Neue Identität

Wie wird man Christ?

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Der Gottesdienstbesuch macht uns nicht zu Christen.
Einige vermuten, dadurch dass man in die Kirche geht. Doch – wird jemand zum Auto, wenn er eine Nacht in einer Garage schläft? Nein, auch hier gibt es vorgefasste Ansichten, die einem genaueren Hinsehen nicht standhalten.

Weitverbreitet ist die Meinung, dass jemand schon Christ sei, wenn er sich christlich nennt, nett erscheint, gute Dinge tut und sich anständig benimmt. Das mal vorweg: Keine Religiosität und keine Anständigkeit kann die Kluft zwischen Gott und den Menschen überbrücken.

Der englische Schriftsteller C.S. Lewis schrieb einmal, dass mit dem Wort Christ etwas ähnliches geschehen ist, wie mit dem Begriff Gentleman. «Das Wort Gentleman bezeichnete ursprünglich etwas klar Definiertes, einen Mann, der ein Wappen führte und einigen Grundbesitz hatte. Wenn man jemand einen Gentleman nannte, war das kein Kompliment, sondern die Feststellung einer Tatsache.» Ein Christ wird zunächst erkennbar, weil sich sein Leben ganz und gar ändert. Die Bezeichnung «Christ» steht also für eine völlig neue Identität.

Dem geht jedoch etwas voraus. Als Christ wird man nicht geboren, man muss erst einer werden. Aber wie? Man wird nicht dadurch Christ, dass man ein christliches Elternhaus hat, christlich getauft ist, eine christliche Konfirmation oder Kommunion erfolgreich hinter sich gebracht hat, christlich getraut und schliesslich christlich beerdigt wurde.

Christ wird man auch nicht dadurch, dass man sich bemüht, nach christlichen Massstäben zu leben. All diese Dinge sind an und für sich «christlich» und nicht falsch. Aber, das macht noch niemanden zum eigentlichen Christen. Nicht ganz rot ist rötlich und nicht ganz Christ ist erst christlich.

Christ ist man erst, wenn man eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus hat. Was einen Menschen zum Christen macht, ist deshalb weder die intellektuelle Billigung gewisser Ideen noch die Anpassung an bestimmte Vorschriften, sondern Erfülltsein von Gottes Geist und die Lebensführung die daraus entsteht.

Was heisst eigentlich «glauben»?

Ist man Christ, wenn man an Jesus glaubt? Kommt darauf an, wie man das meint. Manche Menschen sagen, sie glauben an Jesus, und meinen damit, dass sie glauben, dass Jesus vor 2000 Jahren mal gelebt hat. In diesem Sinne würde ich nicht nur an Jesus, sondern auch an Buddha, Kaiser Nero, Albert Einstein oder Mahatma Gandhi glauben, denn ich zweifle nicht daran, dass diese Personen alle einmal gelebt haben.

Doch in der Bibel ist mit Glaube etwas anderes gemeint: Wir sollen auf Gott und auf Jesus vertrauen, seine Vergebung annehmen und versuchen, das Leben nach seinem Willen zu leben.

Was ist also ein Christ? Ursprünglich wurde dieses Wort so verstanden: Ein Christ ist ein Mensch, der sich zu Jesus Christus bekennt. Er glaubt, dass Gott existiert und diese Welt geschaffen hat. Er glaubt, dass Gott in seinem Sohn Jesus Christus Mensch geworden ist, an einem Kreuz gestorben und wieder auferstanden ist.

Ein Christ glaubte daran, dass Jesus unsere Schuld auf sich genommen hat und zieht die Konsequenz daraus: Er wendet sich Gott zu und glaubt, dass das, was Jesus getan hat, ihm ganz persönlich gilt: «Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.»

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Quelle: Jesus.ch

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