«... da ist Ihr Herz»

Wohin fliesst Ihr Jahresgehalt?

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Julia Baumann (Bild: SNACK)
Kurz vor dem Passahfest veranstalten Freunde eine Party für Jesus. Dabei opfert eine Frau den Gegenwert eines kompletten Jahresgehaltes. Wie hätten Sie reagiert? Gedanken von Julia Baumann aus dem «SNACK Magazin».

Sechs Tage vor dem Passahfest machte Jesus einen Zwischenhalt in Bethanien. Bethanien heisst auf Deutsch «Armenhausen». Es war das Ghetto von Jerusalem. Zuhause bei Maria, Martha und Lazarus wurde Jesus voller Freude erwartet. Sie haben für ihn eine Willkommensparty vorbereitet. Martha bewirtete alle Gäste, während der vom Tod auferweckte Lazarus mit Jesus am Tisch sass.

«Ich hätte dieses Geld für etwas anderes ausgegeben»

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Maria trocknet Jesus' Füsse mit ihren Haaren ab.
Maria nahm plötzlich ein Gefäss mit einem Pfund Nardensalböl. Da es keine Öffnung hatte, musste es zerschlagen werden. Es war also für den einmaligen Gebrauch gedacht. Dieses Salböl hatte damals den Wert eines Jahresgehalts. Stell dir vor, das wären heute vielleicht 80'000 CHF (oder in Deutschland vielleicht rund 50'000 Euro)! Ich hätte dieses Geld für etwas anderes ausgegeben. Für was würdest du so viel Geld ausgeben? Kleider, Schmuck, Ferien oder für ein Auto?

Damals war es normal, dass man den Kopf der Gäste mit Öl salbte. Maria zerschlug das Gefäss, kniete sich vor Jesus hin und schüttete es nicht über seinen Kopf, sondern über seine Füsse! Dann nahm sie ihre Haare und trocknete damit die Füsse ab. Erinnerst du dich, wo sich die Geschichte abspielt? In Bethanien. Mitten in der Armut. Judas, der auch an der Party teilnahm, traute seinen Augen nicht. Ein Jahresgehalt über die staubigen Füsse?! Erstens könnte man das Geld armen Menschen spenden und zweitens sollte doch der Kopf und nicht die Füsse gesalbt werden! Wie hättest du reagiert?

Totale Hingabe

Maria verschenkt das Nardenöl, ihren Schatz, ein Jahreseinkommen. Sie nahm nicht ein Tuch, sondern brauchte ihre Haare, um die Füsse von Jesus zu trocknen. Das ist ein Ausdruck wahrer Liebe und totaler Hingabe.

Als ich meine Ausbildung abgeschlossen habe, wollte ich meine eigenen Lebenspläne durchsetzen. Ich merkte aber schnell, dass ich die komplette Regie meines Lebens Jesus abgeben und mich in das Reich Gottes investieren will. Ab diesem Zeitpunkt änderte sich mein Leben. Es gingen Türen auf, ich machte das Acts (eine Leiterschaftsschule in der Region Thun) und absolvierte danach ein Praktikum im BlessThun. Nun sind wir daran, diese Jugendbewegung in Solothurn aufzubauen (BlessSolothurn)...

Wie deine Umstände auch immer sind: Auch für dich lohnt es sich, Jesus alles hinzugeben. Ist es deine teure Uhr oder dein geliebtes Auto? Das sind alles nur irdische Schätze, aber die Liebe zu Jesus ist unbezahlbar!

Drei Fragen, die du dir stellen kannst:

1. Bist du bereit, alles hinzugeben?
2. Bist du bereit, ein Wohlgeruch für die Welt zu sein?
3. Gibt es Dinge, die dir wichtiger sind als Jesus?

Dieser Artikel erschien zuerst im SNACK Magazin. Die Veröffentlichung des Artikels ist ohne ausdrückliche, schriftliche Erlaubnis nicht gestattet.

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Datum: 30.12.2020
Autor: Julia Baumann
Quelle: SNACK Magazin

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