Colson: US-Christen im politischen Exil

Draussen vor der Tür, zum erstenmal seit drei Jahrzehnten ohne leichten Zugang zu den Zimmern der Macht: So fänden sich sozial konservative US-Christen nach der Wahl Obamas wieder, schreibt der bekannte Kolumnist Charles Colson. Aufgeben will er nicht.

Die neue Administration stehe für das Recht auf Abtreibung ein und wolle auch die ‚sexuelle Orientierung‘gesetzlich derart verankern, dass religiöse Organisationen sie bei Anstellungen eventuell nicht mehr berücksichtigen dürften. Das ist für Colson „eine gewaltige Bedrohung der Religionsfreiheit“.

„Gute Bürger sein“

Doch widerspricht er seinem konservativen Journalistenkollegen Cal Thomas, der den Christen rät, das Ringen um eine christliche Durchdringung der US-Kultur aufzugeben und sich auf ihre Kirche zu konzentrieren. „Sucht der Stadt Bestes!“ ruft er den Lesern in Erinnerung, den Appell des Propheten Jeremias an die nach Babel Verbannten. „Das heisst, wir sollen gute Bürger sein, für den Staat beten und ihm gehorsam sein.“ So könnten Gläubige den Gang der Dinge beeinflussen – wie einst Daniel als Berater Nebukadnezzars.

Kinder haben und Netzwerke bilden

Colson findet es auch gut, dass Christen sich darauf konzentrieren, viele Kinder zu haben und sie im christlichen Glauben aufzuziehen. Ein befreundetes Ehepaar habe 13 Kinder und 83 Grosskinder – „und keines ist schwach im Glauben“. Drittens ruft der einstige Nixon-Berater, der später Prison Fellowship gründete, die Evangelikalen auf, sich zu vernetzen in Aktivisten-Netzwerken, über die Grenzen ihrer Kirchen hinaus. „Wir mögen uns zahlenmässig unterlegen vorkommen – aber wir dürfen unseren kulturellen Auftrag nicht aufgeben, christliche Wahrheit in alle Lebensbereiche hineinzutragen.“

Link zum Thema :Die Kolumne von Charles Colson: Political Exile

Quelle: Livenet / Christianity Today

Datum: 09.02.2009

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