Achtung, gefährlich!

Fünf riskante Mythen über die Ehe

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In Märchen wie in Filmen endet es meist dort, wo das eigentliche gemeinsame Leben losgeht. So kommt es, dass viele mit falschen Vorstellungen in eine Ehe gehen. Doch wer Mythen entlarvt, kann die Realität entspannt und fröhlich angehen...

Von klein auf glauben wir, dass es wohl nichts Schöneres gibt, als den richtigen Partner zu finden. Dass da draussen aber nicht nur Prinzen und engelsgleiche Wesen auf einen warten, sondern echte, fehlbare Menschen, das ist für viele dann doch überraschend. Falsche Hoffnungen bergen Enttäuschungen. Deswegen ist es wichtig, Illusionen auf die Spur zu kommen!

Mythos: Flitterwochen

Viele Paare setzen sich unter Druck, dass die Flitterwochen perfekt sein müssen. Nach dem rauschenden und monatelang geplanten Ja-Wort sollten nun auch Flitterwochen so romantisch sein wie im Märchen.

Fakt ist, dass viele Paare nach dem Hochzeitsmarathon erschöpft in die Flitterwochen starten und unterschiedliche Erwartungen an diese Zeit haben. Gerade während dieser Reise – wie auch im ersten Ehejahr – bleiben Konflikte nicht aus. Das ist aber noch lange kein schlechtes Zeichen! In einer Ehe muss erst das «wir» statt dem «ich» gefunden werden und das braucht manchmal etwas Zeit. Erwarten Sie nicht, dass die Flitterwochen die romantischste Reise Ihres Lebens werden. Sie sind der Beginn einer innigen Beziehung, nicht der Höhepunkt.

Mythos: Happy End

Der andere hat Ja gesagt, aber das ist nicht das «Happy End»! Wer sich jetzt zurücklehnt und den anderen für selbstverständlich nimmt, erstickt jegliches Feuer. Es ist wichtig, den eigenen Ehepartner immer wieder neu zu erobern, zu umwerben und wertzuschätzen. Verabreden Sie sich weiterhin zu zweit, planen Sie jede Woche einen romantischen Abend, den Sie abwechselnd für einander organisieren. Schenken Sie einander ungeteilte Aufmerksamkeit und überlassen Sie Ihre Beziehung nicht dem Zufall. Wer glücklich verheiratet bleiben will, muss sich immer wieder neu in seinen Partner verlieben können.

Mythos: Strafmass Ehe

«Auf ewig gebunden», «Lebenslänglich an der Leine», «Schluss mit der Freiheit» – im Hinblick auf die Ehe gibt es einige spassige Sprüche. Tatsächlich hat Gott die Ehe aber als Segen erdacht und nicht als Strafe. 1. Mose, Kapitel 2, Vers 18 beschreibt, wie die Ehe erfunden wurde: «Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.»

Unser individuelles Bild von Ehe hat einen grossen Einfluss darauf, wie wir sie ausleben. Statt die Beziehung zum Partner mit negativen Floskeln zu beschreiben, schauen Sie auf das, was positiv ist und sprechen Sie es auch aus: «Ich bin so dankbar für dich». Auch wenn Ehe immer wieder herausfordernd ist, kann sie dennoch ein grosser Segen sein.

Mythos: Die bessere Hälfte

Zu erwarten, dass der Partner einen komplett macht, ist eine Illusion. Natürlich kann einen der Partner anfangs sehr glücklich machen. Aber er kann weder alte Verletzungen heilen, noch unseren Gemütszustand dauerhaft auf Wolke Sieben halten. Gott allein versteht und kennt uns durch und durch. Wenn wir uns auf eine Beziehung mit ihm einlassen, werden wir heil und gewinnen eine Perspektive, die selbst in Krisen Hoffnung schenkt.

Mythos: Fehlentscheidung

Hören Sie auf zu glauben, mit jemand anderem wären Sie glücklicher. Wenn Sie von einem romantischen Ideal träumen, können Sie das Jetzt nicht geniessen. In jeder Beziehung gibt es Tage, die einen glücklich machen, und solche, die mühsam sind. Tatsächlich geht es in einer Ehe aber gar nicht darum, glücklich zu sein, sondern in guten wie in schlechten Zeiten zusammenzuhalten.

Sprechen Sie mit Ihrem Partner über die Dinge, die Sie sich anders wünschen und arbeiten Sie gemeinsam daran. Was ist Ihnen wichtig? Wo sind Ihre Erwartungen unrealistisch? Was können Sie diese Woche tun, um in Ihre Ehe zu investieren? Beten Sie miteinander und haben Sie Geduld miteinander. Es ist, wie ein Sprichwort sagt: «Die perfekte Ehe besteht aus zwei unperfekten Menschen, die sich weigern, einander aufzugeben.»

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Datum: 20.10.2018
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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