Gottes Stimme hören

Wie geht das?

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Manche Menschen reden davon, dass Gott sie führt oder sogar zu ihnen redet. Wie aber hört man Gott? Kann man das lernen?

Zunächst einmal: Es gibt nur wenige Menschen, die die Stimme Gottes tatsächlich akustisch gehört haben. Die Bibel berichtet über solche Erlebnisse und es passiert auch immer wieder – aber das ist nicht der Alltag.

Nur ein Gedanke?

Was also ist gemeint, wenn jemand sagt, dass er die Stimme Gottes gehört hat? Meistens sind es Gedanken, von denen man spürt oder weiss, dass sie mehr sind als die eigenen Gedanken oder irgendwelche Stimmen. Lässt sich das beweisen? Nein, in den meisten Fällen wohl kaum. Aber man kann Dinge erleben, die zeigen, dass die Gedanken nicht von einem selbst, sondern von Gott kamen.

Es ist also wichtig zu lernen, zwischen irgendwelchen Stimmen und dem Reden Gottes zu unterscheiden. Manchmal sind Menschen so voll von Stimmen und Dingen, dass sie sich schwer damit tun, überhaupt noch zu zuhören, vor allem dann, wenn es um einen unsichtbaren Gott geht.

Gott redet heute

Redet Gott demnach heute noch? Ja natürlich! Nicht akustisch laut, aber doch durchaus klar; durch Gedanken, Einfälle, durch innere Bilder, durch Worte aus der Bibel, aber auch durch Situationen oder Reaktionen von Menschen, durch Engel, Träume... Es gibt nichts, wodurch Gott nicht reden könnte.

Wenn Gott konkret redet

Am ehesten wird das Reden Gottes dort greifbar, wo es dem eigenen Denken widerspricht oder ganz anders ansetzt. Ein Beispiel: Eine Mutter von zwei Kindern liess einmal im Gottesdienst für sich beten. Die Frau, die für sie betete, sagte ihr, dass sie das Empfinden habe, dass sie ein Loch im Herzen habe. Die Mutter verstand das Wort so, dass Gott innere Verletzungen in ihr heilen wolle.

Einige Wochen später hatte die Frau einen Schlaganfall. Nach einer kurzen Zeit der Lähmung fand sie wieder zu einem normalen Zustand und hat heute nur noch sehr geringe Folgen zurückbehalten. Als sie nach ihrem Gehirnschlag untersucht wurde, fanden die Ärzte ein Loch im Herzen der Frau. Sie hielten dies für die Ursache des Schlaganfalls. Im Nachhinein war der Mutter dieses Bild ein ganz grosser Trost. Sie sah, dass Gott um sie und ihren Weg wusste und dass sie auch mit ihrem Schlaganfall in Gottes Hand geborgen ist.

Wie man Gottes Stimme hören lernt

Man kann das «Hören» der Stimme Gottes üben. Dazu braucht es Ruhe und Zeiten, in denen man Gott seine Gedanken mitteilt und in der Bibel liest. Es dauert in der Regel schon etwas länger, bis man irgendwelche Stimmen von der Stimme Gottes unterscheiden kann – das geht meistens nicht in ein paar Minuten.

Auf der anderen Seite ist es auch nicht so, dass man sich starkt anstrengen muss, um Gott zu hören. Gott kann auch sehr überraschend, vernehmlich und deutlich sprechen.

Ein krasses Versprechen

Jesus hat allen, die mit ihm leben, ein ziemlich krasses Versprechen gemacht: «Meine Schafe erkennen meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen meinem Ruf. Ihnen gebe ich das ewige Leben, und sie werden niemals umkommen. Niemand kann sie aus meiner Hand reissen.» (Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 10, Verse 27–28).  Darum geht es und das bietet Jesus jedem Menschen an.

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Bill Hybels: «Gottes leise Stimme hören»


Autor: Norbert Abt
Quelle: Ratgeber

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