Jürgen und Charlita Frölje

«Ohne Jesus gäbe es unsere Ehe schon lange nicht mehr»

Charlita Frölje muss den Haushalt, vier Kinder und Hausbau schmeissen, während ihr Mann Jürgen die ganze Woche unterwegs ist und arbeitet. Bald weiss sie nicht mehr weiter – Selbstmord scheint der einzige Ausweg…

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Jürgen und Charlita Frölje
Charlita Frölje ist verzweifelt: Während sie mit vier kleinen Kindern zu Hause sitzt und nicht nur Haushalt und Kinder versorgen, sondern auch noch im neu gebauten Haus fliesen, tapezieren und streichen muss, ist ihr Mann Jürgen von montags bis freitags wegen seiner Arbeit unterwegs und die wenige freie Zeit zuhause verbringt er in seinem Tonstudio im Keller. Sogar um den Lehrling muss Charlita sich kümmern.

Das Ziel: der Himmel

Bald ist sie am Ende ihrer Kräfte. «Ich konnte nicht mehr. Ich war so beladen von Sorgen und Wut auf Jürgen, Enttäuschung… Ich konnte damit nicht mehr umgehen.» Charlita sieht nur einen Ausweg: Selbstmord. Sie hat schon alles durchgeplant. Doch als sie, die eigentlich gar nicht religiös ist, beim Kochen mit Gott spricht und sagt: «Ich will zu dir nach Hause», passiert etwas Merkwürdiges: «Ich hörte in mir eine Stimme, die sagte: 'Du willst zu mir nach Hause? Hast du denn meine Gebote gehalten?' Ich sagte nur: 'Natürlich, ich habe niemanden umgebracht, niemanden betrogen, ich bin reif für den Himmel!'»

Aber dann hält sie inne: Wer hat da gerade gesprochen? War das Gott? Sie beschliesst, erst einmal die Bibel zu lesen, bevor sie sich umbringt, um sicherzustellen, dass sie auch wirklich im Himmel landet.

Im Herzen getroffen

Sei weiss gar nicht, wo sie bei dem dicken Buch anfangen soll, und schlägt es irgendwo auf – und genau das, was sie liest, beantwortet einige ihrer Fragen. In der Bibel wird sie mit vielem konfrontiert, etwa mit Gottes Liebe und seiner Vergebung. Ihr wird klar: Sie muss ihrem Mann vergeben.

Dann stolpert sie über die Worte von Jesus in Matthäus, Kapitel 11, Vers 28-29: «Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben.» Charlita erinnert sich: «Dieser Vers hat mich im Herzen getroffen. Ich hab mich hingekniet und gesagt: 'Hier bin ich. Ich bin so beladen mit Enttäuschung und Hass…' (…) Ich habe dafür um Vergebung gebeten und gesagt: 'Herr, ich komme zu dir.' Und von da an hat Gott mir geholfen und alle Enttäuschung und den Hass Stück um Stück von mir weggenommen.»

«Lieber Gott, lass die Firmen pleite gehen»

Doch Jürgens Lebensstil bleibt noch unverändert. Die beiden suchen zwar mit den Kindern Anschluss in einer christlichen Gemeinde, aber immer noch ist Jürgen nicht bewusst, dass seine Familie gar nicht an seinem Geld, sondern an ihm als Ehemann und Vater interessiert ist.

Bewusst wird ihm das erst, als sich die Arbeitssituation drastisch ändert. Seine Unternehmensberatung und die Verträge im Tonstudio gehen innerhalb weniger Tage den Bach hinunter. Jürgen erzählt: «Meine Frau hat gebetet, dass Gott doch meine Firmen pleite gehen lässt, damit ich nicht mehr ständig abwesend bin, und das Phänomen ist, dass beide Firmen innerhalb von einer Woche pleite waren. Das ist so was von unnatürlich, aber das ist mir nicht aufgefallen…» Seine ganze Welt bricht in sich zusammen. «Innerhalb von 48 Stunden bin ich vom Erfolgreichen zum Loser geworden.» Als er zu Charlita kommt und ihr sagt, dass die Katastrophe seines Lebens perfekt wäre, wenn sie ihn noch verlässt, antwortet sie nur: «Sei froh, dass ich an Gott glaube…»

Geheilt

In dieser Zeit entscheiden sie sich für eine Gemeinde, in der Jürgen sofort als Tontechniker zum Einsatz kommt, obwohl er zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wirklich an Gott glaubt. «Es war der erste Schritt in ein total neues Leben», weiss er heute.

Noch etwas Schwieriges haben sie zu bewältigen: Ihre fünfjährige Tochter leidet an einer sehr schweren Neurodermitis. Gerade erst hat der Arzt die Kortisondosis heraufgesetzt. Da hören sie von einem Gebetsabend, in dem auch um Heilung gebetet wird. Jürgen ist natürlich dagegen, aber Charlita lässt nicht locker und sie bringen ihre Tochter dort hin. Während und nach dem Gebet geschieht nichts. Aber am nächsten Morgen springt die Kleine ins Elternschlafzimmer und ruft: «Mama, Papa, alles weg!» Sie ist komplett geheilt. Jürgen ist sprachlos: Heilung gibt es doch nicht – aber hier ist sie. «Da musste ich einfach akzeptieren, dass Gott heilt, weil ich es in der eigenen Familie erlebt habe…» Jürgen ruft den Pastor der Gemeinde an und am Telefon übergibt er sein Leben Jesus.

«Zu dritt wird es richtig schön»

Nach und nach arbeiten die beiden ihre Ehe- und Familienprobleme auf. Heute, 18 Jahre später, arbeiten sie gemeinsam und sind viel unterwegs für und mit Gott. Jürgen rät: «Ich kann jedem empfehlen, der in einer Ehe ist und Probleme hat: Nehmt Gott mit in eure Ehe, nehmt Jesus mit rein – zu dritt wird es richtig schön! Wenn wir damals nicht Jesus gefunden hätten, dann würde es unsere Ehe schon lange nicht mehr geben.»

Hier erzählen Jürgen und Charlita Frölje ihre Geschichte:

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Datum: 28.01.2020
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Jesus.ch / Wunder Heute

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