Subjektive Gefühle

«Ich fühle mich minderwertig»

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Wir Menschen sind auf unser soziales Umfeld angewiesen.
«Seit ich denken kann, kann ich nichts und bin auch nichts. Schon als Kind hatte ich keinen Anschluss an meine Altersgenossen. Heute sieht es nicht viel besser aus. Ich werde nicht akzeptiert und erhalte auch keine Anerkennung. Was kann ich bloss tun?»

Etliche Menschen erleben die von Ihnen beschriebene Situation. Dabei können die Ursachen sehr unterschiedlich sein. Bei dem einen kann es sich um eine Identitätskrise handeln, bei dem anderen um Minderwertigkeitsgefühle und den Verlust von Anerkennung.

Äussere Faktoren

In vielen Fällen spielen äussere Faktoren eine Rolle, die nicht zu ändern sind wie zum Beispiel organische oder auch biologische Minderwertigkeiten (Kleinwuchs u. a.). Soziale Minderwertigkeit entsteht dort, wo unterschiedliche Gesellschaftsformen aufeinandertreffen und Bildung und Besitz Menschen in Klassen aufteilen.

Am leichtesten kann man der erworbenen und damit eingebildeten „Minderwertigkeit“ entgegenwirken. Denn hier hat vieles schlicht mit unserem Denken zu tun, in dem es immer wieder zu einem Widerspruch zwischen der eigenen Vorstellung und der Wirklichkeit kommen kann.

Falsche Einstellung

Minderwertigkeit ist in erster Linie ein Gefühl. Und weil Gefühle stets subjektiv sind, beruhen Minderwertigkeitsgefühle meistens auf einer falschen Einstellung zu sich selbst. Ursache dieser subjektiven Einschätzung ist der Vergleich mit anderen. Da aber der Betroffene auf sich alleine gestellt ist, ist er Angeklagter, Ankläger und Richter in einer Person, was wiederum eine objektive Beurteilung der Situation unmöglich macht.

Das ist einer der Gründe, weshalb wir als Menschen auf unser soziales Umfeld angewiesen sind, das uns die notwendige Anerkennung und auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit vermittelt.

Anerkennung schenken lassen

Suchen Sie sich darum Menschen, die Ihnen Anerkennung schenken und die auch Sie aufrichtig anerkennen und wertschätzen. Man findet sie in aller Regel zunächst in der Familie und im Freundeskreis, aber auch unter Arbeitskollegen oder im Verein. Sicher, nicht überall werden Sie die entsprechende Resonanz finden. Lassen Sie sich dennoch nicht entmutigen.

Wir brauchen andere, um uns gesund zu entfalten. Und auch wir dürfen immer mehr lernen, anderen unsere Anerkennung und Wertschätzung mitzuteilen. Der eigentliche Wert unseres Lebens aber steht unveränderlich fest durch den, der uns geschaffen und in Jesus Christus erlöst hat: Gott selbst.

Mehr über Gott erfahren: Die Tour


Autor: Peter Schulte
Quelle: Neues Leben

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