Ich kann nicht allein sein

Der Einsamkeit den Kampf ansagen

«Obwohl ich Einzelkind bin und nie viele Leute um mich hatte, kann ich nicht allein sein. Wenn ich aus der Schule komme, fällt mir die Decke auf den Kopf. Eigentlich sollte ich dann ja Hausaufgaben machen, aber ich halte diese leere Wohnung nicht aus. Lieber geh ich zu irgendwelchen Freunden. Wenn keiner Zeit hat, laufe ich durch die Strassen. Hauptsache ich bin nicht allein.»

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Selber aktiv werden – zum Beispiel mal einen Brief oder eine SMS schreiben.
Einsamkeit, Verlassensein, das Gefühl nicht dazuzugehören oder eine Art Heimweh nach irgendwo hin, erlebt man als Jugendlicher besonders intensiv. Lieber ist man immer unterwegs, als sich so zu fühlen. Doch die ewige Flucht vor dem Alleinsein macht auf Dauer auch nicht glücklich. Besser man stellt sich diesen komischen Gefühlen.

Warum finde ich Alleinsein unangenehm?

Freundschaft und Gemeinschaft sind Erfindungen Gottes. Der Mensch ist darauf angelegt, Beziehungen zu leben, mit Menschen und auch mit Gott. Klar kommt man auch ohne Gott und ohne Freundschaften zurecht, aber diese Sehnsucht, die in einen gelegt ist, nach einem Partner, nach Freunden und auch nach Gott wird immer durchkommen.

Wer viele Freunde hat, aber Gott nicht kennt, der wird immer eine gewisse Einsamkeit spüren. Eine Sehnsucht nach etwas, das einem fehlt. Genauso ist es mit jemandem, der Gott kennt, aber überhaupt keine Freunde hat. Auch er wird sich immer wieder einsam fühlen.

Der Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein

Einsamkeit fühlt sich nie gut an und tut keinem Menschen gut. Einsamkeit steht im Zusammenhang mit Verlassensein, nicht gut genug sein, Trennung und nirgendwo dazugehören. Nach Gottes Plan sollen Menschen nicht einsam sein.

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Gott kennt die Sehnsucht in unseren Herzen.
Alleinsein hingegen kann sehr angenehm, produktiv und wichtig sein. Wer nie allein ist, kommt nie wirklich zur Ruhe. Die meisten Menschen können am besten arbeiten, lernen und nachdenken wenn sie allein sind. Es ist also ganz wichtig, dass man lernt allein zu sein.

Wie man allein sein kann, ohne einsam zu sein

Sich der Situation stellen: «Ja, ich bin allein daheim. Diese Stile ist mir unangenehm, aber ich halte das jetzt aus. Im Gegenteil: Ich nutze die Stille, um vorwärts zu kommen.»

Gott um seine Gemeinschaft bitten: «Gott, ich kenne dich nicht. Aber da ist eine Sehnsucht in mir, auf die du vielleicht wirklich die Antwort bist. Wenn es dich gibt, dann zeig dich mir, sei bei mir und nimm die Einsamkeit aus meinem Herzen.»

Die Wahrheit erkennen: «Ich bin zwar jetzt gerade allein, aber ich bin nicht mutterseelenallein auf dieser Welt. Ich habe Menschen, die zu mir stehen. Gott wollte, dass ich da bin. Und auch wenn mich alle anderen im Stich lassen, er steht mir bei. Allein sein hat seine Zeit und mit anderen zusammen sein hat seine Zeit. Ich bin bereit beides zu lernen.»

Ein Gedanke zum Schluss:
«Denn andere werden euch so behandeln, wie ihr sie behandelt» (Jesus im Matthäusevangelium, Kapitel 7, Vers 2). Wer Freunde gewinnen will, muss auch anderen ein Freund werden. Schreiben Sie einem Bekannten eine Ermutigungskarte oder laden Sie ein paar Freunde zum Essen ein. Gott schenkt Ihnen hier bestimmt ein paar gute Ideen, wenn Sie ihn darum bitten.


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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