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Ich kann mich nicht entscheiden!

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Das Leben fordert Entscheidungen und für das was man macht (oder nicht macht), müssen wir Verantwortung übernehmen.
Das Leben ist voller Entscheidungen. Viele passieren täglich und sind am nächsten Tag vergessen, andere haben eine Tragweite, die wir kaum überblicken. Manche Menschen können sich leicht entscheiden, andere haben grosse Mühe damit. Warum haben Menschen Probleme, sich zu entscheiden?

Jenseits der konkreten Frage, um die es im Einzelfall geht, gibt es Strukturen in uns, die es uns schwer machen, Entscheidungen zu treffen: Es kann sein, dass jemand eine Sache möglichst gut und richtig machen will. Er spürt, dass er mit seiner Entscheidung ein Risiko eingeht, und er fürchtet, dass er sich vielleicht nicht optimal entscheiden könnte. Die Angst vor Fehlern oder Versagen lähmt ihn.

Auch Abwarten ist eine Entscheidung

Damit hängt eng zusammen, dass Menschen sich möglichst alle Möglichkeiten offen halten; auch hier steht oft Angst dahinter; und zwar die Frucht, dass mit einer Entscheidung andere Möglichkeiten ausschliesst. Im Extrem warten solche Menschen ab, um keine Möglichkeit auszuschliessen und entscheiden sich nicht. Aber auch Warten ist in vielen Fällen eine Entscheidung, weil auch Warten Konsequenzen hat und die Situation verändert.

Entscheidung ist immer ein Risiko

Entscheidungen bedeuten immer ein Risiko, weil man nicht alle Optionen und Wege überblicken kann. Entscheidungen sind Wagnisse, die zum Leben gehören. Oft lässt sich erst im nachhinein, manchmal sogar selbst dann nicht, erkennen, ob eine Entscheidung gut war oder nicht. Wer sich entscheidet, übernimmt Verantwortung, auch und gerade dann, wenn es nicht so läuft wie erhofft. Es gilt: Ja, man kann auch Fehler machen - das gehört dazu.

Zwei Seelen in der Brust

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Oft lässt sich erst im nachhinein, manchmal sogar selbst dann nicht, erkennen, ob eine Entscheidung gut war oder nicht.
Manchmal ist es auch so, dass wir mit uns selbst uneins sind. Zum einen ist man für und dann auch wieder gegen eine bestimmte Sache oder einen Weg. Das kann so sein, dass man sogar von einer Gespaltenheit sprechen kann, und das keineswegs in einem krankhaften Sinn. Aus der Literatur kennen wir den Satz: „Zwei Seelen ach in meiner Brust!" Das lässt sich dann nur lösen, indem man diese unterschiedlichen Positionen nachgeht und sie miteinander abwägt; nicht nur als Pro und Kontra, sondern in dem man auch fragt, welche Überzeugungen hinter den unterschiedlichen Einschätzungen stehen. Das kann sehr erhellend sein. Wenn man sich dazu Zeit nimmt, kann es sein, dass man aus einer Gemengelage zu einer echten Entscheidung kommt, hinter der man auch stehen kann.

Das Leben erfordert Entscheidungen, dazu braucht es Mut und die Bereitschaft, für das was man macht (oder nicht macht), Verantwortung zu übernehmen. Das kann man lernen - durch üben und Geduld mit sich selbst!

Datum: 06.07.2009
Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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