Frage zum Christsein

Wie viel Glaube ist nötig?

Christen werden auch Gläubige genannt. Sie glauben an Jesus und dass er nicht nur vor 2‘000 Jahren lebte, sondern dass er Gottes Sohn ist und heute lebt. Aber wie wird man ein Gläubiger? Wie viel Glaube braucht es um ein Christ zu sein?

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Es gibt kein objektives Mass von Glauben, dass Jesus von einem Menschen erwartet oder einfordert; so als könne man eine bestimmte Menge Glauben abwiegen und auf Anfrage bereit stellen.

Denkbar klein

Zu Recht weisen manche beim Thema «Glauben» darauf hin, dass Jesus gesagt hat, dass die Grösse des Glaubens nicht entscheidend ist. Jesus sagte, dass selbst ein Glaube, der so klein wie ein Senfkorn sein mag, Wunder bewirken kann. Und so ein Senfkorn ist nun wirklich denkbar klein, nicht grösser als ein Millimeter!

Manche denken beim Glauben an die vielen Dinge, die in der Bibel stehen, aber auch an zahllose christliche Regeln. Sie stellen sich die Frage: «Kann oder muss ich das alles wissen und glauben?» Doch die Bibel vermittelt ein ganz anderes Bild: Wenn Menschen Jesus begegneten, dann ist nicht die rechte Glaubenslehre, und dass man alles glaubt und verstanden hat, die Frage, sondern entscheidend ist die Begegnung des Menschen mit Jesus.

Es geht nicht um die Grösse des Glaubens

Jesus fragt Menschen nicht nach ihrem Wissen über die Bibel oder nach der Grösse ihres Glaubens. Wenn Jesus Menschen begegnet, dann geht es nicht darum, wie viel Glauben man im Gepäck mitbringt.

In vielen Ansprachen vor den Menschen, die in der Bibel aufgezeichnet sind, ging Jesus auf die Frage des Glaubens ein und hob dabei verschiedene Aspekte hervor. An einer Stelle betont er, dass Glaube etwas mit Entschlossenheit zu tun hat.

Ein Glaube, der Jesus beeindruckt

Es geht bei der Begebenheit um vier Männer, die einen gelähmten Mann auf einer Trage zu Jesus bringen wollen. Doch Jesus spricht in einem Haus und ums Gebäude sind so viele Menschen, dass man nicht an ihn herankommt.

Da entschliessen sich die vier Männer dazu, ein Teil des Hausdaches abzudecken und lassen den Gelähmten auf einer Trage durch die Dachöffnung von oben herunter, direkt vor Jesus.

Und wie verhält sich Jesus? Fühlt er sich gestört? Nein, in dem Bericht von Markus ist nachzulesen, wie Jesus auf die überraschenden Gäste reagiert: «Als Jesus ihren festen Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: ‚Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!’» (Die Bibel, Markus-Evangelium, Kapitel 2, Vers 5)

Jesus sah also «ihren festen Glauben». Er konnte sehen, dass diese Menschen mit dem Gelähmten kamen und dass sie sich nicht von den anderen und den schwierigen Umständen zurückhalten liessen. Sie waren entschlossen, alles zu tun, um den Gelähmten zu Jesus zu bringen.

Was Jesus sucht, sind Menschen, die es ernst meinen; Menschen, die nicht beim ersten Hindernis aufgeben, sondern, die wirklich zu ihm wollen. Vielleicht ist das auch eine Haltung, die Sie gegenüber Jesus einnehmen wollen.

Sie könnten wie folgt beten: «Jesus, vieles von Dir weiss ich nicht und versteh’ ich auch nicht. Aber ich will, ich bin entschlossen zu Dir zu kommen, ich will Dich kennenlernen.» – Für zahllose Menschen, die so oder ähnlich gebetet haben, war so ein einfaches Gebet, die Wende in ihrem Leben. Sie können auch so beten, ganz gleich, wie gross Ihr Glaube sein mag.

Bücher zum Thema Glauben:
Worum geht’s beim Christsein eigentlich?
3:16. Zahlen der Hoffnung


Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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