Evolution - eine Philosophie, keine Wissenschaft, Teil 3

Es gab eine Zeit, in der die meisten Menschen mit wissenschaftlicher Ausbildung die Schöpfung ablehnten und dafür die Idee, dass Leben aus Unbelebtem entstand, als Tatsache akzeptierten. Demzufolge sollten Frösche spontan aus Sümpfen entstanden sein, verfaulende Materien Fliegen her-vorgebracht haben und Ratten aus Schuttmaterial zum Leben erweckt worden sein, usw. Es brauchte eine Reihe sorgfältig entwickelter und durchgeführter Experimente von Redi, Spallanzani und Pasteur in einem Zeitraum von 200 Jahren, um die Theorie der spontanen Entstehung von Leben ausser Kraft zu setzen.
Vor nicht allzulanger Zeit wurde eine Theorie, die sich mit der schwachen Wechselwirkung von Elementarteilchen befasste, von so vielen Physikern akzeptiert, dass sie den Status eines Gesetzes erhielt, dem Paritäts-Gesetz. Während der fünfziger Jahre bewiesen zwei brilliante, chinesisch-amerikanische Wissenschaftler anhand einer Reihe von Experimenten die Falschheit dieser Theorie und setzten das „Gesetz` ab.

In all diesen angeführten Beispielen irrte sich die überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler und die Minderheit behielt Recht. Zweifelsohne waren vorgefasste Meinungen und Vorurteile wichtige Faktoren, die die Wissenschaftler zögern liessen, von der geozentrischen Theorie des Universums und der Theorie spontanen Lebens abzulassen.
Die Auswirkungen von Vorurteilen und vorgefassten Meinungen sind von überaus grosser Wichtigkeit, was die Akzeptanz der Evolutionstheorie betrifft. Der Grund, warum die meisten Wissenschaftler die Evolution akzeptieren, hat in erster Linie nichts mit Beweisen zu tun. Der Grund dafür ist: Die meisten Wissenschaftler sind Ungläubige, und ungläubige, materialistische Menschen müssen notwendigerweise eine materialistische, naturalistische Erklärung für den Ursprung jedes Lebens akzeptieren. Watson bezeichnete die Evolutionstheorie z.B. als „eine Theorie, die allgemein akzeptiert wird, nicht weil sie durch logisch zusammenhängende Beweise bestätigt werden kann, sondern weil sie die einzige Alternative zu der absolut unglaubwürdigen Speziellen Erschaffung der Arten ist."25

Dobzhansky betonte kürzlich, dass diese Philosophie von den meisten Biologen vertreten wird. In seiner Besprechung von Monods Buch Zufall und Notwendigkeit erklärte Dobzhansky: „Er bestätigte mit bewundernswürdiger Klarheit und einer Eloquenz, die häufig an Pathos grenzt, die mechanistisch-materialistische Philosophie, die von den meisten Angehörigen des heutigen ,Establishments` der biologischen Wissenschaft geteilt wird."26

Der verstorbene Sir Julian Huxley (siehe Bild), englischer Evolutionstheoretiker und Enkel von Thomas Huxley, einem der stärksten Unterstützer Darwins, als dieser zum ersten Mal seine Theorie veröffentlichte, sagte einmal: „Götter sind durch die Evolution hervorgebrachte Randerscheinungen."27 HuxIey wollte damit sagen; die Vorstellung von Gott sei lediglich während der Entwicklung des Menschen aus niederen Tieren hervorgekommen. Huxley hoffte, eine auf der Evolution basierende, humanistische Religion schaffen zu können. Humanismus wurde definiert als „der Glaube, dass der Mensch sein eigenes Schicksal gestalte. Es ist eine konstruktive Philosophie, eine nicht-theistische Religion, ein Lebensstil."28 Diese Veröffentlichung zitierte Huxley, als er sagte:

Ich benutze das Wort „Humanist" für jemanden, der glaubt, dass der Mensch ebenso ein natürliches Phänomen ist wie ein Tier, oder eine Pflanze; der glaubt, dass sein Körper, sein Verstand und seine Seele nicht auf über-natürliche Weise erschaffen wurden, sondern Produkte der Evolution sind und der glaubt, dass er nicht unter der Kontrolle oder Führung von irgendeinem oder irgendwelchen übernatürlichen Lebewesen steht, sondern auf sich selbst und auf seine eigenen Fähigkeiten vertraut.

