Warnsignale in der Ehe

Vier Anzeichen der Entzweiung

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«Wir haben uns auseinander gelebt.», «Wir passen nicht mehr so gut zusammen.», «Uns ist die Liebe abhanden gekommen…» Die wenigsten Trennungen passieren von jetzt auf gleich. Oft werden die Gräben schleichend immer tiefer. Doch das muss nicht sein. Wie Sie Warnsignale rechtzeitig erkennen können.

Fahrzeuge bringt man alle paar Jahre zu einer Inspektion. Dort wird alles akribisch durchleuchtet, und was nicht mehr rund läuft, ausgetauscht. Tatsächlich täte es auch vielen Beziehungen gut, sich mal durchchecken zu lassen. Denn auch in der Ehe bringt der Alltag Verschleiss. Eheberater Mark Merrill rät zu einem Vier-Punkte-Check:

Haben Sie Geheimnisse voreinander?

Löschen Sie manchmal E-Mails, SMS, Anruflisten oder Website-Chroniken, damit Ihr Partner nichts davon sieht? Gibt es Facebook-Bekanntschaften, denen Sie nur schreiben, wenn Sie allein sind?

Wenn Beziehungen im Alltag angekommen sind, kann die Versuchung aufkommen, auf andere Weise ein Kribbeln in den Bauch zu bringen. Ein kleiner Flirt, ein Chat mit einer verflossenen Liebe, ein bisschen Bestätigung von dritter Seite.

Aber Vorsicht: Geheimnisse vor dem anderen schaffen Gräben und entzweien. Wenn Sie sich nicht für eine enge Verbundenheit mit Ihrem Partner einsetzen, besteht die Gefahr, dass jemand anderes Ihr Vertrauen gewinnt. Hintergehen Sie ihren Partner nicht mit kleinen Geheimnissen. Sprechen Sie über Ihre Bedürfnisse und tun Sie was es braucht, um wieder zusammenzuwachsen.

Lassen Sie Dinge unausgesprochen?

Manchmal ist es gut, im Streit nachzugeben und Dinge stehen zu lassen. Kritisch wird es aber, wenn Sie anfangen, sich zurückzuziehen und sich gar nicht mehr äussern, «um des lieben Friedens Willen».

Nur wer lernt zu kommunizieren, wird eine tiefe Verbundenheit leben können. Es ist wichtig, dass Ihr Partner Ihre Meinungen und Ansichten kennt. Wenn Sie diese nicht mit ihm teilen, hat er keine Chance, Ihre innersten Gefühle kennenzulernen. Sie laufen in Gefahr, sich so voneinander zu entfernen, wie ein Boot, das nicht vertäut ist.

Hören Sie auf, sich zurückzuziehen und fangen Sie an, sich zu äussern, auch wenn das erst Mal einiges durcheinander bringt. Nur so haben Sie die Möglichkeit, an Unterschieden zu arbeiten.

Geht es nur noch um die Kinder?

Kinder sind eine grosse Verantwortung und brauchen viel Aufmerksamkeit, Engagement, Kraft und Nerven. Trotzdem sollten Sie aufpassen, dass Sie sich als Paar nicht über der Kindererziehung verlieren. Denn eines Tages ziehen die Kinder aus und dann sind Sie wieder zu Zweit. Wenn der Fokus in einer Beziehung zu sehr auf den Kindern liegt, entfremdet man sich schnell.

Verlieren Sie Ihren Partner nicht aus den Augen. Trotz Nachwuchs sollte er der wichtigste Mensch in Ihrem Leben bleiben.

Flüchten Sie vor Daheim?

Sind Sie heilfroh, mal auf einem längeren Businesstrip zu sein? Bleiben Sie gern länger als nötig in der Arbeit oder suchen Sie andere Aktivitäten, um so spät wie möglich nach Hause zu kommen? Schauen Sie und Ihr Partner in verschiedenen Zimmern Fern? Ziehen Sie sich nach dem Abendessen gleich zurück, um Ihrem Hobby nachzugehen?

Auf dem Weg zu einer Trennung liegen viele Entscheidungen. Wenn Sie keine Zeit miteinander verbringen, können Sie keine Vertrautheit aufbauen oder erhalten. Auch Probleme lösen sich nicht von selbst.

Hören Sie auf, sich aus dem Weg zu gehen. Lassen Sie sich neu aufeinander ein. Verbringen Sie Zeit miteinander. Vergessen Sie nie: Ein Partner ist ein grosses Geschenk. Gehen Sie gut damit um.

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Datum: 25.10.2014
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / allprodad.com

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