Glaubenstest

Jesus und der Proviant

In jedem Ausdauerwettkampf gilt es, die Kräfte richtig einzuteilen und mit zeitigem Kalorien-Nachschub eine Schwäche zu verhindern. Da löst eine Anweisung von Jesus Kopfschütteln aus.

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Jesus schickte seine Jünger mit leeren Händen auf die Reise.
Für eine lange Wanderung rüsten wir uns und packen Wegzehrung ein. Ohne kräftigende Nahrung ist ein Hungerast, ein Einbruch vor dem Ziel absehbar. Wie kommt Jesus auf die Idee, seine Nachfolger ohne Proviant und Portemonnaie auf eine Predigttour zu schicken?

«Weder Brot noch Geld»

Genau das scheint der Sinn seiner Anweisung zu sein: «Nehmt nichts mit auf den Weg, weder Stab noch Sack, weder Brot noch Geld, noch sollt ihr ein zweites Kleid haben» (Die Bibel, Lukasevangelium, Kapitel 9, Vers 3). Ist das nicht total unvernünftig? Sollten sie nicht auf die Botschaft fokussieren können, ohne materielle Sorge, mit genug Geld im Beutel und einem Koffer mit Ersatzkleidern?

Ganzheitliches Ja zu Jesus

Die Jünger des Wanderpredigers Jesus haben sich auf seine Lebensweise eingelassen. Er hat sie gerufen, bei ihm zu sein, und sie haben Ja gesagt. Nun sendet er sie temporär weg, damit sie das Reich Gottes an weiteren Orten verkündigen und – als Zeichen seines Kommens – die Kranken heilen. Sie erhalten die Vollmacht, Krankheiten zu heilen und Besessene von Dämonen zu befreien – etwas, wovon ihre Landsleute nur träumen können (Lukas 9, Vers 1 und 2).

Ressourcen aus dem Himmel

Bei Jesus sind Lebensweise und Botschaft nicht zu trennen. Das Reich Gottes ist gerade das, was Menschen nicht machen, nicht aus ihren Kräften bestreiten können. Es ist, so der andere Ausdruck, das «Reich der Himmel». Und wer es ankündigt, der soll nicht mit seinen irdischen Ressourcen auftreten, sich gerade in dieser Übungsphase nicht auf sie verlassen, sondern in Abhängigkeit von Gott selbst leben.

Abhängig

Jesus sagt voraus, dass die Botschaft Türen öffnet. Es wird Menschen geben, die die Prediger einladen: «Wo ihr in ein Haus eingekehrt seid, da bleibt, und von dort zieht weiter» (Lukas 9, Vers 4). Auch den anderen Fall wird es geben: Orte, in denen eine Front der Ablehnung ihnen keine Wahl lässt. Ihren Staub sollen sie beim Verlassen von den Füssen schütteln.

Auf die Kräfte der kommenden Welt setzen

In der Anweisung von Jesus liegt eine Wahrheit fürs geistliche Leben: Materielle Sicherheiten dürfen der Offenheit für das, was Gott tun will, nicht im Weg stehen. Die Männer von Jesus trainieren existentiell, Gott für sich sorgen zu lassen, wenn sie seine Botschaft in die Dörfer tragen.

Wie ein Keim steckt in den Worten von Jesus auch die Vorschau auf den Tag, an dem das Reich Gottes in überweltlicher, überwältigender Kraft kommt. Dann brauchen wir all unsere Kraftriegel nicht mehr, dann wirken die Kräfte der kommenden Welt (Hebräerbrief 6, Vers 5).

Buch zum Thema:
Randy Alcorn: Geld, Besitz und Ewigkeit


Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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