Evolution - eine Philosophie, keine Wissenschaft, Teil 1 (Kapitel 1)

 
Die allgemeine Theorie der organischen Evolution oder des Evolutionsmodells besteht darin, dass alle Lebewesen durch einen materialistischen Evolutionsprozess aus einer einzigen Quelle hervorgegangen sind. Diese Quelle entstand durch einen ähnlichen Prozess aus einer toten, unbelebten Welt. Die Theorie wird auch die ,Vom Molekül zum Menschen"-Theorie der Evolution genannt.
Das Schöpfungsmodell dagegen erklärt, dass alle ursprünglichen Tier- und Pflanzenarten (die geschaffenen Arten) durch das Handeln eines übernatürlichen Schöpfers geschaffenn wurden, und zwar durch Prozesse, die auf der Erde heute nicht mehr stattfinden.

Die meisten Wissenschaftler betrachten die Evolution nicht als eine Theorie, sondern als eine erwiesene Tatsache. Der verstorbene Theodosius Dobzhansky, Genetiker und bekannter Evolutionstheoretiker, ehemaliger Professor für Zoologie an der Columbia University und Gast-Professor an der University of California in Davis, hat gesagt: „Die Tatsache der Evolution des Lebens in der Geschichte der Erde ist so gut nachgewiesen, wie es Ereignisse, die nicht von menschlichen Beobachtern bezeugt werden können, nur sein können."' Richard B. Goldschmidt, ein Professor an der University of California stellte vor seinem Tod fest: „Für alle Urteilsberechtigten ist die Evolution der Tier- und Pflanzenwelt eine bewiesene Tatsache, für die kein weiterer Beweis mehr erbracht werden muss (2). Fast alle naturwissenschaftlichen Bücher sowie Schul- und Universitätstexte stellen die Evolution als eine bewiesene Tatsache dar. Allein diese Überlegungen überzeugen viele davon, dass die ,Vom Molekül zum Menschen"-Evolution wirklich stattgefunden hat.

Die Anhänger der Evolutionstheorie bestehen beharrlich darauf, dass eine spezielle Schöpfung als Erklärung für sie nicht in Betracht kommt, da sie nicht als eine wissenschaftliche Theorie geeignet ist. Andererseits finden sie es undenkbar, die Evolutionstheorie als etwas anderes als eine reine Wissenschaft zu betrachten. Wie bereits festgestellt, bestehen die meisten Evolutionstheoretiker darauf, dass die Evolution nicht länger als eine Theorie, sondern als eine erwiesene Tatsache angesehen werden muss. Trotz dieser Haltung gibt es jedoch nicht nur eine Fülle wissenschaftlicher Anhalts-punkte, die die Evolutionstheorie als Tatsache widerlegen, sondern die Evolutionslehre ist auch strenggenommen der Definition nach keine Theorie.
Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit eine Theorie als wissenschaftlich im allgemein anerkannten Sinn gelten kann? George Gaylord Simpson stellte fest: „Es gehört zu jeder Definition von Wissenschaft, dass alle Feststellungen, die nicht durch Beobachtungen nachgewiesen werden können, bedeutungslos sind... zumindest sind sie nicht wissenschaftlich (3). Der Oxford Dictionary gibt folgende Definition für ,Wissenschaft":

Ein Zweig von Untersuchungen, der sich entweder mit einem zusammenhängenden Gerüst bewiesener Wahrheiten befasst, oder mit beobachteten Tatsachen, die systematisch klassifiziert und mehr oder weniger unter allgemeinen Gesetzen zusammengefasst werden können, und die verlässliche Methoden zur Entdeckung neuer Wahrheiten innerhalb des eigenen Gebietes enthalten. (Hervorhebungen vom Verfasser)

Um als wissenschaftliche Theorie zu gelten, muss eine Theorie somit durch Ereignisse, Prozesse oder Eigenschaften unterstützt werden, die beobachtet werden können. Sie muss sich weiterhin dazu nutzen lassen, Ergebnisse weiterer natürlicher Vorgänge oder Laborexperimente vorherzusagen. Eine zusätzliche, normalerweise geforderte Einschränkung ist die Widerlegbarkeit einer Theorie. Das heisst, es muss möglich sein, ein Experiment zu erdenken, dessen Versagen die Theorie widerlegen und als falsch herausstellen würde.
Aufgrund dieser Kriterien bestehen die meisten Evolutionstheoretiker darauf, dass die Schöpfung nicht als mögliche Erklärung der Uranfänge betrachtet werden kann. Die Schöpfung wurde nicht von menschlichen Beobachtern bezeugt, kann experimentell nicht überprüft werden und ist als Theorie nicht widerlegbar.
Aber auch die allgemeine Evolutionstheorie kann diese drei Kriterien nicht erfüllen. Es ist zum Beispiel offensichtlich, dass kein menschliches Wesen die Ursprünge des Universums und des Lebens, die Verwandlung eines Fisches in ein Amphibium oder die Verwandlung eines Affen in einen Menschen beobachtet hat. Tatsächlich hat noch nie jemand die Entstehung einer Art durch natürliche Prozesse beobachtet. Die Evolutionslehre wurde aufgestellt, jedoch nie beobachtet.

Dies wurde sowohl von Dobzhansky als auch von Goldschmidt bestätigt, die, wie schon erwähnt, völlig dem Glauben an die Evolution ergeben waren. In dem schon früher in diesem Kapitel angeführten Zitat stellt Dobzhansky eindeutig fest, dass die Evolution nicht von menschlichen Beobachtern bezeugt worden ist.
Nach Erörterung der von ihm aufgestellten Evolutionsmechanismen „Systemmutation" und „vorteilhafte Missgeburten" (hopeful monsters), stellte Goldschmidt fest:

Eine solche Annahme wird von den meisten Genetikern zurückgewiesen, die behaupten, dass Vorgänge auf innerartlichem Niveau auch auf die höheren Kategorien anzuwenden sind. Die ständige Wiederholung dieser unbewiesenen Behauptung, die die Schwierigkeiten nur übertüncht, und eine arrogante Haltung denen gegenüber, die sich nicht so leicht von Modeströmungen in der Wissenschaft beeinflussen lassen, werden als wissenschaftlicher Beweis für die Lehre angeführt. Es ist wahr, dass bisher niemand eine neue Art oder Gattung durch z. B. Makromutation geschaffen hat. Es ist ebenfalls wahr, dass niemand auch nur eine einzige Art durch Selektion von Mikromutationen erzeugt hat" (4)

(Eine Makromutation ist eine Veränderung in einem Gen oder eine andere genetische Veränderung, die eine drastische und somit offensichtliche Veränderung in einem Organismus hervorruft und häufig tödlich ist. Eine Mikromutation ist eine genetische Veränderung, die, obwohl schädlich, eine so geringe Auswirkung hat, dass sie nur sehr schwer zu entdecken ist.)
In derselben Ausführung konstatiert er später: „Es hat bis-her auch noch niemand die Erzeugung einer neuen Art einer höheren taxonomischen Kategorie durch Selektion von Mikromutationen beobachtet."5 Goldschmidt hat somit bestätigt, dass in der Tat in der „Vom Molekül zum Menschen"-Lehre nur äusserst unbedeutende Veränderungen festgestellt wurden oder solche auf innerartlichem Niveau.
Da Evolution in der Natur nicht beobachtet worden ist und auch eine Art nicht durch Selektion erzeugt werden kann, ist es offenkundig, dass die Evolutionslehre keinen experimentellen Tests unterzogen werden kann. Dobzhansky bestätigte dies, als er sagte:

Die evolutionistischen Ereignisse sind einzigartig, unwiederholbar und nicht umkehrbar. Es ist unmöglich, ein Landwirbeltier in einen Fisch zu verwandeln, noch die umgekehrte Verwandlung anzuregen. Die Anwendbarkeit experimenteller Methoden beim Studium eines solch einzigartigen, historischen Prozesses ist extrem beschränkt, vor allem durch die dazugehörigen Zeitspannen, die die Lebenszeit eines menschlichen Experimentators bei weitem übersteigen. Und doch verlangen Evolutionsgegner gerade diese Unmöglichkeit, wenn sie nach „Beweisen" für die Evolution fragen, die sie dann grossmütig als befriedigend akzeptieren würden" (6).

Dobzhansky bestätigt also, dass die Anwendbarkeit experimenteller Methoden auf die Evolution eine „Unmöglichkeit" ist. Ein Grund, warum Dobzhansky und andere Evolutionisten die Schöpfung als eine mögliche Erklärung für die Uranfänge zurückweisen, ist, dass die Schöpfung keinen experimentellen Methoden unterzogen werden kann. Gleich-zeitig jedoch halten sie es für absolut unvernünftig, wenn Befürworter der Schöpfungslehre denselben Anspruch an die Evolutionstheorie stellen!
Es ist offensichtlich, dass Evolutionstheoretiker die Tatsache, dass Evolution nicht beobachtet und experimentell nicht nachgewiesen werden kann, mit den langen Zeiträumen, die echte Evolution für ihr Zustandekommen benötigt, zu entschuldigen versuchen. Ja, es ist wahr, dass der erstellte evolutionistische Prozess sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen würde, als wir für menschliche Beobachtung zur Verfügung haben. Aber damit ist auch klar, dass die Evolution nie mehr als ein Postulat sein kann.

Macbeth, der keinesfalls Verfechter der Schöpfungslehre ist, hat ganz klar festgestellt, dass „Darwinismus nicht Wissenschaft ist"7. Birch und Ehrlich konstatieren, dass die Evolutionstheorie „ ,ausserhalb der empirischen Wissenschaft' liegt, aber nicht unbedingt falsch ist. Niemand kann einen Weg zur Überprüfung erdenken."s
Nachdem der Evolutionstheoretiker Harris festgestellt hat, dass die neo-darwinistische Evolutionstheorie auf Axiomen (nicht prüf- und testbare Konzepte) basiert, erklärt er:

w. die axiomatische Natur der neo-darwinistischen Theorie setzt die Diskussion zwischen Evolutionstheoretikern und Schöpfungsanhängern in einen neuen Blickwinkel. Die Evolutionisten haben oft von den Schöpfungsanhängern gefordert, den experimentellen Beweis zu erbringen, dass Arten de novo geschaffen wurden. Die Schöpfungsanhänger dagegen verlangten häufig von den Evolutionstheoretikern den Nachweis, wie zufällige Selektion zur Anpassungsfähigkeit führen kann, oder warum die natürliche Selektion einige Arten bevorzugt hat und nicht andere mit speziellen Anpassungen, oder warum die natürliche Selektion die Erhaltung offensichtlich nachteiliger Organe erlaubt. Wir können jetzt erkennen, dass keine dieser Forderungen fair ist. Wenn die neo-darwinistische Theorie axiomatisch ist, ist es nicht zulässig, dass Verfechter der Schöpfungstheorie Beweise für die Axiome verlangen. Desgleichen ist es unzulässig, dass Evolutionisten die spezielle Schöpfung als unbewiesen ablehnen, solange sie als ein Axiom dargestellt wird" (9).

Der englische Biologe und Evolutionstheoretiker Matthews schreibt in der seiner Einführung zu einer 1971 erschienenen Neuveröffentlichung von Darwins Ursprung der Arten:

Die Tatsache der Evolution ist das Rückgrat der Biologie und somit ist die Biologie in der eigentümlichen Situation, eine Wissenschaft zu sein, die auf einer unbegründeten Theorie basiert - ist sie jetzt Wissenschaft oder Glaube? Der Glaube an die Evolutionstheorie ist somit exakt zu vergleichen mit dem Glauben an die spezielle Schöpfung - beides sind Konzepte, die ihre Anhänger für wahr halten, aber keines von beiden konnte bis heute bewiesen werden.

Datum: 22.01.2008
Autor: Duane T. Gish
Quelle: Fossilien: Stumme Zeugen der Vergangenheit

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