Masshalten – Teil 3

Dein Verzicht kann andere beschenken

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Den Lebensstil zu mässigen ist gesund und für unsere Gottesbeziehung förderlich. Es setzt Ressourcen frei, wenn man sich bei Konsum, Vergnügen und Engagement zurückhält. So kann man zum Beispiel anderen besser dienen.

Im Überfluss zu leben bedeutet nichts anderes, als mehr zu haben, als wir selbst brauchen. Ein Überfluss an Freude steckt andere an. Ein Überfluss an finanziellen Mittel lässt andere am eigenen Besitz teilhaben. Und ein Überfluss an Zeit kann sich in andere Menschen investieren.

Viele denken, dass Überfluss bedingt, selbst sehr viel zu haben. Das stimmt nicht. Oft sind es gerade ärmere Leute, die schnell in die Tasche greifen, um das zu teilen, was sie gerade übrig haben. Im Überfluss zu leben ist eine Einstellung. Mit anderen Geld, Zeit, usw. zu teilen führt zu einem Leben der Hingabe und grosser Freude. Plötzlich ist der Verzicht, sich selbst Gutes zu tun, nicht mehr (nur) ein Opfer, sondern vor allem eine Chance, anderen in der Liebe Gottes dienen zu können. Interessanterweise machen uns dann auch die «Geschenke» an uns selbst mehr Freude als zuvor.

Meine Wünsche und Gottes Wünsche

Oftmals werden meine Wünsche dem Dienen für Gott gegenübergestellt. Es gilt dann die Balance zwischen dem persönlichen Vergnügen und dem Dienst zu finden. Was geschieht aber, wenn Gottes Wünsche unsere Herzen derart berühren, dass sie zu unserer eigenen Leidenschaft werden? Wir stellen uns nicht mehr selbst zurück, sondern freuen uns über Gottes Geschenke, die wir voller Dankbarkeit teilen und geniessen können. Wir freuen uns, ein Segen für andere Menschen zu sein. Masshalten ist ein Schlüssel. Es gilt, den eigenen Konsum und die eigenen Aktivitäten zu mässigen. Die freigewordenen Ressourcen stellen wir Gott zur Verfügung und staunen, was er für uns bereithält.

Mit anderen teilen

Jesus sagte: «Wer zwei Hemden hat, soll dem eins geben, der keines besitzt.» (Lukasevangelium, Kapitel 3, Vers 11)

Diese einfache Anweisung ist ein Rezept zum Leben im Überfluss. Finanzen, Fähigkeiten, Zeit oder Lebenserfahrung: Dies alles sind Dinge, von denen jemand profitieren kann. Wenn wir von etwas mehr besitzen, als wir zum Leben brauchen, hat Gott uns damit ein Werkzeug gegeben, anderen Gutes zu tun. Teilen ist die göttliche Alternative zum Streben nach immer mehr persönlichem Besitz und Vergnügen. Und wir werden erstaunt sein, auf welch kreative Weise uns Gott segnen wird, wenn wir bereit sind, andere an diesem Segen teilhaben zu lassen.

Zum Thema:
Masshalten – Teil 1: Das Streben nach immer mehr
Masshalten – Teil 2: Der Weg zu innerer Ruhe
Sich vom Geiz trennen: Erbsenzähler leben nicht besser

Datum: 30.10.2016
Autor: Markus Richner-Mai
Quelle: Livenet

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