Gottes Liebe gilt auch den Tätern

Kiel/Kassel. Bei den Gedenkfeiern zum 11. September sollten die Toten in den zahlreichen Kriegen sowie die Opfer des “täglichen, lautlosen Hungerkrieges” nicht vergessen werden. Das fordert die Leitung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche anlässlich des Jahrestages der Terroranschläge in New York und Washington.

Auch die Menschen, “die durch unterschiedliche Formen von Gewalt in unserem Lande zu Tode gekommen sind”, müssten Aufmerksamkeit finden. Ebenso wolle sie der Täter der Terroranschläge gedenken. Wer genau hinsehe, erkenne ein “erschreckendes Ausmass an Demütigungen, Ohnmachtserfahrungen und Kränkungen”. Dadurch würden Menschen verleitet, in Fanatismus, Gut-und-Böse-Ideologien, Menschenverachtung und Gewaltphantasien Zuflucht zu suchen. Dem sollten Christen die Feindesliebe entgegensetzen. “Gottes Liebe gilt allen, auch denen, die zu Tätern wurden”, so die Kirchenleitung in Kiel. Deshalb sei die christlich-muslimische Begegnung und Zusammenarbeit zu verstärken.

Datum: 11.09.2002
Quelle: idea Deutschland

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