Die Schöpfungs- und Evolutionsmodelle, Definitionen Teil 2

Schöpfung. Unter Schöpfung verstehen wir die Erschaffung von Tier- und Pflanzengrundarten durch eine plötzliche oder auch Es-Werde-Erschaffung, wie sie in den ersten bei-den Kapiteln des ersten Buches Mose beschrieben ist. Darin finden wir Gottes Erschaffung von Pflanzen und Tieren durch einen, im Prinzip, unmittelbaren Vorgang, wobei jedes Lebewesen den Befehl erhält, sich seiner Art nach zu vermehren.

Wir wissen nicht, wie Gott erschuf, welche Prozesse er benutzte, denn Gott gebrauchte Vorgänge, die im heutigen Universum nicht mehr zu finden sind. Darum bezeichnen wir die göttliche Schöpfung als die spezielle Schöpfung. Wir können mit wissenschaftlichen Forschungen nichts über den von Gott benutzten Schöpfungsprozess herausfinden. Wie wir bereits zuvor festgestellt haben, hat kein Evolutionstheoretiker jemals eine wirkliche evolutionistische Veränderung bezeugt, noch wird dies jemals möglich sein. Sie werden ebenfalls nie dazu in der Lage sein, herauszufinden, wie die von ihnen aufgestellten evolutionistischen Veränderungen vonstatten gegangen sein könnten.
In obiger Erörterung haben wir definiert, was wir unter einer Tier- oder Pflanzengrundart verstehen. Während der Woche der Erschaffung hat Gott alle tierischen und pflanzlichen Grundarten erschaffen, und seither sind keine neuen Arten mehr entstanden, denn die Bibel spricht von einer vollendeten Schöpfung (1. Mose 2,2). Veränderungen, die nach der Beendigung von Gottes Schöpfungswerk aufgetreten sind, waren auf Veränderungen innerhalb der Arten beschränkt.

Wie zuvor erwähnt, schliesst das Konzept der speziellen Schöpfung nicht die Abstammung der Varietäten und Unter-arten von ursprünglich geschaffenen Arten aus. Es wird angenommen, dass jede Art mit einem ausreichenden genetischen Potential, oder auch Genpool genannt, geschaffen wurde, um die Entstehung all der Varietäten innerhalb einer Art, die in der Vergangenheit existiert haben und denen, die heute existieren, zu ermöglichen.
Jede Art wurde mit einer grossen Genvarietät geschaffen. Diese Gene können während der geschlechtlichen Fortpflanzung auf die verschiedensten Arten und Weisen miteinander kombiniert werden. Es leben heute z.B. ca. 4 Milliarden Menschen auf der Erde und, abgesehen von eineiigen Zwillingen und anderen Mehrlingsgeburten, gibt es keine zwei Menschen, die sich exakt gleichen. Sie haben alle unter-schiedliche Genkombinationen. Diese Kombination hat nicht nur zu vielen unterschiedlichen Individuen geführt, sondern auch zu deutlich unterschiedlichen Rassen. Alle gehören jedoch weiterhin zu einer Art, Homo sapiens.

Ein weiteres, uns allen bekanntes Beispiel ist der Hund. Alle Hunde vom kleinen Chihuahua bis zur Deutschen Dogge, von der Bulldogge bis zum Windhund, stammen von einer einzigen Art ab, der Canis familiaris. Dieser Prozess wurde vom Menschen durch künstliche Selektion und Inzucht übertrieben.
Wir könnten hier noch viele Beispiele anführen. In jedem dieser Fälle waren die vielen verschiedenen Gene, die für die entstandenen Varianten verantwortlich sind, bereits in der ursprünglich geschaffenen Art vorhanden. Sie wurden lediglich auf die unterschiedlichsten Arten miteinander kombiniert. Welche Kombination auch immer zustande kommt, die menschliche Art bleibt immer menschlich, die Art „Hund" bleibt immer „Hund". Die von der Evolutionstheorie vermuteten Veränderungen finden niemals statt.
Es sollte hier noch hinzugefügt werden, dass wir im 1. Buch Mose nicht zwei Schöpfungsberichte finden, wie einige behauptet haben. Kapitel 1 beschreibt die Schöpfung chronologisch, Schritt für Schritt, während Kapitel 2 es auf eine bestimmte Art rekapituliert, so dass gewisse Merkmale hervorgehoben werden.
Als ich in der pharmazeutischen Forschung tätig war, führte ich ein Laborbuch, worin ich täglich meine durchgeführten Experimente aufzeichnete. Dadurch erhielt ich natürlich einen chronologischen Bericht meiner Forschung. Jedes Jahr mussten die Mitglieder der verschiedenen Forschungsgruppen einen Jahresabschlussbericht erstellen. In diesen Berichten rekapitulierten wir unsere Laborergebnisse. Diese Ergebnisse wurden nicht chronologisch, sondern ihrer Wichtigkeit nach aufgeführt. Ebenso verhält es sich mit dem Schöpfungsbericht im 1. Buch Mose.

