Jesus und die Sorgen

„Ich sehne mich nach einem sorgenfreien Leben“

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"Ich möchte keine Sorgen mehr haben"
Seit ich mich erinnern kann, hatte ich stets Sorgen. Kaum war eine Sache erledigt, folgte schon das nächste Problem. Wie schön wäre es, wenn wir ein sorgenfreies Leben hätten. Wie könnte ich meine Sorgen im Alltag reduzieren?

Sorgen sind ein Teil des Lebens. Das wäre ein wirklicher Genuss: Keine Sorgen, keine Ängste, keine Belastung. Manchmal gelingt es einem sie zu verscheuchen, doch dann kehren sie wieder zurück. Im Alltag versucht jeder damit fertig zu werden. Aber selbst wenn man sein Leben noch so gut plant, gelingt es selten, alle Sorgen wegzuplanen. Sorgen stellen sich meist unverhofft ein.

Keine Sorgen auf Vorrat

Wie aber kann ich leben, ohne dass mich die alltäglichen Sorgen auffressen und am Leben hindern? Jesus gab in seiner Bergpredigt folgende Antwort: Sorgt nicht für morgen; es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.

Zudem sorgt man sich auch unnötig: Laut einer Umfrage konzentrieren sich die Sorgen eines Durchschnittsbürgers zu 40 Prozent auf Dinge, die nie passieren werden und zu 30 Prozent auf etwas was in der Vergangenheit passiert ist, und sowieso nicht mehr geändert werden kann.

Jesus und die Sorgen

„Macht euch keine Sorgen um euer Leben, ob ihr etwas zu essen oder zu trinken habt, auch nicht um euren Leib, ob ihr etwas anzuziehen habt! Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung! Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte – aber euer Vater im Himmel sorgt für sie. Seid ihr nicht mehr wert als sie? Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen Tag verlängern?

Jesus redet hier die Sorgen nicht einfach weg, so als ob sie nicht da wären. Mit seiner kleinen Geschichte will er auch kein idyllisches Bild malen: Seht mal, wie einfach es die Vögel im Himmel haben. Jesus hinterfragt hier die Sorgen. Wie reagieren wir am Arbeitsplatz, bei Geldmangel oder in Beziehungen?

Gott vertrauen

Warum aber dieser Unterschied zwischen den Aussagen der Bibel und unseren Erfahrungen? Vermutlich liegt es an den Rahmenbedingungen. Wer sich bereit erklärt, sich um die Dinge Gottes zu kümmern, das heisst seine Bestimmung im Glauben findet, der hat auch die wenigsten Sorgen. Gott kümmert sich um den Rest. Menschlich gesehen denken wir, dass niemand für uns sorgen wird, wenn wir uns nicht selbst um unsere Bedürfnisse kümmern. Gott möchte, dass wir gerade das Gegenteil glauben! Er fordert uns auf, ihm zu vertrauen. Das beste Rezept gegen Sorgen ist – Gott zu vertrauen.

Herr, Du kennst meine Sorgen

Du weisst, wie ich mir den Kopf zerbreche
über Dinge, die ich selbst nicht in der Hand habe.

Das meiste im Leben kommt anders,
als ich es mir vorgestellt habe.
Die vielen Sorgen
machen mir das Leben nur schwer.

Herr, befreie mich
von meinen quälenden Sorgen.
Hilf mir, gelassener zu werden,
mich darauf zu verlassen,
dass Du für mich sorgst -
jeden Tag neu!

Aus: Ceelen Petrus/Carlo Carretto, Ehrlich vor Gott, Freiburg 1981

Mehr zum Thema: „Keine Macht den Sorgen“

Datum: 11.04.2006
Autor: Bruno Graber
Quelle: Livenet.ch

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