Was Gott Unternehmer einmal fragen wird

Frankfurt. Einen der höchsten Wirtschaftspreise, die man in Deutschland bekommen kann, hat am 11. November in der Frankfurter Paulskirche ein aussergewöhnlicher evangelischer Unternehmer bekommen: Prof. Jörg Knoblauch (Giengen bei Ulm). Er wurde mit dem Ludwig-Erhard-Preis ausgezeichnet, den die Deutsche Gesellschaft für Qualität als “Auszeichnung für Spitzenleistungen im Wettbewerb” vergibt.

Knoblauch ist Inhaber der Firmen tempus (Zeitplansysteme und Unternehmensberatung), drilbox (Computergehäuse und Werkzeugkassetten) und DISG (Methode zur Erstellung eines Persönlichkeitsprofils). Unter den diesjährigen Bewerbern um den Ludwig-Erhard-Preis war drilbox deutschlandweit am besten. Als ob die Leitung seiner Unternehmen nicht genügend Zeit beanspruchen würde, ist Knoblauch jede Woche auch für das Evangelium unterwegs. Er spricht regelmässig vor christlichen Wirtschaftsverbänden, gehört dem Vorstand des internationalen “Komitees christlicher Geschäftsleute” an und ist Motor der Arbeitsgemeinschaft für Gemeindeaufbau (AGGA).

Sind Christen schlechtere Unternehmer?

Dass der 53jährige mit dem Unternehmen “drilbox” nun so hoch dekoriert wurde, ist kein Zufall. In jungen Jahren stiess Knoblauch auf eine ihn erschütternde Studie: Sie belegt, dass von Christen geführte Firmen in der Regel nur durchschnittliche Leistung erbringen, oft sogar schlechtere als ihre nichtchristliche Konkurrenz. Das wollte er in seinem Unternehmen besser machen. Und zwar nicht nur aus sportlichem Ehrgeiz, sondern um des Evangeliums willen. “Die Amerikaner sagen, man muss sich das Recht erwerben, gehört zu werden. Das will ich durch eine exzellente Unternehmensleistung tun”, erläutert Knoblauch.

Gratis in den Fitnessclub

Die Firmenphilosophie ist in vieler Hinsicht ungewöhnlich. Ein “Bonbon” für Unternehmensangehörige ist beispielsweise, kostenlosen Eintritt in einen Fitnessclub zu bekommen und gratis frisches Obst am Arbeitsplatz zu erhalten. Der Effekt fürs Unternehmen: Die Mitarbeiter sind gesünder, fallen weniger aus. Sie erhalten übrigens auch eine Gewinnbeteiligung. Dass die Firma in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich gewesen ist, führt Knoblauch nicht zuletzt darauf zurück, dass sich regelmässig ein Kreis von Firmenangehörigen trifft, der für das Unternehmen betet.

Verantwortung vor Gott

Um auch andere christliche Unternehmer für ein “missionarisches Wirtschaften” zu gewinnen, hat Jörg Knoblauch zusammen mit idea den Kongress christlicher Führungskräfte ins Leben gerufen, der vom 16. bis 18. Januar in Hannover zum dritten Mal stattfindet. Dort kommen Menschen in verantwortlichen Positionen aus Wirtschaft, Kirche und Gemeinde zusammen, um voneinander zu lernen. Christliche Firmeninhaber müssen nach Knoblauchs Ansicht stets ihre Verantwortung vor Gott im Auge haben: “Gott hat Dir ein Unternehmen gegeben. Er wird Dich eines Tages fragen, was Du daraus gemacht hast.”

Mit Hilfsmitteln zu Lebensplanung, mit Zeitplansystemen und einer neuen Erfolgsmethode für mittelständische Unternehmen greift Knoblauch denen unter die Arme, die sich ebenfalls auf den Weg zur exzellenten Unternehmensführung machen. Sein Lebensmotto: ”Arbeite hart, bete intensiv, gib den Leuten eine Vision.”

Datum: 14.11.2002
Quelle: idea Deutschland

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