Die innere Stimme

«Ich kann mir nicht vergeben»

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Unser Gewissen spricht als innere Stimme mit uns über unser Versagen.
«Ich weiss, dass auch Menschen, die eine Beziehung zu Gott haben, nicht perfekt sind und in ihrem Leben Fehler machen. Trotzdem grüble ich tagelang darüber nach, wenn mir Fehler unterlaufen, und mache mir Vorwürfe. Anderen zu verzeihen, fällt mir nicht schwer, aber wenn ich selbst etwas falsch mache, komme ich nicht darüber hinweg. Was kann ich tun, um mir selber besser vergeben zu können?»

Es ist eine Sache, theoretisch zu wissen, dass man auch als Christ immer wieder Fehler im Leben machen wird – damit zu leben und sich selbst Gnade zuzugestehen, ist jedoch eine völlig andere.

Innerer Dialog

Wenn wir merken, dass wir einen Fehler gemacht haben, entwickelt sich automatisch ein innerer Dialog in uns, in dem unser Gewissen als innere Stimme mit uns über unser Versagen spricht. Diese Stimme äussert sich – je nach Prägung, Erziehung, Glaubenseinstellung etc. – völlig unterschiedlich. Sie kann uns verdammen, niedermachen, das geschehene Unrecht bagatellisieren oder uns ermutigen, Dinge in Ordnung zu bringen und neu anzufangen.

Und obwohl wir inzwischen erwachsen sind, lebt in uns ein Teil des Kindes von früher weiter, inklusive dem, was wir damals gelernt und erfahren haben. Haben wir von unseren frühen Bezugspersonen (Eltern, Grosseltern, Lehrer u. a.) viel Ermutigung bekommen, fällt es uns in der Regel nicht schwer, uns selbst und auch anderen zu vergeben. Sind wir jedoch in einem Umfeld aufgewachsen, wo man keine Fehler machen durfte und es wenig echte Gnade gab, fällt es uns viel schwerer.

Wer spricht eigentlich?

Achten Sie einmal darauf, wenn Ihr innerer Dialog in Gang kommt, wer da eigentlich spricht, Sie verurteilt und verdammt. Welche Stimme hören Sie, die Sie ständig anklagt und verdammt? Gottes Stimme kann es nicht sein. Natürlich möchte er, dass wir über Fehler Busse tun, aber mit dem Ziel, uns gnädig zu sein, uns zu vergeben und auf neue Wege zu führen (siehe die Bibel, 1.Johannes, Kapitel 1, Vers 9).

Wahrheit entgegenhalten

Erst wenn Sie diese fortdauernd anklagenden Stimmen als falsch entlarvt haben, können Sie ihr die Wahrheit entgegenhalten und sie in ihre Schranken weisen. Es wird ein wenig dauern, bis Sie wirklich umdenken können und die negativen Gedanken verschwinden – Sie haben sie schliesslich über Jahre gelernt. Wenn Sie aber diese Schritte gegen, werden Sie merken, wie sich mit der Zeit besser vergeben lernen.

Autorin: Inge Frantzen


Quelle: Neues Leben

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