Grenzen setzen für das Wesentliche

„Ich stehe zu mir”

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Zu sich stehen, mal Nein sagen, will gelernt sein. Wenn Sie immer verfügbar scheinen, zu allem "Ja und Amen" sagen, täuschen Sie sich und andere: Niemand hat unbegrenzt und für alles Zeit! Es ist wichtig, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren und anderen Grenzen zu setzen.

Wie kann es Ihnen besser gelingen, zu sich zu stehen:

1. Vertrauen Sie darauf, selber am besten beurteilen zu können, was Sie von sich erwarten dürfen und was nicht!

2. Planen Sie, wie viele Pflichten und Aufgaben Sie in welchem Zeitraum erfolgreich durchführen können!

3. Sprechen Sie Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse aus, sonst bringen Sie sich und andere um die Chance einer klaren Entscheidung! Jeder hat ein Recht auf seine Bedürfnisse, aber nicht immer einen gleichzeitigen Anspruch auf deren Erfüllung.

4. Achten Sie auf Ihre Angst, andere könnten schlecht von Ihnen denken, sobald Sie sich weigern, auf deren Wünsche einzugehen. Sie laufen sonst Gefahr, sich schuldig zu fühlen, wenn Sie sich "weigern zu helfen". Andere erhalten dadurch "Weisungsbefugnis" über Sie.

Umgekehrt heisst zu sich zu stehen für jene, die "zu gut" Nein sagen können, dass sie lernen, "Ja" zu sagen. Indem man sich einbringt, wächst und reift die Persönlichkeit. Gottes Auftrag "Dient einander!" wird missbraucht, wenn in Gemeinschaften immer mehr Menschen immer weniger tun, und immer weniger immer mehr.

Autor: Andreas Zimmermann, Psychologe und therapeutischer Seelsorger


Quelle: Neues Leben

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