Seelenleben

,,Ich bin unzufrieden"

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Wachsende Unzufriedenheit versperrt uns die Sicht auf Gott und seine Güte.
„Ich bin Hausfrau und Mutter von drei Kindern. Ich hatte mir Familie gewünscht und bin auch dankbar dafür. Trotzdem bin ich in letzter Zeit oft unzufrieden und launisch, obwohl das eigentlich nicht meiner Art entspricht. Ich kann ich es kaum erwarten, dass auch der Jüngste in die Schule kommt.”

Sie erschrecken darüber, dass Sie die Kinder manchmal als Last empfinden. Ihre Unzufriedenheit bedeutet nicht, dass Sie eine schlechte Mutter sind. Vielmehr ist sie ein Signal dafür, dass eine Standortbestimmung nötig ist.

1. Lassen Sie durch einen Arzt abzuklären, ob Ihr gegenwärtiges Erleben körperliche Ursachen hat! Unregelmässigkeiten zum Beispiel der Schilddrüsenfunktion oder im Hormonspiegel können zu Rastlosigkeit und Unzufriedenheit führen.

2. Unzufriedenheit kann eine Ermüdungserscheinung bei langer starker Beanspruchung sein. Gerade Frauen, die gerne Mütter und eher ausgeglichene Menschen sind, spüren manchmal erst spät, dass sich ihre Kraftreserven erschöpfen. Schleichende Unzufriedenheit kann ein Warnsignal dafür sein. Sprechen Sie Ihr Erleben bei Ihrem Mann offen an und suchen Sie gemeinsam nach Möglichkeiten auszuspannen!

3. Unzufriedenheit kann auch aus falscher „Selbstverleugnung” resultieren. Sie haben verschiedene Funktionen als Ehefrau, Mutter, Hausfrau und Nachbarin und Sie sind auch „nur Frau” mit persönlichen Bedürfnissen. Eine absolute Ausgewogenheit zu jedem Zeitpunkt ist nicht möglich. Wenn ein Aspekt jedoch dauernd missachtet wird, macht sich Unzufriedenheit als „Mangelerscheinung” bemerkbar. Die Gewichtung der Funktionen zu überprüfen, kann helfen, bisher missachtete Bedürfnisse zu formulieren und Lösungen zu suchen.

4. Wachsende Unzufriedenheit versperrt uns die Sicht auf Gott und seine Güte. Sie kann jedoch nicht „wegbefohlen” werden. Vielmehr forciert sie uns heraus, unsere Lebensgestaltung zu überprüfen. Nicht alles lässt sich ändern, doch manchmal können schon kleine Schritte Raum für neue Freude schaffen.


Autor: Monika Riwar
Quelle: Neues Leben

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