Gesundheit und Vertrauen - und Geld - machen Schweizer glücklich

Biel - Zerfallen die Werte der Schweizer? Für die Demoskopen des GfS-Forschungsinstituts ist die Antwort ein klares Nein. Denn Familie, finanzielle Absicherung, gute Bildung, Vertrauen und Gesundheit seien nach wie vor für Alt und Jung ausschlaggebend, um mit dem Leben zufrieden zu sein. Und den Schweizerinnen und Schweizern ist dies wie wenig anderen vergönnt. Das zeigt die Studie "Dem Glück in der Schweiz auf der Spur", welche das GfS-Forschungsinstitut im Auftrag der Zürich im April mit 853 Telefongesprächen mit 16- bis 76-Jährigen durchgeführt hat. Aus dem Pressetext:

"Jung und Alt, Frau und Mann sowie Arm und Reich sind sich einig: Es ist ein Glück, in der Schweiz leben zu dürfen. Unser Land wird von jeder Altersgruppe gleichermassen geschätzt und übt insbesondere auch auf die Jungen eine stark identitätsstiftende Wirkung aus. Keine Spur von Heimatmüdigkeit. Im Gegenteil: Nur gerade die 16- bis 36-Jährigen verspüren einen gewissen Drang zu Neuem und Unerwartetem, um glücklich zu sein. Dann aber wandelt sich der Schweizer definitiv zum Stubenhocker, der das Glück im Bestehenden und Erreichten sucht. Und er ist zufrieden mit dem, was er findet. Also blickt er der Zukunft optimistisch entgegen, vor allem, wenn er in der Deutschschweiz lebt und über ein hohes Einkommen verfügt. Einzig die Tessiner und die schlecht Verdienenden sind eher pessimistisch, was die Zukunft anbelangt.
Der Schweizer und die Schweizerin finden ihr Glück vor allem in konservativen, beständigen Werten. Wichtigster Glücksfaktor ist die Gesundheit, gefolgt von gegenseitigem Vertrauen, finanzieller Sicherheit, Natur, Freunden und Verwandten, Freizeit sowie Kindern, Ehe und Partnerschaft. Weniger wichtig für das persönliche Glück sind Sexualität, politische Mitbestimmung sowie Beruf und Arbeit. Auffallend ist, dass die Glücksfaktoren Gesundheit, Ehe und Partnerschaft, Verwandte und Freunde, finanzielle Situation und Freizeit für alle Altersgruppen etwa die gleich hohe Bedeutung haben. Mit anderen Worten: Die Schweizerinnen und Schweizer sind davon überzeugt, ihr Glück in der Zweisamkeit, im Privatleben und in einem guten Einkommen zu finden - vorausgesetzt, sie sind gesund.

Unterschiede zwischen den Altersgruppen ergeben sich hingegen bei den Werten Kinder, Sexualität, politische Mitbestimmung sowie Beruf und Alltag. Kinder sind ab Mitte 30 ein Thema, der Sexualität, dem Beruf und der Karriere messen vor allem die 25- bis 47-Jährigen Bedeutung bei, und die politische Mitbestimmung wird erst ab Alter 65 wirklich wichtig.
Kapriolen macht das Glück im Alter: Wer im Beruf erfolgreich war und viel verdient hat, den überrumpelt mit 65 der Pensionierungsfrust. Das Leben scheint seinen Sinn verloren zu haben, die Frage nach der Daseinsberechtigung drängt sich in den Mittelpunkt. Dafür sind nun diejenigen glücklich, die im Leben gelernt haben, kürzer zu treten. Mit den Jahren überwinden jedoch auch die Unglücklichen ihren Frust und sind dann zufrieden wie eh und je.

Wie die Studie zeigt, haben die meisten Schweizerinnen und Schweizer ihr Glück gefunden. Besonders zufrieden sind Verheiratete mit einem guten Schulrucksack und einem hohen Einkommen. Singles mit durchschnittlicher Bildung und tiefem Einkommen hingegen sind eher der Meinung, auf der Schattenseite des Lebens zu stehen. Auffallend ist, dass sich die Glücksstrategien der Schweizerinnen und Schweizer in den letzten 70 Jahren kaum verändert haben. Die Alten haben in ihrer Jugend die gleichen Ziele verfolgt wie die heutigen Jungen: Gesundheit, finanzielle Sicherheit, Partnerschaft und Kinder. Allerdings haben sich die heute 65-Jährigen bereits im Alter von 20 Jahren daran gemacht, eine Familie zu gründen. Heute lässt man sich rund 10 Jahre mehr Zeit. Nicht geändert hat sich hingegen die Tatsache, dass Frauen der Wickeltisch näher steht als Männern. Diese scheinen eher am Bürotisch aufzublühen.

Was würde nun die Schweizer noch glücklicher machen? Frieden auf der Welt, eine berufliche Veränderung und, wer's noch nicht hat, eine Partnerschaft und Kinder. Darin ist man sich hierzulande einig. Gleich wie bei den Glücksvorbildern: Sie kommen aus Politik und Sport und heissen Simon Ammann, Christoph Blocher, Martina Hingis, Adolf Ogi und Kaspar Villiger. Das Glück der Wirtschaftskapitäne hingegen strebt niemand an."

Bleibt den Schweizern nur noch ihr grösstes und konstantestes Glück wiederzuentdecken, welches im Glauben an Jesus Christus zu finden ist. Günstig, wertbeständig, von erster Qualität, gesunheitsfördernd, ökonomisch - alles glücklich imbegriffen! Happy End garantiert.

Die Studie des GfS-Forschungsinstituts wurde im Auftrag der Zürich erarbeitet, vor dem Hintergrund ihres Engagements an der Expo.02 mit dem Pavillon "Happy End - Auf den Spuren des Glücks" auf der Arteplage Biel.

Quelle: GfS

Datum: 25.07.2002

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