Go Conference in Basel

Erfrischt für die beste Botschaft der Welt

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Ulrich Parzany an der Go Conference in Basel (Bild: lighttouchedphotography.ch)
An der «Go Conference – Erfrischt für das Evangelium» im Volkshaus Basel wiesen Evangelisten wie Ulrich Parzany, Gaby Wentland und Chris Schuller auf den klaren Auftrag hin, Jesus als Erlöser zu verkünden.

Das Hauptanliegen der Konferenz hätte auch das Feiern des Jubiläums der Hauptorganisatoren ISTL und Netzwerk Schweiz sein können. Von Beginn an war aber klar: Es geht darum, dass in der Schweiz und in ganz Europa der Nebel um das Evangelium verschwindet und Jesus Christus den ihm gebührenden Platz bekommt.

Der Preis der Nachfolge

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Stefan von Rüti und Gabriel Häsler, Leiter der Go Conference
Die beiden Leiter der Konferenz, Stefan von Rüti und Gabriel Häsler, führten durch den Tag. Sie leiteten direkt mit dem zentralen Anliegen ein, wie es am Ende des Matthäusevangeliums in der Bibel zu lesen ist: «Lasst uns das Evangelium in die Welt hinaustragen zu allen Menschen. Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist auf diese Erde gekommen, am Kreuz für unsere Schuld gestorben und auferstanden, um uns mit Gott zu versöhnen.» Der Auftrag an die Nachfolger Jesu sei klar. Er wolle keine Kunden, sondern echte Nachfolger. Es genüge nicht, sich mit dem Zustand «Jesus liebt mich, ich bleibe wie ich bin» zu begnügen, erklärten von Rüti und Häsler. Unzählige Menschen würden dabei verhungern. Einige würden nur darauf warten, das wahre Leben, Jesus in Fülle, zu empfangen.

Den Preis der Nachfolge bezahlte Heinz Strupler bereits in jungen Jahren: Der Gründer von ISTL, der Bibelschule Walzenhausen, dem IGW und ICF musste sein reformiertes Elternhaus verlassen, als er sich zu Jesus bekannte. Wenn er heute nochmals 20-Jährig wäre, hätte er definitiv mehr Glauben, so Strupler. Er ermutigte, dass denjenigen die Verheissung gilt, die es wagen. Doch auch er kennt einige Momente in seinem Leben, in welchen er drauf und dran war, aufzugeben, wäre da nicht seine Frau gewesen, die ihn daran erinnerte, «Jesus unter allen Umständen zu dienen».

Was ist Evangelisation und wie geht das?

Hauptreferent Ulrich Parzany führte anhand der Bibel in mehreren Schritten tiefer in das Thema Evangelisation hinein. Was beinhaltet Evangelisation und was gehört dazu? Wichtig sei, auch zu leben, was man aus der Bibel erkannt hat: «Was gedanklich unterschieden wird, darf praktisch nicht getrennt werden». Eine wichtige Grundvoraussetzung sei weiter, so Parzany, dass man sich vor Augen hält, dass die Menschen der heutigen Gesellschaft Jesus Christus nicht mehr kennen. «Viele haben keine Ahnung oder ein sehr verdrehtes Bild, wer Jesus Christus ist. Deshalb müssen wir uns genügend Zeit nehmen, ihnen von ihm zu erzählen. Es geht um das Bekanntmachen und Kennenlernen einer Person.» Anhand einiger Zitate der Apostel und von Jesus selbst zeigte Parzany auf, dass es um eine Umkehr geht. Dabei dürfe auch nicht verschwiegen werden, dass es etwas kostet. «In einem Ferienprospekt sind auch nicht nur schöne Bilder zu sehen, sondern auch die Auflistung der Preise. Die Rettung ist gratis, aber Nachfolge kostet alles.»

