Afrika wäre die Perle unter den Kontinenten

Schwerter zu Pflugscharen. Mit diesem Bibelzitat schmückt sich die UNO. Es bleibt beim frommen Wunsch. Zum Beispiel in Afrika: Millionen sind auf der Flucht. Wir sehen die Bilder – die es nicht gäbe, würden die Vereinten Nationen ihre schönen Worte umsetzen. Eine Bestandesaufnahme.

Die Sowjetunion schenkte der UNO die Skulptur. Dargestellt ist ein muskulöser Held, der sein Schwert zum Pflug umschmiedet. Die Szene weist auf das Friedensziel der Vereinten Nationen und steht vor deren Hauptgebäude in New York. Die Ziele der UNO habe die sämtliche Mitgliedstaaten unterschrieben. Aber es sind Lippenbekenntnisse, wie sich heute zeigt.

Beispiel Kongo. Bei den Kämpfen im ehemaligen Zaire starben über 3,3 Millionen Menschen. Rebellengruppen scheren sich einen Dreck um Friedensabkommen. Die Ursachen sind vielfältig. Eine ist der Völkermord in Ruanda. Dessen Verantwortliche, die «Génocidaires» flüchteten 1994 in den Osten des Kongo. Von dort greifen sie Ruanda weiter an, um die neue Regierung zu stürzen.

Der «afrikanische Weltkrieg»

1998 folgten im Kongo Kämpfe, in die neben Kongo und Ruanda weitere Länder eingriffen, Angola, Burundi, Namibia, Simbabwe, Sudan, der Tschad und Uganda. Indirekt verwickelt waren Frankreich, Libyen, Sambia, Südafrika, Tansania und die USA. Dazu kamen Söldner aus Belgien, Frankreich, Rumänien, Serbien, Südafrika und der Ukraine; und ein Korps aus Nordkorea. Darum wird dieser Krieg auch «der afrikanische Weltkrieg» genannt (auch «Kongokrieg»). Sämtliche Länder sind UN-Mitglieder. Schwerter zu Pflugscharen...

Begehrlichkeit wecken die reichlichen Bodenschätze. Diamanten, Erdöl, Gold und Koltan. Koltan steckt auch in unseren Mobiltelefonen. Die Regierung ist gegenüber der Plünderung des Landes durch Einheiten aus Burundi, Ruanda und Uganda fast machtlos. Die „Kundschaft“ freilich dürfte in anderen Ländern zu finden sein.

Ruanda und Uganda hätten «die Region in einem unermesslichen Umfang systematisch ausgeplündert» und dabei «innerethnische Konflikte und Massenmorde gefördert», schreibt Amnesty International.

Die Gemetzel führten dazu, dass in der Weltöffentlichkeit der Ruf nach internationalen Interventionskräften immer lauter wurde. UNO-Generalsekretär Kofi Annan wandte sich an die europäischen Nationen – die als ehemalige Kolonialmächte ein erhebliches Mass an historischer Verantwortung für die oft ungerechten Grenzziehungen in Afrika haben.

Pflugscharen zu Schwertern

Unter den ärmsten Ländern der Welt befinden sich viele afrikanische Nationen; manche von ihnen mit unermesslichen Bodenschätzen. Dennoch herrscht Armut. Schuld daran sind ruchlose Kriegsherren und korrupte Politiker und deren Hintermänner, die sich schamlos bereichern.

Sogar Kinder werden in den Krieg geschickt. Im instabilen westafrikanischen Sierra Leone bekämpfte die «Revolutionary United Front» die Regierung. Unterstützt wurden die Rebellen vom liberianischen Kriegsherren Charles Taylor. Beide Seiten rekrutierten dafür auch Kindersoldaten. Finanziert wurde der Krieg mit illegalem Diamantenhandel.

Im Jahr 2000 beendeten internationale Truppen den Krieg. Feierlich wurden am 18. Januar 2002 im Nationalstadion mehrere Tausend Waffen verbrannt. – Schwerter zu Rauch? Sierre Leone ist reich an Bodenschätzen. Zur Finanzierung des Krieges wurden Gold und Diamanten in rauhen Mengen illegal aus dem Land geschafft. Das Volk hatte einmal mehr das Nachsehen.

Oder Angola. Hier tobte ein Bürgerkrieg nach dem anderen. Sowjets, DDR und Kuba unterstützten die eine Seite, Südafrika die andere. Politische und gesellschaftliche Einrichtungen sind zerstört, vieles muss wieder aufgebaut werden. China leistet dafür grosse Hilfe – die Angola aus seinem reichen Ölvorkommen zurückzahlen soll.

Ausserdem sichern sich die Wohltäter aus dem Reich der Mitte rund drei Viertel der Bauaufträge der Regierung und im ersten Halbjahr 2006 sicherte sich «Mittelerde» weitere angolanische Ölrechte im Wert von knapp 1,5 Milliarden US-Dollar. – „Schwerter zu Pflugscharen“...

Würde die UNO ihre Arbeit machen, so müsste in Afrika kaum ein Mensch flüchten. Afrika wäre die Perle unter den Kontinenten. Aber das Gegenteil geschieht. Beispiel Sudan – in Darfur erweist sich die UNO als zahnloser Tiger. Im Fall des Südsudan (2 Millionen Menschen getötet, 5 Millionen vertrieben, 300'000 versklavt) reagierte die UNO nicht einmal.

Kein Wunder, sind die Darfur-Mahnungen der UNO für das Regime in Khartum nicht mehr als ein Witz. Diktator Omar al-Bashir weiss, dass die Vereinten Nationen nichts unternehmen. Resolutionen interessieren genauso sehr wie der Wetterbericht fürs Wallis.

Die Bibel drückt sich klar aus: «Wer andere ungerecht behandelt, stürzt sich selbst ins Unglück; mit der Unterdrückung seiner Mitmenschen ist es dann vorbei! Wer Mitleid zeigt und den Armen hilft, den wird Gott segnen. Beraube nicht den Armen, der sich nicht wehren kann, und hintergehe keinen Hilflosen vor Gericht! Denn der Herr sorgt für ihr Recht, und denen, die sie hintergehen, raubt er das Leben»; Sprüche, Kapitel 22, Verse 8.9.22.23.

Der Schwert-zu-Pflugscharen-Text

Solche Worte wecken ein Sehnen nach Gott. Denn was wir Menschen nicht zustande bringen, kriegt Er hin: Frieden. «In den letzten Tagen aber wird der Berg, auf dem Gottes Haus steht, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinauf zum Berge des Herrn gehen und zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln!

Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jersualem. Er wird unter grossen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Ländern. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiesse zu Sicheln machen.

Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des Herrn Zebaot hat es geredet.» Der Text steht in der Bibel, im Buch Jesaja, Kapitel 2, Verse 2 bis 5.

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Datum: 19.03.2007
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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