Beziehung statt Kampf

So klappt es mit den Schwiegereltern

Zoom
Laut Studie leiden 60 Prozent der verheirateten Frauen unter ihrer Schwiegermutter. Doch es gibt auch Paare, welche die Eltern des anderen als Bereicherung sehen. Wir haben Ideen, wie man die Beziehung zu seinen Schwiegereltern verbessern kann.

Eigentlich wollte man nur den Partner – die Schwiegereltern gab's noch obendrein. Mit einer völlig fremden Familienkultur, anderen Werten und Emotionen. Doch mit ein bisschen Geduld und viel Liebe kann sich eine Beziehung entwickeln, die bereichernd sein kann. Wir haben Ideen, wie das funktionieren kann.

Lernen Sie Geduld

Beziehungen kann man nicht erzwingen, sie wachsen langsam. Erwarten Sie nicht, dass die Eltern Ihres Partners Sie sofort in ihr Herz schliessen. Freundschaft braucht Zeit und Geduld. Akzeptieren Sie, dass Ihre Schwiegereltern völlig anders sind als Sie. Anders denken, anders handeln, anders fühlen und andere Erwartungen an die Familie haben. Versuchen Sie, die Eltern Ihres Partners so anzunehmen, wie sie sind. Und nehmen Sie sich auch die Freiheit, sich selbst treu zu bleiben und Sie selbst zu sein.

Glauben Sie das Beste über den anderen

Findet Sie Ihre Schwiegermutter wirklich unausstehlich? Können Sie ihr echt nichts recht machen? Wenn Sie die Wahl haben, hierauf zu antworten, gehen Sie immer vom Besten aus. Das verändert nicht nur Ihre Haltung dem anderen Gegenüber, sondern beeinflusst auch das Miteinander. Kommunizieren Sie liebevoll und direkt miteinander. Wenn Sie irritiert sind oder in einer Sache Klärung brauchen, fragen Sie nach. Aber gehen Sie immer davon aus, dass der andere Sie mag und Ihnen das Beste wünscht.

Legen Sie Ihren Stolz ab

Stolz und Liebe passen nicht zusammen. In dieser Familie sind Sie nun mal der Neuzugang, fügen Sie sich in diese Rolle. In der Bibel, in Lukas, Kapitel 14 erklärt Jesus einmal, dass es besser ist, einen niedrigeren Platz einzunehmen und dann befördert zu werden, als sich den besten Platz zu suchen und den wieder räumen zu müssen. Das gilt auch im Hinblick auf Schwiegereltern. Vergessen Sie nicht, dass diese Menschen Ihren Partner viel länger kennen als Sie, dass sie ihn gross gezogen und geprägt haben. Es gibt sicher Dinge, die Sie von ihnen lernen können. Begegnen Sie ihnen als Lernende.

Haben Sie Respekt

Eines der Zehn Gebote besagt, «Eltern zu ehren» - das gilt auch für Schwiegereltern. Bitten Sie Gott, dass er Ihr Herz verändert und Ihnen dabei hilft. Jemanden zu ehren, bedeutet, ihn zu respektieren, ihm Gutes zu wünschen, zuzuhören und auch: Schwierigkeiten lieber direkt zu klären, als darüber zu tratschen. Natürlich sind Ihre Schwiegereltern nicht perfekt. Werden Sie grosszügig im Bezug auf ihre Schwächen und Macken.

Vermeiden Sie spitze Bemerkungen 

Sarkasmus, Sticheleien, beleidigte Antworten oder spitze Bemerkungen zerstören Beziehungen und tragen nicht zur Konfliktlösung bei. Sprechen Sie lieber direkt an, was Sie stört. Die Bibel rät in Kolosser, Kapitel 4, Vers 6: «Redet mit jedem Menschen freundlich, aber scheut euch nicht, die Wahrheit zu sagen.»

Eine wunderbare Hilfestellung geben in solchen Situationen auch die Bibelstellen, in denen es um das Miteinander geht: Liebt einander, dient einander, ermutigt einander, vergebt einander, tröstet einander, betet füreinander...

Pflegen Sie die Beziehung

Beziehungen wachsen nicht von allein, man muss es schon wollen. Fangen Sie an, die guten Seiten Ihrer Schwiegereltern zu sehen und seien Sie dankbar dafür. Wie können Sie die Eltern Ihres Partners wertschätzen? Welche Gaben haben sie, von denen auch Sie profitieren? Wo können sie Ihnen Rat geben?

Wenn bislang wenig Verbindung besteht, dann ergreifen Sie die Initiative für gemeinsame Treffen und Aktivitäten. Warten Sie nicht auf spezielle Gelegenheiten, sondern schaffen Sie sie. Zeigen Sie, dass Sie Interesse an einer Beziehung haben – ohne zu viel zu erwarten.

Zum Thema:
Mutterliebe: Eine grossartige Idee Gottes
Die Eltern hassen?: Es gibt Wichtigeres als die Familie
Tipps, die Jahrtausende überdauert haben: Wie wahre Liebe gelingen kann

Datum: 29.05.2018
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige