Fünf Jahre später

Museum für die 21 koptischen Märtyrer eröffnet

Die ägyptischen Gastarbeiter waren nicht bereit, ihren christlichen Glauben aufzugeben und wurden deshalb Anfang 2015 ermordet. Das Museum, das nun zu ihrer Ehre in ihrer Heimat eröffnet wurde, beinhaltet auch ein Ehrenmal mit einer 4-Meter-hohen Jesusstatue.

Zoom
4-Meter hohe Jesus Statue (Bild: cairoscene.com)
Schon fünf Jahre ist es her, dass das eindrückliche Foto der 21 Kopten bei ihrer Ermordung durch den islamischen Staat in Libyen die ganze christliche Welt schockierte. Sie hatten ihrem Glauben nicht abgesprochen und waren deshalb zu Märtyrern geworden. Erst drei Jahre später waren die Körper gefunden, identifiziert und nach Ägypten in die Heimat überführt worden, wo sie bestattet wurden (Livenet berichtete).

Dokumentation der Entführung

Zoom
Die 21 koptischen Christen kurz vor ihrer Hinrichtung
Nun wurde in ihrem Heimatort Al-Minya ein Museum im Gedenken der 21 Märtyrer (20 von ihnen kamen aus dem ägyptischen Minya, einer aus Ghana) eröffnet. Die Eröffnungsfeier wurde am vergangenen 15. Februar von dem koptischen Bischof Bevnotious von Samalout gehalten, wie das Portal Cairo Scene berichtete.

Zu sehen ist dort die Dokumentation über ihre Entführung und Ermordung. Zudem befindet sich hier das Grabmal mit den Überresten der Männer sowie die Särge, in denen sie von Libyen aus überführt wurden.  Die meisten von ihnen kamen aus armen Verhältnissen und waren als Art Gastarbeiter ins Nachbarland gegangen, um dort zu arbeiten und das Geld an ihre Familien in Ägypten zu schicken. Dort waren sie von ISIS entführt worden.

 

Die Museumsräume befinden sich in der «Kirche der Märtyrer des Glaubens und des Heimatlandes», die von Präsident al-Sisi kurz nach der Ermordung speziell für die Märtyrer im Dorf Al-Aour gebaut wurde, aus dem 13 der Männer kamen. Zu dem Museum wurde auch ein Ehrenmal enthüllt. Zu sehen ist eine vier Meter hohe Statue von Jesus Christus, der die Arme offenhält gegenüber den 21 Männern, die vor ihm Knien.

Zum Thema:
Es heisst «Solomon Museum»: Jüdisches Museum in Albanien eröffnet
ISIS-Prinz wird Hauskreisleiter: «Ich erlebte eine Liebe, die es im Islam nicht gibt»
Syrische Muslime finden Jesus: «Wenn der Himmel für ISIS ist, will ich in die Hölle»

Datum: 25.02.2020
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / cairoscene.com

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige