Richtlinien

„Ständig gibt es Diskussionen ums Taschengeld”

"Wir haben drei Kinder Im Alter von 15, 13 und 10 Jahren. Ständig gibt es Diskussionen ums Taschengeld. Besonders die Älteste beklagt sich, dass alle anderen in ihrer Klasse mehr Geld zur Verfügung hätten. Wie können wir das Problem lösen und was ist überhaupt ein angemessenes Taschengeld für dieses Alter?"


Bild: PixelQuelle.de

So mancher Erwachsene, der nicht so richtig mit Geld umgehen kann, wird eingestehen müssen, dass er als Kind und Jugendlicher nie richtig eingewiesen wurde. Dass Finanzprobleme mit zu den grossen Belastungen in Ehe und Familie gehören, ist umfassend bekannt. So bedeutet Erziehung in Haltung zu und Nutzung von Geld mit zur Lebenstüchtigkeit. Wir wissen ausserdem, dass trotz der reichlich vorhandenen Finanzen im Portemonnaie der westlichen Welt, eine grosse Anzahl von Singles und Familien hoch verschuldet ist und nichts dabei findet, "auf Pump" zu leben. Nur wer mit einer bestimmten Geldmenge zurechtkommen muss, lernt Kaufkraft und Begrenzung konkret kennen.

Richtwerte

Ein Richtwert empfiehlt, Taschengeld wie folgt zu staffeln:

5 bis 6 Jahre: EUR 2,50 / CHF 4, wöchentliche Auszahlung
7 bis 9 Jahre: 3-4 EUR / 5-7 CHF, wöchentliche Auszahlung
10 bis 12 Jahre: 12-15 EUR / 20-25 CHF, ab jetzt monatlich
13 Jahre: 15-18 EUR / 25-30 CHF, kleinere Nebenverdienste erkunden
14 Jahre: 18-20 EUR / 30-35 CHF
15 Jahre: 20-30 EUR / 35-40 CHF
16 bis 17 Jahre: 30-40 EUR / 40-50 CHF
18 Jahre: 50 EUR / 60 CHF, bzw. nach Absprache

Vergleiche

Kinder sind meist grundsätzlich überzeugt, dass sie selbst weniger haben als Freunde und Bekannte. Dies hat natürlich damit zu tun, dass der Vergleich mit den "Begünstigteren" stattfindet und nicht mit den "Minderbemittelten". Unsere Luxusgesellschaft ist darin keine grosse Hilfe, sondern verführt zu grenzenlosem Konsum und nicht endenden Wunschlisten.

Eltern als Vorbild

Eine nicht zu unterschätzende Massnahme ist einmal das Vorbild der Eltern in Bescheidenheit und Verzichtbereitschaft ebenso wie das Anhalten der Kinder, sich durch besondere Dienstleistungen oder stundenweise Arbeit selbst Geld zu verdienen und entsprechend "zuzubuttern", wenn es denn unbedingt Markenkleidung oder das neueste Computerprogramm sein müssen.

Autoren: Linda & Hans Jörg Krabe, Eheberater


Quelle: Neues Leben

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