Die untrennbare Verbindung zwischen dieser nicht-theistischen, humanistischen Religion und dem Glauben an die Evolutionstheorie ist offensichtlich. Dr. George Gaylord Simpson, bis zu seiner Pensionierung Professor für .Wirbeltier-Paläontologie an der Harvard University und einer der weltweit bekanntesten Evolutionstheoretiker, sagte einmal, der christliche Glaube, den er als „höheren Aberglauben" (im Gegensatz zu „niedrigerem Aberglauben" heidnischer Stämme in Südamerika und Afrika) bezeichnet, sei intellektuell nicht akzeptabel.29 Simpson beschliesst sein Buch Life of the Past30 mit einer - wie Julian Huxley es nannte - „glänzenden Darstellung der evolutionistischen Sicht des Menschen."31 Simpson schreibt:

Der Mensch steht allein im Universum, als ein einzigartiges Produkt eines langen, unbewussten, unpersönlichen, materialistischen Prozesses mit einzigartigem Verstand und einzigartigen Möglichkeiten. Diese verdankt er aus-schliesslich sich selbst, und er ist auch nur sich selbst verantwortlich. Er ist nicht die Kreatur unkontrollierbarer und unbestimmbarer Kräfte, sondern er ist sein eigener Herr. Er kann und muss sein eigenes Schicksal entscheiden und lenken.

Somit ist der Mensch, laut Sirnpson, allein im Universum (es gibt keinen Gott), er ist das Produkt eines unpersönlichen und unbewussten Prozesses (keiner steuerte seinen Ursprung und seine Erschaffung), und er ist sein eigener Herr und muss sein eigenes Schicksal lenken (es gibt keinen Gott, der Herr und Meister des Menschen ist und sein Schicksal bestimmt). Dies ist nach Simpson und Huxley die evolutionistische Sicht des Menschen.
Zweifelsohne steht die grosse Mehrheit der wissenschaftlichen Gesellschaft hinter der mechanistisch, materialistischen Philosophie von Simpson, Huxley und Monod. Viele dieser Leute sind hochintelligent und sie haben die Struktur der Evolutionstheorie zu einem genialen Muster verwebt. Sie haben also die Evolutionstheorie mit der humanistischen Philosophie verbunden und das Ganze mit dem Begriff ,Wissenschaft" umkleidet. Das Ergebnis, eine nicht-theistische Religion mit einer evolutionären Philosophie als Glaubensbekenntnis unter der Verkleidung ,Wissenschaft", wird in den meisten öffentlichen Schulen, Fachschulen und Universitäten der Vereinigten Staaten gelehrt. Es ist unsere inoffizielle, staatlich zugelassene Religion geworden.

Diese evolutionistische Sicht des Menschen, wie sie von Simpson und Huxley ausgedrückt wird, steht im direkten Widerspruch zur biblischen Sicht des Menschens, wie wir sie z. B. in Psalm 100 Vers 3 finden: „Erkennet, dass der Herr Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst -- sein Volk und die Herde seiner Weide." Die Bibel zeigt uns ganz deutlich, dass es einen lebendigen Gott gibt, der uns geschaffen hat und unser Schicksal lenkt.
Ausserdem ist ein Gott, der mächtig genug ist, dieses Universum zu erschaffen und zu kontrollieren, auch imstande, seine einmal dem Menschen gegebene Offenbarung von jedem Irrtum freizuhalten. Diese Reinerhaltung hing nicht vom Menschen ab, sondern sie erfolgte dem Menschen zum Trotz. In dieser Offenbarung, die in den ersten zwei Kapiteln des ersten Buches Mose in der Bibel zu finden ist, ist der Schöpfungsbericht in einer grossartigen, aber präzisen Art aufgezeigt.

