Den Überblick behalten

Im religiösen Dschungel

Sind Sie von der Vielfalt der Religionen und spirituellen Angebote fasziniert – und ein bisschen verwirrt? Sehen Sie vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr? Sie sind nicht allein! Der Überblick fällt auch Fachleuten schwer.

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Haben Sie noch den Überblick im religiösen Dschungel?
Wie kann mann/frau sich zurechtfinden, wenn ständig neue Lehren, Praktiken und Synthesen von Strömungen auf den religiösen Markt kommen? Hier einige Gesichtspunkte zur Orientierung:

1. Worauf stützt sich die Lehre? Ist es die Erfahrung einer Person, welche zum Beispiel «Offenbarungen» erhielt und diese nun weitergibt? Haben Sie es mit einer Bewegung zu tun? Oder handelt es sich um eine alte Überlieferung, eine breite religiöse Tradition, eine seit Jahrhunderten bestehende Religionsgemeinschaft? Sie tun gut daran zu prüfen, woher der Anspruch der Gruppe, Wahrheit zu vermitteln, stammt und wie er begründet ist.

2. Geht es um eine kosmische Energie, eine Urkraft, eine letzte Realität – oder geht es um einen personalen Gott? Ein Kraftfeld können Sie anzuzapfen versuchen, aber es ist kein Gegenüber, mit dem Sie reden können.

Die Religionen des Westens kennen den einen Gott, zu dem gebetet werden kann. Darauf basiert die Kultur der Freiheit: Dass wir aus der Bibel einen Gott kennen, der uns Freiheit zugesteht und uns zu Partnern im schöpferischen Gestalten der Welt macht. Vor ihm, dem personalen Gott, sind wir verantwortlich; er vergibt Schuld. Ein Kraftfeld kann das nicht.

3. Blendet die Lehre grosse Teile der Lebenswirklichkeit aus oder ist sie auf Ihren Alltag bezogen? Eine Gemeinschaft, die Sie in eine andere Welt mitnimmt, die eine Gegenwelt schafft, um Sie dort zu verwandeln und fit zu machen, verursacht garantiert Probleme.

4. Was wird von Ihnen gefordert? Leistung, Anstrengung, Zeit, Kurse, Geld, Übungen, Verzicht, Einsätze, Askese – auch der Abbruch von Beziehungen? Religion heisst, dass Sie sich mit dem Letztgültigen befassen. Da ist Ernst und Engagement geboten. Oberflächliche Kurse und Effekthascherei bringen Sie nicht weiter.

Aber seien Sie auch vorsichtig, wenn spirituelle oder religiöse Anbieter von Ihnen unmässigen Einsatz, hohe Geldsummen fordern oder Ihnen die Trennung von Ihren Nächsten nahelegen. Besprechen Sie mit Ihrem Partner oder Freunden jeden grösseren Schritt – sie sehen vielleicht klarer als Sie selbst, was dran ist.

5. In welchem Verhältnis steht das, was Sie leisten sollen, zu dem, was Ihnen geschenkt wird? Geraten Sie in eine Spirale, wo das erstrebte Ziel nur mit immer mehr Übung, gesteigerter Anstrengung, tieferer Hingabe zu erreichen ist?

Treten Sie einen Schritt zurück und suchen Sie Rat bei Freunden bevor Sie sich psychisch überfordern. Das Christentum ist die Religion der Gnade: Sie dürfen sich darauf verlassen, dass ein Anderer den Riss, der durch die Schöpfung geht, gekittet hat. Es ist Jesus Christus, der den Tod besiegt hat und im Himmel herrscht, hoch über allen Geistern. Gnade ist, dass sein ewiges Leben Ihnen geschenkt wird, wenn Sie ihn ehrlich und von Herzen darum bitten.

6. Macht die neue Lehre / die neue Praxis Sie zu einer ausgeglichenen Persönlichkeit, die mehr Geduld, Verständnis und Liebe für Andere aufbringt? Oder drehen Sie sich, weil immer höhere Stufen der spirituellen Vervollkommnung vor Ihnen erscheinen, zunehmend um sich selbst?

Die Männer und Frauen, die mit Jesus gingen, wurden von Egozentrik befreit. Sie lernten, Andere zu tragen und zu stützen. Jesus half ihnen auch aus Zweifeln und Ängsten heraus und machte sie mit dem Heiligen Geist bekannt. Dieser führte sie spirituell weiter, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war. Ihr späteres Leben war nicht einfach, aber es stand unter dem Vorzeichen des Vertrauens: Gott beschützt mich, Jesus will, dass ich lebe und ans Ziel komme. Derselbe Heilige Geist ist heute für alle Menschen da, die sich Jesus anvertrauen und ihr Leben seiner Leitung unterstellen.


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Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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