Weiter ergänzte Parzany, dass heutzutage oft zwei wichtige Punkte vertauscht werden: Die sogenannten Haupt- und Nebenwirkungen. Die Hauptwirkung sei, dass der Mensch mit seiner Entscheidung für die Nachfolge Jesu mit Gott versöhnt ist und das Geschenk des Ewigen Lebens erhält. Angenehme Nebenwirkungen können gemäss Parzany ein sinnvolles Leben, Heilung des Selbstwertgefühls, Leben ohne Leistungsdruck, Hoffnung im Leid oder etwa Trost in der Trauer sein. «Wenn sich Menschen für ein Leben mit Jesus entscheiden, geht der Auftrag der Gemeinde Christi aber weiter.» Die Menschen sollen in die Gemeinde (nicht Organisation, sondern Gemeinschaft von Gläubigen) aufgenommen werden und in Jüngerschaft begleitet werden. Evangelist Parzany bemerkte mit Besorgnis, dass dieser Auftrag von Jüngerschaft sowie die Sorge um das Retten der verlorenen Menschen vielerorts vernachlässigt wird.

Flexibilität in den Methoden, kompromisslos im Inhalt

Anschliessend an das individuelle Workshop-Programm vom Nachmittag, folgte ein weiteres Plenum mit Ulrich Parzany. Folgender Satz des deutschen Evangelisten bringt den Inhalt dieser Session auf den Punkt: «Es gibt nur einen einzigen Weg zu Gott (Jesus), aber es gibt Millionen Wege zu den Herzen der Menschen.» Es müsse unterschieden werden zwischen dem Inhalt und der Form der Evangelisation, betonte Parzany. «Was den Inhalt betrifft, gibt es nur ein Evangelium von Jesus. Es ist heute dieselbe Botschaft wie vor 2000 Jahren und deshalb soll diese heute unverändert verkündet werden. Jedoch gibt es Milliarden Menschen und alle haben ihre persönliche Geschichte. Und genau in dieser Geschichte möchte Jesus ihnen begegnen.» (vgl. 1. Korinther Kapitel 9, Verse 22 ff.)

Parzany schloss mit seiner grossen Prüffrage als Evangelist: «Kommt mein Dienst aus der Liebe?» Dies sei seine einzige Angst, wenn er zurückblicke. Zitternd betete er dann auch an der Konferenz in Basel: «Herr vergib mir, was ich nicht aus Liebe getan habe.» Und er verwies auf Psalm 17, in der Hoffnung, dass Gott es gut macht mit seinem Ende und er ihn sehen wird:  «Ich aber werde dein Angesicht sehen, weil ich nach deinem Willen lebe. Wenn ich erwache, darf ich mich satt sehen an deiner Gestalt.»

«Der Moment ist Jetzt - Go!»

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Pausengespräch an der Go Conference 2021
Nebst den Hauptsessions, gab es auch immer wieder Zeugnisse von verschiedenen Leuten. So etwa unterbricht der junge Evangelist Chris Schuller aus Deutschland lauthals die Menge «Hallo Leute!»

Diesen Sommer war er u.a. zusammen mit Gabriel Häsler und Gaby Wentland in den grossen Städten Deutschlands unterwegs und verkündigte die beste Botschaft der Welt. Er erzählte tief bewegt von einer Frau, welche noch nie das Evangelium gehört hatte und auf der Stelle ihr Leben Jesus Christus gab. «Diese Geschichte ist nur eine von Unzähligen doch macht sie deutlich: Die Leute sind offen für das Evangelium. Er ermutigte mit seiner erfrischenden Art jeden Einzelnen, denn Jesus geht mit uns und er hat Grosses vor – auch im Lockdown. Dort wo du bist kannst du die Leute erreichen, die sonst niemand anders erreichen kann. Warte nicht auf ein Zeichen – der Moment ist jetzt – GO!»

An der Go Conference in Basel nahmen 190 Gäste und rund 60 ISTL-Studenten teil. Wie Konferenzleiter Gabriel Häsler in einem Mail an die Medien schreibt, war dieser Tag für das Netzwerk Schweiz und für das ISTL ein grosses Highlight. «Besonders beeindruckt waren wir von den vielen Jungen Teilnehmern. Es erfüllt uns mit Hoffnung, dass eine neue Generation von fokussierten und hingebungsvollen Evangelisten am Nachrücken ist. Besonders in den sozialen Medien gibt es im Bereich der Evangelisation noch viel Luft nach oben.»

Zum Thema:
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Datum: 13.09.2021
Autor: Andrina Mosimann, Samuel Scherer, Isabel Helfenstein
Quelle: Livenet

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