Nicht alle Evolutionstheoretiker sind materialistische Atheisten oder Agnostiker. Viele von ihnen glauben an Gott und einige glauben sogar, dass die Bibel Gottes Wort ist. Sie glauben, dass die Evolution Gottes Methode der Schöpfung war, dass Gott den Prozess auf dem molekularen Niveau initiiert hat und ihn dann seinem natürlichen Verlauf überlassen hat. Der biblische und wissenschaftliche Beweis spricht jedoch genauso stark gegen die theistische Evolution wie gegen jede andere Form der Evolution.
Die ersten beiden Kapitel im ersten Buch Mose wurden nicht in Form von Gleichnissen oder als Poesie geschrieben, sondern sie stellen die ganzen Auswirkungen der Schöpfung in Form von historischen Tatsachen dar. Diese Tatsachen widersprechen direkt der Evolutionstheorie. Die Bibel berichtet uns, dass es zu einem Zeitpunkt in der Geschichte ein einziges menschliches Lebewesen auf der Erde gab: ein Mann namens Adam. Diese Tätsache widerspricht grundsätzlich der Evolutionstheorie, die behauptet, dass Populationen entstanden sind und keine Individuen. Nachdem Gott den Adam vom Staub der Erde gemacht hatte, sagt die Bibel uns, dass er einen Teil von Adams Seite (in der King James Übersetzung ist es mit" Rippe" übersetzt) nahm und daraus Eva schuf. Diese Tatsache kann in Hinsicht auf den Ursprung des Menschen natürlich mit keiner Evolutionstheorie vereinbart werden.

Die Schriften des Neuen Testaments unterstützen den Bericht des ersten Buches Mose vollständig. In 1. Korinther 11,8 lesen wir z.B.: „Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau vorn Manne." Bei jedem natürlichen Fortpflanzungsvorgang wird der Mensch immer von der Frau geboren. Wir haben alle Mütter. Dieser biblische Bericht kann daher nur von diesem einmaligen Zeitpunkt in der Geschichte sprechen, an dem Gott die Frau aus dem Mann geschaffen hat, genau wie es in 1. Mose 2,21.22 beschrieben ist. Es ist offensichtlich, dass die Annahme der Schöpfungslehre eine gehörige Portion Glauben verlangt. Ja, es ist wahr, die Anhänger der Schöpfungslehre haben einen Glauben, und dieser Glaube ist ungeheuer wichtig für sie. Wir lesen in Hebräer I1,6: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist, und denen die ihn suchen, ein Belohner ist." Dieser Glaube ist ein intelligenter Glaube, der sowohl durch die biblischen als auch durch die in der Natur gefundenen Offenbarungen unterstützt wird. Während die Theorien und Meinungen einiger Wissenschaftler der Bibel widersprechen mögen, besteht doch kein Widerspruch zwischen den wissenschaftlichen Tatsachen und der Bibel.

Natürlich verlangt auch die Annahme der Evolutionstheorie eine gehörige Portion Glauben.

Gemäss einer der populärsten Theorien über den Ursprung des Universums befanden sich die ganze Energie und alle Stoffe des Universums einmal in einer Plasmakugel aus Elektronen, Protonen, Neutronen und anderer subatomaren Teilchen (niemand hat allerdings die leiseste Ahnung, wie sie dahin gekommen sind). Dieses riesige, kosmische Ei explodierte dann irgend-wann - und hier sind wir heute, einige Milliarden Jahre später, Menschen mit einem drei Pfund schweren Gehirn, das sich aus zwölf Milliarden Neutronen zusammensetzt, die ihrerseits wiederum mit zehntausend anderen Neutronen auf die komplizierteste Art verbunden sind, die dem Menschen bekannt ist. (Es gibt somit 120 Billionen Verbindungen im menschlichen Gehirn.)
Sollte diese Theorie wahr sein, verdanken wir unsere Entstehung und das, was wir sind, einzig und allein den Eigenschaften von Elektronen, Protonen und Neutronen. Dies zu glauben verlangt wirklich einen aussergewöhnlichen Kraftakt an Glauben. Die Evolution ist wirklich nicht weniger religiös und nicht wissenschaftlicher als die Schöpfungslehre.

Die Frage ist also, wer hat mehr Hintergründe für seinen Glauben, die Anhänger der Schöpfungslehre oder die der Evolutionstheorie? Wie wir auf den nächsten Seiten zeigen werden, sind die wissenschaftlichen Argumente für die Spezielle Erschaffung sehr viel stärker als die für die Evolutionstheorie. Je mehr ich forsche und je mehr ich erfahre, desto überzeugter bin ich, dass die Evolutionstheorie falsch ist und dass die Schöpfungslehre einen wesentlich befriedigenderen Deutungsspielraum gibt, um die wissenschaftlichen Beweise über die Urspünge des Lebens einzuordnen und zu erklären.

Literaturhinweise

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Autor: Duane T. Gish
Quelle: Fossilien: Stumme Zeugen der Vergangenheit

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