Nach Trauma-Serie

«Meine Tochter war drogensüchtig»

«Ich kam vor fünf Jahren durch die Drogenabhängigkeit meiner Tochter zum Glauben an Jesus», erinnert sich Kaz. Vorangegangen war eine sehr schwere Zeit. «Wir haben meine Mutter, meine Tante und die beste Freundin meiner Tochter verloren, alles innerhalb von drei Monaten.»

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Kaz (Bild: eternitynews.com.au)
Diese Serie traumatischer Ereignisse nagten an ihrem Mädchen: «Das war zu viel für meine Tochter. Sie wurde drogenabhängig ... und während ihrer Sucht habe ich mich um ihren Sohn gekümmert.»

Diese Zeit war unglaublich schwer. Kaz berichtet: «Mein Mann und ich haben uns plötzlich um einen dreijährigen Jungen gekümmert und gleichzeitig mein Einzelhandelsgeschäft in der Stadt geleitet. Und wegen meines Geschäfts wollte ich nicht, dass andere Leute von der Drogenabhängigkeit meiner Tochter erfuhren. Ich fühlte das Stigma der Drogensucht und wollte es niemandem erzählen. Irgendwann war ich so durcheinander, dass ich zum Arzt ging und ihm sagte, was los war.»

«Wir haben die Kontrolle nicht»

Dieser verwies sie an eine psychiatrische Klinik. «Das Hilfreichste war zu lernen, dass wir nicht kontrollieren können, was andere sagen, denken und tun. Das liegt nicht in unserer Verantwortung. Wir haben nicht die Kontrolle über die Sucht unseres geliebten Menschen. Es half mir auch, mich mit Diensten zu vernetzen, die ihr helfen würden, wenn sie dazu bereit sein würde.»

Sie habe auch nach einer Art Ruhe in ihrem massiven Sturm gesucht. «Meine Eltern waren Christen gewesen und hatten mich in die Kirche eingeladen, aber ich sagte immer nein. Ich sagte immer, das sei nicht mein Ding. Aber als ich mich nun um meinen Enkel kümmern musste, fing ich an, mit ihm zur Sonntagsschule zu gehen.» Die Kinderlieder dort gefielen Kaz sehr gut. «Sie waren ziemlich hip für christliche Musik. Ich ging nach Hause und suchte sie im Internet und setzte sie auf die Wiedergabeliste meines Telefons.»

Ein alter Bekannter

Dann ging sie selbst in eine christliche Gemeinde. «Als ich das erste Mal dort war, traf ich einen Herrn, der meine Eltern gekannt hatte. Er wusste alles über sie. Es war fantastisch! Dadurch fühlte ich mich meinen Eltern so viel näher. Aber im ersten Jahr tauchte überall, wohin ich ging, derselbe Vers auf: Es war Johannes 3, Vers 16. Dort steht: «Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.»

Kaz hatte diesen Vers bisher nie gehört. «Ich hatte die Bibel noch nie zuvor gelesen. Jedes Mal wenn ich den Vers sah, weinte ich. Gott zeigte mir, dass er mich liebt und dass er seinen Sohn Jesus für mich aufgegeben hatte.»

Wieder clean

Sie sei Gott sehr dankbar. «Er war die ganze Zeit bei mir, ich kannte ihn nur nicht. Mir ist auch klar geworden, dass Gott uns benutzt, um anderen zu helfen. Meine Reise mit der Sucht meiner Tochter hat mich mit so vielen Eltern in Kontakt gebracht, denen ich durch die Zeit der Sucht ihres Kindes helfen konnte resp. immer noch kann. Ich habe eine rote Couch im hinteren Teil meines Geschäfts, und die Leute kommen immer wieder dorthin, um ihre Geschichten zu erzählen. Mit Gottes Gnade bin ich in der Lage, ihnen zu helfen.»

Auch ihre Familie ist wiederhergestellt worden. «Meine Tochter ist jetzt seit drei Jahren clean. Wie erstaunlich ist es, Gott in meinem Leben zu haben!»

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Datum: 14.11.2020
Autor: Naomi Reed / Daniel Gerber
Quelle: Eternity News / Übersetzung Jesus.ch

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