohne öffentlichen Frust.

Eareckson sagt: «Es ist ein Film, den nur wenige gesehen haben. Rein schon durch die Nominierung und die Diskussion, die jetzt geschieht, hat er viel Aufmerksamkeit erhalten.» Durch das vorzeitige Aus gehe nichts von der Schönheit und Aussage des Lieder verloren. «Ich bin dankbar für die Beachtung, die der Song und der inspirierende Film erhalten haben. Und auch für die Aufmerksamkeit, die das Werk für Behinderte erhalten hat, das ich führe.» Joni sitzt selbst seit ihren Teenagerjahren im Rollstuhl. «Das Zurücktreten von der Nominierung bringt nun zusätzliche Aufmerksamkeit.»

Bereits einmal nominiert

Das Gremium, das die Nominierungen ausspricht, begründet, dass der Autor des Songs, Bruce Broughton die Gremium-Mitglieder persönlich anschrieb, um das Stück zu promoten. Das sei eine Verletzung der Regeln. Produzent Ken Wales spricht von einer unfairen Handhabe. «Da gibt es deutlich fragwürdigere Überredungsversuche», sagte er laut «Christianity Today». Broughton habe 70 der 240 Gremiums-Mitglieder angeschrieben. Es sei ein normaler Vorgang um den Film im Gremium bekannt zu machen. Diese Disqualifikation sei entmutigend nicht nur für christliche Filmemacher, sondern auch für alle anderen.

Broughton war bereits einmal für einen Oscar nominiert, mit einem Stück aus dem Film «Silverado», in dem unter anderem Kevin Costner mitspielte, daneben komponierte er die Musik mehrerer Disney-Filme.

Webseiten:
Film «Alone yet not alone» 
Joni Eareckson Tada 

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Datum: 10.02.2014
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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