Online-Kommunikation

Praktische Tipps für Kirchen und Leiter

Seit dem 17. März und bis mindestens am 19. April 2020 sind alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen in der Schweiz untersagt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen. Was können Gemeinden und Kirchen tun, um ihre verschiedenen Gruppen auch in dieser ausserordentlichen Lage weiterzuführen? Hier einige Tipps und Ideen.

Zoom
Viele Kirchen bieten regelmässig einen Livestream an, wie das Beispiel hier: die FCG Aarau (Screenshot FCG Aarau)
Wer den Ernst der Lage bisher nicht erkannt hat, wird dies spätestens jetzt gemerkt haben: Öffentliche und private Veranstaltungen sind bis mindestens 19. April 2020 in der Schweiz verboten. Was bedeutet das für Gemeinden? Denn den Sonntagsgottesdienst per Internet zu übertragen, ist schön und gut, doch was ist mit Hauskreisen, Kleingruppen und den vielen anderen Aktivitäten? Gemeinde ist ja noch viel mehr als der Sonntagsgottesdienst.

Livenet hat einige Tipps und Ideen zusammengestellt, wie man trotz des Verbots Kleingruppen durchführen kann. Denn gerade in der aktuellen Verunsicherung ist es umso wichtiger, die Gemeindearbeit weiterzuführen und Menschen und ihr Vertrauen in Gott zu stärken.

Digitale Gruppentreffen

Für digitale Gruppentreffen eigenen sich die Anbieter Skype und Zoom. Per Skype können Gruppenchats mit bis zu 50 Leuten eingerichtet werden; das Angebot ist kostenlos. Allerdings brauchen alle Teilnehmer hierzu ein Konto bei Skype.

Zoom ist ebenfalls für Gruppenvideogespräche geeignet. Hier müssen die Teilnehmer nicht einmal angemeldet sein; der Gruppenleiter schickt einfach den entsprechenden Link und die Teilnehmer drücken auf diesen Link, der sich dann im Webbrowser öffnet. Alternativ kann Zoom als App auf dem Telefon installiert werden. Wer über kein Internet verfügt, kann via Telefon (nur Audio) an der Besprechung teilnehmen.

Guppenanrufe mit bis zu 8 Personen lassen sich auch gut mit der Software «Google Duo» durchführen.

Damit das «Gruppenleben» der Gemeinde weitergeht, können auch WhatsApp-Gruppen eingerichtet werden. Hierüber funktioniert bereits ein ganzes Netz von Kleingruppen, von dem Livenet unlängst berichtete.

Live-Streams

Am Einfachsten lassen sich Live-Streams mit einem Smartphone durchführen, welches mit einem Facebook- oder Youtube-Konto verbunden ist. Ohne zusätzliche Technik und Kenntnis wird so das Handy zum Live-Stream-Gerät. Mit Software wie «Livesteam Studio» oder «SlingStudio» lassen sich kabellos Live-Aufnahmen erstellen und streamen.

Zur Übertragung von Predigten oder auch zum Filmen von Sendungen, welche vollständig dezentral stattfinden, eignen sich die Cloud-basierten Angebote von «Switcherstudio». Hier können mehrere Personen mit iPhone und iPad ausgerüstet einen Live-Stream gestalten. Auf dem iPad lässt sich der Softwareschnitt einfach vornehmen.

Weitere Tipps zum Live-Stream finden Sie hier.

Telefonketten

Doch was ist mit den Menschen, die mit dem Internet nicht so gut umgehen können? Gerade ältere Menschen, die ja besonders gefährdet sind und zu Hause bleiben müssen. Hinzu kommt, dass diese Altersgruppe teilweise mit Videokonferenzen überfordert ist. Hier eignen sich Telefonketten gut, wie sie auch Pro Senectute empfiehlt. Entlang der Liste der Telefonkette ruft eine Person jeweils die nächste an. Gemeinsam nimmt man sich beispielsweise wöchentlich 10 bis 15 Minuten Zeit, um sich auszutauschen und füreinander zu beten.

Was sind Ihre Empfehlungen, wie sich die versammlungsfreie Zeit gut nutzen lässt? Bitte senden Sie Ihre Vorschläge und «Best Practice»-Ideen an redaktion@livenet.ch.

Zum Thema:
Dossier Coronavirus
Dank Online-Plattform: Christen im Militär vernetzen
Christsein am Arbeitsplatz: Livestream aus dem Livenet-Büro: Bistro-Talk zum Tag der Arbeit
Vernetzt – einsam – unerreicht: Wie Gemeinde die Generation Z erreichen kann

Datum: 18.03.2020
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige