Ratgeber

«Ich bin verliebt in eine andere Frau»

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Machen Sie aus Ihrer Bewunderung für die Freundin kein Geheimnis.
«Ich bin verheiratet, eigentlich glücklich, und habe mich doch in die Frau meines Freundes verliebt! Bisher konnten wir als Paare immer gut etwas zusammen unternehmen, aber mir fällt das mittlerweile ungeheuer schwer. Weder mein Freund und seine Frau, noch meine Frau ahnen etwas. Die Arme! Eigentlich führen wir eine gute Ehe, aber es gibt doch sehr vieles, was ich an ihr vermisse. Ich will meinen Phantasien und Wünschen nicht nachgeben, aber es gibt Momente, wo sie mir schier übermächtig erscheinen! Kann man sich „ent-lieben“?»

Ihnen geht es eigentlich richtig gut! Sie sind glücklich verheiratet, haben nette Freunde, die auch als Ehepaar zu Ihnen beiden passen – und schon wollen Sie noch mehr! Da Sie gute Erfahrungen und Eindrücke mit Ihren Freunden offensichtlich in Ihrer Phantasie spazieren gehen lassen, sind prompt neue Ideen und Wünsche aufgetaucht!

Grundsätzlich sollte für Sie als Ehemann gelten, dass andere Frauen nette, gut aussehende, temperamentvolle Menschen mit Namen, Geschichten, Bindungen und eigenem Leben zwar interessant, aber als Frau für Sie tabu sind.

Reden Sie mit Ihrer Frau!

Reden Sie mit Ihrer Frau darüber, was Sie an Ihrer gemeinsamen Freundin attraktiv und interessant finden. Machen Sie aus Ihrer Bewunderung kein Geheimnis und kein Phantasieprogramm. Konzentrieren Sie sich in Gedanken auf Ihren Freund und machen Sie sich bewusst, was und wen Sie alles durch egoistisches Handeln verlieren würden. Verliebtheit ist „nur“ die kleine Schwester der Liebe und wird durch körperliche Anziehung und Träumerei genährt. Sie sind dabei nicht Opfer Ihrer Gefühle, sondern eventuell jemand, der haben will, der wirbt, bis er hat – und dann erst entdeckt, in wieweit diese Gefühle und Wünsche auf Dauer Bestand haben.

Wünsche äussern

Sie schreiben, dass Ihre Ehe ganz gut läuft, Sie aber an Ihrer Frau Vieles vermissen. Da Sie sie in diesem Zusammenhang als „Arme“ bezeichnen, vermute ich, dass Sie nicht ehrlich das Gespräch mit Ihrer Frau suchen. Sagen Sie Ihr, worin Sie mit ihr als Partnerin Mangel empfinden, was Sie für Wünsche an Ihre Ehebeziehung haben, was Sie eventuell langweilt, frustriert oder ärgert. Dadurch bauen Sie eine stärkere Zweisamkeit auf – immer noch die beste Bastion gegen Verlockung und Verführung von aussen. Achten Sie auch auf Ihre Gedankenwelt: Was bewegen Sie in Ihrem Kopf und womit füttern Sie ihn?

Autoren: Linda u. Hans-Jörg Karbe

Datum: 19.01.2009
Quelle: Neues Leben

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