Der Evolutionistische Mechanismus. Bevor wir die Beweiskraft der Fossilien für oder gegen die Schöpfungslehre oder die Evolutionstheorie beurteilen können, müssen wir zunächst den Mechanismus verstehen, nach dem die Evolution angeblich verlaufen sein soll. Aufgrund dieses hypothetischen Mechanismus werden wir in der Lage sein, vorherzusagen, was die Fossilien aussagen sollten, wenn die Evolution wirklich stattgefunden haben sollte.
Wir haben oben die vielen Variationen angesprochen, die innerhalb einer Art existieren. Darwin stellte diese Tatsache zwar fest, wusste jedoch nicht, was für die Ursprünge dieser Varianten verantwortlich war. Darwin nahm an, dass ständig Veränderungen in einer Art auftraten.
Darwin war sich der Tatsache bewusst, dass sehr viel mehr Tiere geboren wurden als tatsächlich überlebten. Er stellte sich einen Existenzkampf vor, in dem der Stärkere überlebte und der Schwächere eliminiert wurde. Unter diesen Bedingungen müsste jede Variation, die die Lebensfähigkeit (grundsätzliche Fähigkeit zu überleben) oder die Fortpflanzungsfähigkeit vermindert, zur Ausrottung der Pflanze oder des Tieres führen, die diese Variation in sich trägt.

Andererseits überlegte Darwin (siehe Bild) sich, dass jede Variation, die die Lebens= oder Fortpflanzungsfähigkeit erhöhen würden, der jeweiligen Pflanze oder dem Tier einen Vorteil im Existenzkampf verschaffen würde. Die bevorteilte Variante und ihre Nachkommen, die diese vorteilhafte Variation geerbt haben, würden dann auf Kosten der benachteiligten, ursprünglichen Art überleben. Der Natur wurde die Selektion der bevorteilten Variante zugesprochen und dem Evolutionsvorgang wurde nachgesagt, dass er aus Variationen mit natürlicher Selektion bestehe. Die Anhäufung vieler solcher kleinen, hypothetisch vorteilhaften Veränderungen soll angeblich über einen langen Zeitraum hinweg in der Lage gewesen sein, tiefgreifende Veränderungen. zu bewirken, sogar die Verwandlung einer mikroskopisch kleinen bakteriellen Zelle in ein menschliches Wesen.
Darwin wusste nichts von dem, was für die Variabilität innerhalb von Arten verantwortlich war. Gregor Mendels grossartige Forschung in der Genetik wurde ungefähr zur gleichen Zeit veröffentlicht wie Darwins Entstehung der Arten, wurde aber von Darwin und den meisten anderen damaligen. Forschern ignoriert:. Darwins Vorstellung über den Urspning dieser Variabilität war vollkommen irrig. Er glaubte an die Vererbung erworbener Eigenschaften.: Dem-nach sollten nach der Beeinflüssuing von Zellen im Gewebe (somatischen Zellen) durch die Umwelt Erbkörperchen („Gemmulae") gebildet werden. Diese „Gemmulae`, so wurde angenommen, wanderten in die Keimzelle und gingen so auf die Nachkommen über. Angeblich wurde die von den Eltern erworbene Eigenschaft so auf die Nachfahren übertragen.

