Teuflische Pornofalle

Pat Kistlers steiler Weg in die Freiheit

Pat Kistlers Geschichte mit der Pornografie reicht weit in seine Kindheit zurück. Mit Anbruch des Internetzeitalters verfing er sich zunehmend in der Pornosucht, welche seine Ehe zu zerstören drohte. Durch Gottes Gnade fand er nach fast 40 Jahren den Weg in die Freiheit und konnte mit der Droge brechen. Hier erzählt Pat seine Geschichte.

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Pat Kistler: «Ich bin frei, in Jesu Namen!»
Die erste ungewollte Berührung mit unnatürlicher Sexualität begann bereits im Alter von etwa sieben Jahren. Unter Freunden tauschte man Porno-Magazine und -Videotapes aus. Die folgenden Jahre wurde die noch unerkannte Abhängigkeit immer mehr zur Normalität.

«Mein dunkles Geheimnis»

Als in den 1990ern dann das Internet aufkam, wurde mir das Problem erstmals richtig bewusst. Ich merkte, dass auch andere im gleichen Sumpf steckten wie ich, was mir kurzzeitig half und das Gefühl der Isolation minderte. Während meines Studiums in «Theology, Music & Worship» (Theologie, Musik und Lobpreis) in London war mir mein Mentor ein Helfer und Berater. Zusammen bauten wir eine Rechenschaftsbeziehung auf, was mir während  dieser Zeit etwas half.

Im neuen Millennium ging es dann immer wieder auf und ab. Verschiedentlich begab ich mich in die Lebensberatung oder versuchte, selbst Herr der Lage zu werden. Leider ohne entscheidenden Erfolg. Es war nie die Freiheit, nach der ich mich so gesehnt hatte. Es war und blieb mein dunkles Geheimnis, was auch für meine Ehe beinahe verheerende Folgen gehabt hätte.

Befreiungsschlag

Der grosse Befreiungsschlag kam dann auf Umwegen. Meine Frau wurde in einer Gebetszeit vom Heiligen Geist auf mein Problem aufmerksam gemacht. Endlich konnte ich all die Schande und Schuld, die ich in mir herumtrug, eingestehen. Es war der Beginn der göttlichen Heilung unserer Ehe und der Beginn einer neuen Intimität, welche wegen meiner Sucht so lange nicht stattfinden konnte. Nun hatten wir plötzlich wieder Zugang zueinander und konnten darüber reden.

Rückfall in alte Muster

Trotz dieser positiven Entwicklung, schaffte ich es nicht, meine Abhängigkeit durch das Internet komplett zu brechen. Ich suchte auf allen Wegen nach der «Droge» und war der Sache immer weniger gewachsen. Speziell die sogenannten «Sozialen Medien», welche eine Vielzahl von versteckten Möglichkeiten boten, brachten mich immer wieder zu Fall. Ich war wieder voll im Sumpf und hatte einen neuen Tiefpunkt erreicht.

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Christian Jungo
Im September 2017 fand dann ein einschneidendes Ereignis statt. Das Schweizer Fernsehen strahlte in der Sendung «Fenster zum Sonntag» einen Bericht über Christian Jungo und sein ESCAPE-Projekt aus. Da war einer, der den Mut hatte, von seiner Pornografiesucht öffentlich zu berichten. Ich war erleichtert, jemanden zu hören, der mir aus der Seele sprach.

Christians Worte sprachen direkt in mein Herz und bewegten mich zutiefst. Da war jemand, der nicht nur von Freiheit sprach, sondern sie wirklich lebte und ausstrahlte. Ich konnte mir diese Freiheit nicht vorstellen und war begeistert von Christians Herz und seiner offensichtlich tiefen Beziehung mit Jesus.

Lebensrettung in höchster Not

Schliesslich nahm ich, bestärkt durch meine Frau, Kontakt mit Christian Jungo auf, und so kam es im Oktober 2017 zum ersten Treffen. Seither hat sich vieles in meinem Leben radikal verändert. Die Gespräche waren immer sehr motivierend und kraftvoll. Vieles in mir konnte aufbrechen und heilen. Für mich war es Lebensrettung in höchster Not. In der Anfangszeit unserer Treffen waren bei mir noch viele Kompromisse vorhanden und ich konnte mich nicht der hundertprozentigen Abstinenz verschreiben. Doch seine Berichte über das Leben nach der Pornografie haben mich immer wieder herausgefordert und fasziniert. Ich wollte diese Freiheit und diese Nähe zu Jesus auch erleben.

Frei und gesegnet

Seit gut einem halben Jahr kann ich nun sagen, dass ich frei bin. Je nach Lebenssituation ist es immer noch schwierig, sich nicht wieder der alten Sucht hinzugeben. Doch Jesus hat so vieles in meinem und unserem Leben als Ehepaar verändert. Wenn ich zurückschaue, kann ich es kaum glauben. «I am free in Jesus holy name!» (Ich bin frei, in Jesu heiligem Namen!)

Zum Schluss möchte ich noch meine Freude über ein weiteres Wunder mit den Leserinnen und Lesern teilen: Parallel zu meinem Problem hatten meine Frau und ich seit Jahren einen unerfüllten Kinderwunsch. Meine Sucht war da auch ein grosser Faktor, der alles zusätzlich erschwerte. Nach einem fünfjährigen Leidensweg ist aber auch dieses Gebet erhört worden und meine Frau ist im 5. Monat schwanger. Wir hatten für ein Mädchen gebetet und nun wird Sydney-Lauren im März 2019 auf die Welt kommen. Unser Gott ist grossartig!

Brauchen Sie Hilfe?
Das «Escape»-Projekt von Christian Jungo 

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Datum: 28.10.2018
Autor: Florian Wüthrich / Pat Kistler
Quelle: Livenet

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