Familie

„Arbeitslos - wir sind verzweifelt!”

"Mein Mann (47) ist seit über einem Jahr arbeitslos. Er hat zig Bewerbungen geschrieben - ohne Erfolg. Die ganze Situation belastet unsere Familie seht: Er ist häufig schlecht gelaunt oder aber depressiv."


Bild: PixelQuelle.de

"Gerne würde ich ihm helfen oder Freunde darum bitten, ihn aufzumuntern. Doch es ist mir peinlich, wenn ich meine Gäste nicht mehr bewirten kann, weil wir dafür kein Geld haben. Dabei bräuchte mein Mann ganz besonders jetzt Unterstützung, damit er nicht noch tiefer absackt, sondern neuen Mut fasst. Was können wir bloss tun?"

Sie erleben eine sehr bedrückende und herausfordernde Zeit. Ist es für eine Frau schon schwierig, sich nicht gebraucht zu fühlen, so betrachten dies Männer oft als schiere Katastrophe! Es ist ihnen vielfach fremd, sich in bestimmten Lebensabschnitten neu orientieren und beruflich verändern zu müssen und darin auch eine - wenn auch schwierige - Chance zu sehen. Meist geht die Arbeitslosigkeit mit einer Kränkung. "Warum gerade ich?" und einer allgemeinen Müdigkeit einher - gerade wenn man mit um die 50 nicht mehr der Jüngste ist.

Eigenverantwortlich Probleme angehen

Dennoch ist es vorrangig Sache Ihres Mannes, diese Problematik unter die Füsse zu bekommen! Es dient ihnen beiden mehr, wenn Sie mit ihm klären, dass Sie ihn gerne - wo immer möglich - unterstützen, ihn aber ansonsten bitten, seine emotionalen, geistlichen und praktischen Schwierigkeiten nicht auf Kosten der Familie auszutragen, sondern eigenverantwortlich anzugehen. Hilfestellungen durch Arbeitsberatung, Gebetspartnerschaft, Seelsorge usw. sind möglich - doch es ist Ihr Mann, der diesbezüglich aktiv werden muss!

Wenn Sie vor der Arbeitslosigkeit regelmässig Besuch hatten, machen Sie damit weiter, indem Sie ohne grosse Bewirtung einladen (Salzstangen und Quarkdips passen selbst zum kleinen Geldbeutel)! Achten Sie auf sich selbst und die Kinder, dass sie "fit und fröhlich" bleiben und so für ihren Mann und Vater weiterhin ein positiver Ansporn sind! Suchen Sie sich eine regelmässige Gebetspartnerin, die ihnen Mut macht, Gott zu vertrauen!

Viel, viel, viel Geduld

Für Ihren Mann gilt, Bestehendes wie die Gottesbeziehung, Freundschaften und auch den Alltag mutig und treu zu betonen sowie die vertraute Arbeitsstelle bewusst loszulassen und nach neuen Möglichkeiten Ausschau zu halten. Dazu sollte er alle Hilfen ausschöpfen und viel, viel, viel Geduld aufbringen! Jede Durststrecke im Leben macht Not, bringt aber auch persönliche Reife und ein neues Verständnis für Menschen im selben Boot.

Autoren: Linda & Hans-Jörg Karbe, Eheberater


Quelle: Neues Leben

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige