Nach ewigen Werten streben statt nach hoher Rendite

Hannover. Anstelle des Strebens nach möglichst hoher Rendite und sogenanntem “Shareholder Value” sollten sich christliche Unternehmer nach ewigen Werten ausrichten. Das hat der Schweizer Bau- und Immobilien-Unternehmer Jürg Opprecht (Bern) vor den 2200 Teilnehmern des Kongresses christlicher Führungskräfte in Hannover gefordert.

Zu ewigen Werten gehörten das Urvertrauen in den himmlischen Vater, die Bereitschaft, “Salz der Erde und Licht der Welt” zu sein sowie aus Liebe für Menschen Fürbitte zu tun. Entscheidend dürfe für Unternehmer nicht sein, wieviel Gewinn sie machen, sondern was sie mit ihrer Firma im Leben anderer Menschen bewirken. Wer zum Beispiel seinen Mitarbeitern Wertschätzung entgegenbringe, säe Segen. Geschäftsleute stünden in der Gefahr, in Klassen zu denken; sie seien jedoch dazu aufgerufen, ihre Mitmenschen unabhängig von ihrem sozialen Stand zu lieben.

Probleme so lösen, dass man sich nicht schämen muss

Christliche Geschäftsleute sollten “mit einer offenen Bibel und unter der Führung des Heiligen Geistes planen”. Als Unternehmer solle man zwei Autoritäten haben: zuerst Gott als Vorstandsvorsitzenden. Die tägliche Unterredung mit ihm im Gebet sei unverzichtbar. Ferner sei es hilfreich, einen Menschen als geistlichen Mentor zu haben, mit dem man über das eigene Leben sprechen könne. Opprecht forderte dazu auf, das Wort “Berufung” auf den eigenen Beruf anzuwenden. Schliesslich sollten alle Christen im vollzeitigen Dienst für Gott tätig sein. Jeder Christ müsse sich die Frage stellen, ob er Geschäftsmann sei, der auch noch Christ ist, oder Christ, der auch noch Geschäftsmann ist. Unternehmer seien es gewohnt, sich strategische Ziele und Jahres-Pläne zu erarbeiten. Sie sollten dabei nicht den Plan für die Ewigkeit vergessen. Opprecht riet, Probleme so zu lösen, “dass sie sich in der Ewigkeit nicht dessen schämen müssen, auch wenn die Lösung kurzfristig zum Nachteil gereicht”.

Geschäftskontakte christlich nutzen

Der Managementberater und Publizist Heinz A. Suter (Basel) empfahl christlichen Unternehmern, ihre Geschäftskontakte zu nutzen, um die biblische Botschaft auszubreiten. Vorbilder im Neuen Testament wie die Purpurhändlerin Lydia und die Handwerker Aquila und Priscilla hätten nach diesem Prinzip gehandelt. Daraus seien erste christliche Hausgemeinden entstanden. Darüber hinaus forderte Suter die Christen dazu auf, sich von unethischen Praktiken in der Wirtschaftswelt nicht anstecken zu lassen. “Wenn ich als Christ in der Wirtschaft integer und ehrlich bin, ist das ein Zeugnis für Gott.” Bei aller Notwendigkeit, schwarze Zahlen zu schreiben, bleibe doch die biblische Aufgabe, sich “Schätze im Himmel zu sammeln”.

Datum: 21.01.2003
Quelle: idea Deutschland

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