Ohne Wasser keine Nahrung: Alarmruf für Schwarzafrika

Experten warnen für die Zukunft vor schweren Nahrungsmittelengpässen auf dem Schwarzen Kontinent für den Fall, dass der Wasserknappheit nicht energisch begegnet wird.

Die ‚Konsultativgruppe für internationale Agrarforschung’ hat in Washington eine Kampagne lanciert, die darauf abzielt, mehr Nahrungsmittel mit weniger Wasser zu produzieren. Forscher und Hilfswerke sollen grenzüberschreitend auf innovative Anbaumethoden hinarbeiten.

Bisher genügen die Investitionen in die Wasserversorgung der Länder südlich der Sahara nicht, um dem Bedarf nachzukommen. Und die Haushalte brauchen jedes Jahr mehr Wasser. Ohne entschiedene Massnahmen wird sich die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser in Schwarzafrika bis 2025 auf 636 Millionen verdoppeln! Pessimistische Schätzungen liegen gar noch 200 Millionen höher.

Weil nicht genug Wasser zur Verfügung steht, wird die Region - so die Experten - ein Viertel weniger Nahrungsmittel erzeugen. Die Länder Schwarzafrikas werden im Jahr 2025 mehr als dreimal so viel Getreide importieren müssen (35 Millionen Tonnen!), um die Bevölkerung zu ernähren. Bei der herrschenden Armut und Ineffizienz der staatlichen Bürokratien und den langfristigen Folgen von AIDS sind verbreitete Unterernährung und Hungersnöte zu befürchten.

Die Experten warnen davor, dass im Jahr 2025 einer von drei Menschen unter Wassermangel leiden könnte. Der Kampf um Wasser könnte dazu führen, dass jährlich soviel Getreide weniger produziert wird, wie heute die USA und Indien zusammen erzeugen.

Datum: 06.11.2003
Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet.ch

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