Xtramile – Firmen können ethisch handeln

Was Kofi Annan und andere Prominente wiederholt gefordert haben – nämlich mehr Verantwortung und Engagement der Wirtschaft für Benachteiligte dieser Welt – will der Schweizer Kommunikationsfachmann Peter Schäublin (Thayngen) zusammen mit Partnern mit einem neuartigen Konzept in die Praxis umsetzen.

Bürgerkriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen bedrohen diese Welt sehr real. Schäublin nimmt aber auch Rassismus, Hass, Beziehungsarmut und Vereinsamung wahr. Der herrschende Druck habe dazu geführt, dass viele nur für sich selbst sorgten und statt Solidarität ein Gegeneinander entstanden sei, gerade auch in der Wirtschaft.

Neue Solidarität …

„Wenn wir die Herausforderungen der Zukunft meistern wollen, müssen wir wieder ganz neu zueinander finden – und damit zur Bereitschaft, miteinander zu teilen“, stellt Schäublin, Inhaber eines Grafikateliers, fest.

Hier setzt Xtramilie, seine Idee an. Xtramile ist eine Marke, ein Label, das für zehn Schlüssel-Werte wie Akzeptanz, Rücksicht, Nächstenliebe, Hilfe und Grosszügigkeit steht. Den Namen Xtramile (Extrameile) leitete Schäublin von dem Rat ab, den Jesus Christus in der Bergpredigt gab: „Wenn einer von dir verlangt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann gehe zwei Meilen mit ihm!“ (Matthäus 5,41).

… aus der Bergpredigt

Schäublin setzt das so um: Internationale Firmen – und zwar aus jeder Branche jeweils exklusiv nur eine – können gegen eine Lizenzgebühr das Label „Xtramile“ mieten und das Gütesiegel „Xtramile“ in Marketing und Kommunikation einsetzen. Damit gewinnen beide Seiten: Die beteiligten Firmen verschaffen sich einen Imagevorsprung – und durch die Lizenzgebühren werden Mittel frei, mit denen Xtramile konkrete Hilfsprojekte finanzieren kann.

Wer die Xtramile-Idee unterstützen will, kann dies aber nicht nur als Partner, sondern auch als Botschafter oder Supporter tun. Botschafter können prominente Leute sein, die ein positives Statement zu XTRAMILE abgeben. Als Supporter können sich Firmen einsetzen, die Aktivitäten von XTRAMILE mit Vergünstigungen oder kostenlosen Leistungen unterstützen.

Schäublin dazu: „Wir müssen wieder neu lernen, grundsätzliche Werte wie Akzeptanz, Nächstenliebe, Hilfe, Grosszügigkeit usw. nicht nur von anderen zu erwarten, sondern auch selbst zu leben. Das beginnt im Verhalten von Mensch zu Mensch und muss sich im Verhalten von Körperschaften, Firmen und Regierungen fortsetzen.“ Seine Partner im Projekt Xtramile sind der Heilpädagoge und Pastor Ram Raj Bhalla, der Anwalt Werner Graf und der Unternehmensberater René Meier. Bhalla fungiert als Projektleiter des Vereins Xtramile, der später in eine Stiftung überführt werden soll. Wie er gegenüber Livenet erklärte, würden nur Projekte unterstützt, die die strengen Bedingungen von Xtramile erfüllen. Dies könnten sowohl eigene Projekte wie ein Waisenhaus in Indien sein, aber auch Projekte anderer Hilfswerke.

Noch steckt Xtramile in der Aufbauphase. Doch die Idee könnte ankommen. In einem ersten Treffen mit einem Vertreter eines Getränkekonzernshabe dieser grosses Interesse signalisiert, heisst es in Thayngen. Und Schäublin ist überzeugt: „Xtramile entspricht einem echten Bedürfnis der Wirtschaft. Diese Idee kann weltweit vieles bewegen.“

Webseite: www.xtramile.net

Datum: 11.09.2003
Autor: Fritz Imhof
Quelle: Livenet.ch

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