Tipps fürs Zeitmanagement

Zeit – die wichtigste Ressource meines Lebens

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Zeitmanagement ist das Einfachste der Welt. Sie glauben das nicht? Doch, ist so. Sie müssen in jedem Moment Ihres Tages nur eine einzige Frage beantworten: Beschäftige ich mich im Moment mit der Aufgabe, die langfristig die für mein Leben wichtigsten Ergebnisse bringt? Wenn nicht, tun Sie etwas anderes. Problem gelöst.

Nun sehe ich Sie etwas verstört vor diesen Zeilen, weil sich sofort eine gewaltige neue Frage auftürmt: Was sind denn die wichtigsten Ergebnisse für mein Leben? Und das ist eine sehr gute Frage – vielleicht die beste, die Sie überhaupt stellen können.

Langfristige Prioritäten im Blick behalten

Oft sind wir in unserem Zeitmanagement nur reaktiv. Wir reagieren auf Anweisungen und Herausforderungen von aussen. Ein Schüler steht vor der Matheprüfung am nächsten Tag und weiss, dass er dazu noch ein paar Übungsaufgaben lösen muss. Eine Mutter hört ihr Baby schreien – sie muss nicht darüber nachdenken, wer jetzt Priorität hat. Eine Sekretärin bekommt eine dringende E-Mail von ihrem Chef und weiss, dass sie das schnell abarbeiten muss. So weit, so normal und gut.

Die Kunst ist, über diesen Alltagshorizont hinauszudenken. Eine Vision zu entwerfen, wohin sich unser Leben entwickeln soll. Langfristige Ziele auszuarbeiten. Dem Schüler hilft es, über seinen künftigen Beruf nachzudenken – und mit welchen Noten er seinem Traum näher kommt. Die Mutter überlegt schon, was sie für ihr Baby tun kann, damit es optimal aufwächst und sein Potenzial später einmal voll ausschöpfen kann. Und die Sekretärin weiss, dass sie sich laufend weiterbilden sollte, um auf dem Arbeitsmarkt mitzuhalten.

Zeitmanagement kann deshalb nur gelingen, wenn wir eine klare Vorstellung davon haben, was uns langfristig wirklich wichtig ist.

Ehepartner wichtiger als der Chef

Die langfristige Sicht bestimmt unsere Prioritäten. Ein Beispiel: Der Ehepartner muss immer wichtiger sein als der Chef im Unternehmen. Denn wenn ich in Not gerate, etwa wegen einer Krankheit, dann muss ich mich auf meine Familie verlassen können – der Chef wird dafür «keine Zeit» haben. Leider riskieren viele Menschen für ihre Karriere ihre Beziehungen. Doch welche Beförderung ist eine Scheidung wert? Darüber sollten wir nachdenken. Nun noch ein paar praktische Tipps für Ihr Zeitmanagement:

1. Ziele
Schreiben Sie für verschiedene Lebensbereiche auf, was Sie erreichen wollen. Dazu gehören Ihre Beziehungen, Ihre Gesundheit, Ihre berufliche Entwicklung, Ihre allgemeinen Lebensziele. Welches Erbe wollen Sie hinterlassen? Zugegeben, das ist der schwierigste Teil beim Zeitmanagement. Aber wenn Sie nicht vom Ende her denken, werden Sie sich im Alltagswahnsinn unweigerlich verzetteln und nicht an Ihren Zielen arbeiten, sondern an den Zielen anderer.

2. Überschaubare Zeiträume
Brechen Sie diese Ziele nun herunter auf überschaubare Zeiträume. Was wollen Sie auf dem Weg zu Ihren Lebenszielen innerhalb der nächsten sieben Jahre, was innerhalb eines Jahres erreichen?

3. Wochenplan
Als wirksames Instrument hat sich der Wochenplan erwiesen. Überlegen Sie  sich sonntags, was Sie in der vor Ihnen liegenden Woche erreichen wollen. Entscheidend ist dabei, dass Sie alle wichtigen Lebensbereiche einplanen. Es geht also nicht nur um den Bericht, den Ihr Chef braucht. Es geht auch darum, wann Sie Zeit mit Ihrem (Ehe-)Partner verbringen, wann Sie etwas Sport treiben und wieviel Zeit Sie Fragen des Sinns und Ihres Glaubens einräumen. Nur so können Sie ein ausbalanciertes Leben führen! Man kann sich nicht an jedem Tag gleichermassen allen wichtigen Lebensbereichen widmen. Aber was nicht einmal wöchentlich in Ihrem Zeitplan auftaucht, das ist für Sie nicht wirklich wichtig.

Christen glauben, dass sie ihr Leben von Gott empfangen haben – und damit auch ihre Zeit. Sie fragen zuerst danach, was Gott aus ihrer Zeit machen möchte. Dazu kann zweifellos Karriere, Familie und Sport gehören. Doch der Schöpfer erweitert unseren Horizont auch zu den Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Wenn Sie diesen Glauben teilen, wird er auch in Ihrem Wochenplan Niederschlag finden.

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Marcus Mockler
Zum Autor

Marcus Mockler, Jahrgang 1965 ist Journalist und Bestsellerautor zu den Themen Zeit- und Lebensplanung. Der verheiratete Vater von acht Kindern lebt in Baden-Württemberg. Mit seiner Frau Susanne engagiert er sich für starke Ehen (www.geliebtes-leben.de).

Dieser Artikel stammt aus der Verteilzeitung der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) zum Thema «Zeit». Hier können Sie sie lesen, bestellen und eine Dorfpatenschaft abschliessen.

Zum Thema:
Tipps gegen Zeitmangel: «Ich habe keine Zeit»
«Keine Zeit»: Machen Sie eine Standortbestimmung

Datum: 30.12.2016
Autor: Marcus Mockler
Quelle: SEA / Viertelstunde für den Glauben

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