Eheleben

«Ich habe nichts zu melden!»

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Reden Sie mit Ihrer Frau darüber.
„Meine Frau dominiert mich. Wir sind seit zehn Jahren verheiratet und es wird mit jedem Jahr schlimmer. Vielleicht liegt es daran, dass ich vom Typ her eher der Ruhigere und – zugegeben – auch etwas entscheidungsschwach bin. Als wir uns kennenlernten, war ich von ihrer Energie und ihrem Selbstbewusstsein beeindruckt, denn beides fehlte mir. Jetzt geht sie mir nur noch auf die Nerven! Ich fühle mich als Versager und ich befürchte, dass auch unsere Freunde mich insgeheim als „Pantoffelheld“ belächeln. Doch wie kann ich etwas ändern, wo sich die Situation doch über Jahre gefestigt hat? Wie kann ich entschlossener werden und meiner Frau meine Grenzen aufzeigen, ohne mich zum Macho zu entwickeln?“

Frauen wissen gerne und schnell, was sie wie und wann wollen und mit einigem Selbstbewusstsein tun sie dies auch kund und leben entsprechend. Trotzdem lieben es die meisten Frauen, wenn ihre Ehemänner auch Ziele haben und verfolgen, diese frühzeitig preisgeben, darüber reden und sich beraten wollen und dann ebenso entschlossen handeln. In dem Zusammenspiel als Ehepaar sollte es nicht wirklich um die Frage der Dominanz gehen – er oder sie – sondern um ein gesundes und sinnvolles Miteinander.

Um Entschleunigung bitten

Reden Sie mit Ihrer Frau darüber, wie Sie Ihre Ehe zur Zeit empfinden; wie Sie Ihre Kommunikation, Ihre Entscheidungsfindung in den verschiedenen Lebensbereichen (Familie, Erziehung, Geld, Freizeit, Freundeskreis, Gemeinde usw.) gerne haben würden. Bitten Sie Ihre Frau um Entschleunigung ihres Tempos, vereinbaren Sie längere Gesprächszeiten, um Absprachen zu treffen, werten Sie Begegnungen mit anderen aus, wenn Sie sich über das Verhalten Ihrer Frau oder ihre Worte über Ihren Kopf hinweg geärgert haben oder frustriert sind.

Nicht bei der Kritik stecken blieben

Versuchen Sie beide, dabei nicht bei der Kritik stecken zu bleiben, sondern konstruktive Handhabungen zu erarbeiten. Am Anfang wird dies noch mühsam und eventuell enttäuschend vonstatten gehen, weil Sie noch ungeübt sind. Deshalb geben Sie sich ein halbes oder auch ganzes Jahr für diesen wertvollen Veränderungsprozess und werfen Sie nicht vorschnell das Handtuch! Ihr Ziel ist ein positives Miteinander, wo Ihre ergänzenden Eigenschaften zum Tragen kommen.

Autoren: Linda u. Hans-Jörg Karbe

Datum: 26.01.2009
Quelle: Neues Leben

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