Dringend gesucht

Menschen, die inspirieren können

Menschen, die ermutigen und inspirieren, werden dringend gebraucht: Nicht nur in der Wirtschaft, auch in Vereinen und Initiativen und selbst in der Familie.

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Nicht nur im Sport ist Roger Federer eine Inspiration für viele. Heute organisiert er etwa den Match for Africa (Bild: Reuters)
Wie ist es mit Ihnen? Gehören Sie zu der Sorte Mensch, die andere inspirieren können, oder sehen Sie eher die Probleme und Hürden und bewirken eher Frust und Unsicherheit bei Ihrem Gegenüber?

Fragen Sie andere

Vielleicht wissen Sie auch gar nicht, wie Sie auf andere wirken. Dann fragen sie doch mal Freunde oder Kollegen danach. Das empfiehlt der Schweizer Coach Georges Morand. Machen Sie sich aber zuvor klar, dass die Antwort für Sie vielleicht enttäuschend ausfallen kann.

Und fragen Sie genauer nach, warum Sie eine eher inspirierende oder frustrierende Wirkung auf andere haben. Morand empfiehlt: «Hören Sie ehrlich und interessiert zu und bedanken Sie sich!»

Nehmen Sie die Bewertung, wenn sie in Richtung frustrierend geht, als Ansporn, an sich zu arbeiten, und lassen Sie sich nicht davon entmutigen.

Inspirierendes Input ist wichtig

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Coach und Theologe Georges Morand
Inspiration ist das zentrale Thema von Georges Morand (Morandcoaching, Gossau). Der Coach, Supervisor und Theologe ist mit Beratung, Seminaren und Vorträgen zu dem Thema unterwegs. Morand macht deutlich, dass nur derjenige andere ermutigen kann, der selbst inspiriert ist. Sein Rat lautet: «Pflege den Zufluss von Inspiration, lerne davon, mache es einfach nach und schau, was dabei geschieht.»

Herausfinden, was andere anspricht

Morand beruft sich auf Rolf Gruber (von «Richards & Gold»), wenn er darauf hinweist, dass es wichtig ist, zu wissen, was bestimmte Menschen motiviert, um sie zu fördern und zu ermutigen. Es gehe dann in einem zweiten Schritt darum, Menschen nicht nur in der gewünschten Weise anzusprechen, sondern auch eigene Ideen und Impulse zu entwickeln.

Keine naheliegende Wahl

Jesus war (und ist) eine motivierende Person. Aus der Brille eines Gläubigen mag das kaum überraschend sein. Jesus wählte seine engsten Mitarbeiter (die zwölf Jünger) aus und inspirierte sie während der drei Jahre, in denen er mit ihnen zusammen lebte und arbeitete.

Dabei waren die meisten nun wirklich keine «geborenen Kandidaten» für diesen Job. Ihr Lebenslauf und ihre Qualifikationen machten sie nicht zu der logischen Wahl. Doch Jesus war offensichtlich in der Lage, in ihnen Potenziale zu sehen und sie für ihre Aufgabe vorzubereiten und zu inspirieren.

Jesus inspirierte Gescheiterte und selbst Gegner

Jesus konnte derart stark motivieren, dass selbst ein Mann, der wegen seiner Feigheit nahezu gebrochen war und in Selbstzweifeln feststeckte, zu einem der Leiter der christlichen Bewegung vor zweitausend Jahren wurde: Petrus. Und auch nach seinem Tod und nach seiner Auferstehung inspirierte Jesus derart, dass einer seiner schärfsten Gegner und Christen-Hasser zum grössten Verfechter seines Glaubens wurde und ihn unter dem Einsatz seines Lebens in der Welt bekannt machte: Paulus.

Es gab und gibt zweifellos keinen, der stärker und nachhaltiger inspirierte und auch heute noch inspiriert als Jesus.

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Datum: 07.02.2020
Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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