Mann und Zärtlichkeit

Zehn praktische Tipps

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Was in der Arbeits- und Männerwelt nicht gefragt und daher kaum vorhanden ist, ist in der Beziehungswelt lebenswichtig - Gefühl und Zärtlichkeit! Besonders in den bedeutungsvollen tiefen Beziehungen zu Ehefrau und Kindern ist praktisch jeder Mann deshalb herausgefordert, Zärtlichkeit einzuüben und auszuleben.

1. Beziehungen brauchen Zeit!

Die Pflege von (Liebes-)Beziehungen ist ein Stück Arbeit, und deine Frau und Kinder haben Anrecht auf einen erheblichen Teil deiner Zeit. Zeige deinen Lieben deine Wertschätzung, indem du regelmässig mit ihnen Zeit verbringst.

2. Stelle immer die Personen über die Dinge!

Stehe zum Grundsatz, dass keine zerschlagene Tasse, kein zusammengestauchter Wagen, kein verlorener Schlüssel dir Grund genug ist, deinen Lieben eins auszuwischen.

3. Höre interessiert zu!

Versuche deine Lieben wirklich zu verstehen. Das kannst du nur, wenn du ihnen zuhörst und zwar lange und mit grosser Aufmerksamkeit. Wenn du willst, dass sie sich offen aussprechen können, gib ihnen dein Gehör.

4. Zeige Verständnis!

Übe dich darin, die Sache aus dem Blickwinkel des anderen zu sehen. Frage dich selbst: „Wie würde ich fühlen, wenn ich in ihren Schuhen stehen würde?"

5. Fasse deine Liebe in Worte!

Du kannst deiner Frau und deinen Kindern nicht genug sagen, dass du sie liebst. Akzeptiere, dass Frau und Kinder bei aller Liebe eine andere Meinung haben können als du. Lerne zu sagen: „Liebling, ich sehe das anders, aber ich möchte, dass du weisst, dass ich dich liebe."

6. Achte auf deinen Tonfall!

Lautstärke und Bitterkeit sind Zeichen, dass du dabei bist, die Selbstkontrolle zu verlieren und die Atmosphäre zu vergiften. Ce le ton qui fait la musique!

7. Gib Wutausbrüchen keine Chance!

Bring dich in die Diskussionen und Gespräche ein und zeige auch Gefühle, aber verlasse nie in Wut den Raum. Halte besser für einen Moment die Luft an und sage: „Entschuldigung, ich muss einen Moment allein sein, um mich etwas abreagieren zu können. Ich fürchte, ich könnte etwas sagen, was ich nicht wirklich meine."

8. Stelle fest und klage nicht an!

Mache in offener ehrlicher Kommunikation mit deinen Lieben „Ich-Sätze" statt „Du-Sätze" - z. B.: „Ich fühle mich unverstanden. Ich glaube, wir reden aneinander vorbei" statt: „Du bist so daneben, willst du endlich schweigen und zuhören!"

9. Bitte um Vergebung!

Sei offen für die Möglichkeit, dass du im Unrecht bist oder deine Lieben verletzt hast. Suche Vergebung und vergib auch deinen Lieben, wenn es zum Streit gekommen ist. Um Vergebung bitten, ist demütigend aber auch lohnenswert. „Es tut mir leid, bitte vergib mir", sind echt grosse Worte!

10. Umarme deine Lieben!

Gib deinen Lieben mit deiner Gegenwart Schutz, Geborgenheit und Zuwendung - auch körperlich. Deine Hände und Arme sollen segnen und zusammenhalten. Zärtliche Umarmungen sind weder lächerlich noch überflüssig!Autor: Ruedi Mösch, Leiter des Schweizerischen Weissen Kreuzes (www.wkz.ch)

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