Heute wissen wir, dass die Vererbung von Genen kontrolliert wird, die allein in den Keimzellen (den Eiern und Spermien) zu finden sind. Nur Veränderungen an den Genen der Keimzellen sind vererbbar. Eine Art „Gemmulae" wird nicht gebildet und auch erworbene Eigenschaften werden nicht vererbt.
In den Zellkernen jeder Zelle von Vielzellern sind Hunderttausende von Genen vorhanden. Jedes Gen besteht aus einem langen Strang von einigen hundert bis tausend Untereinheiten, die wie Glieder einer Kette miteinander verbunden sind. Der besondere Typ des chemischen Komplexes, aus dem ein Gen besteht, heisst Desoxyribonukleinsäure, kurz DNS.
Innerhalb der DNS gibt es vier verschiedene Arten von Untereinheiten (Nukleotiden). Die spezielle Anordnung dieser Untereinheiten in der DNS-Kette unterscheidet ein Gen vom anderen, so wie die unterschiedliche Anordnung von Buchstaben des Alphabets einen Satz vom anderen unterscheidet.
Jedes Merkmal wird von mindestens zwei Genen beeinflusst. Die Gene dieses Genpaares heissen Allele. Je eines dieser Gene ist von einem jeweiligen Elternteil geerbt. Somit verfügen Eizelle und Spermium über ihren eigenen Genbestand (Genorn). Bei der Befruchtung kombinieren sich die beiden Genome. Die Trennung und Neukombination der Gene bei der Keimzellbildung erzeugt Eier und Spermien mit einer gewaltigen Vielzahl verschiedener Genkombinationen. Diese Spermien- und Eizellen ihrerseits können, je nachdem welche Spermienzelle welche Eizelle befruchtet, auf unglaublich vielen Wegen kombiniert werden.'Das Ergebnis ist eine gewaltige Variabilität, die wir innerhalb einer Art erkennen können.

Gene sind gewöhnlich sehr beständig. Ein bestimmtes Gen kann über einige tausend Jahre hinweg (in Form seiner Nachkommen) ohne eine Veränderung in seiner Struktur bestehen. Die chemische Struktur eines Genes kann jedoch in sehr seltenen Fällen eine Veränderung erfahren. Diese Veränderung wird Mutation genannt. Mutationen können durch Chemikalien, Röntgenstrahlen, ultraviolettem Licht, kosmischen Strahlen und anderen Ursachen hervorgerufen werden. Einige Mutationen können durch Kopierfehler während der Zellteilung entstehen.
Die meisten Mutationen sind das Ergebnis einer Veränderung einer einzigen Untereinheit von tausenden in einem Gen. Die Veränderung ist' so geringfügig, dass sie mit heutigen chemischen Techniken nicht sofort entdeckt werden kann. Die Auswirkung auf Tier oder Pflanze ist jedoch meistens sehr drastisch. Sehr häufig erweist sich eine Mutation als tödlich und sie ist fast immer schädlich, oder sogar immer.

Die Mutationen, die wir in der Natur spontan entstehen sehen oder die wir in den Laboratorien hervorrufen können, erweisen sich immer als schädlich. Es ist sehr zweifelhaft, dass von allen aufgetretenen Mutationen eine einzige die Lebensfähigkeit des betroffenen Tieres oder der Pflanze verbessern konnte.8 Evolutionstheoretiker behaupten jedoch, dass ein geringer Teil (vielleicht 1 von 10 000) dieser Mutationen vorteilhaft ist. Diese Behauptung wird allerdings nicht aufgestellt, weil tatsächlich solche vorteilhaften Mutationen beobachtet werden können, sondern weil sie wissen, dass Evolution ohne vorteilhafte Mutationen nicht möglich ist. Letztendlich muss die, ganze Evolution Mutationen zugeschrieben werden .9 Diese hypothetisch vorteilhaften Mutationen sollen angeblich eine Pflanze oder ein Tier derartig verändern, dass die Konkurrenz- und Lebensfähigkeit verbessert und/oder die Fortpflanzungsfähigkeit gesteigert wird. Pflanzen und Tiere, die diese mutierten Gene erben, würden dann dazu neigen, auf Kosten der unveränderten Formen zu überleben. Evolutionstheoretiker glauben, dass die Mutante nach vielen tausend Generationen vielleicht die ursprüngliche, unveränderte Form ersetzen könnte. Die Natur hat die vorteilhafte Mutante selektiert und der Evolutionsprozess wird daher als Mutation mit natürlicher Selektion bezeichnet.
Abgesehen von einigen Ausnahmen glauben die Evolutionstheoretiker, dass diese angeblich vorteilhaften Mutationen, die zur Evolution beigetragen haben könnten, nur äusserst kleine Veränderungen bewirkt haben. Eine tiefgreifendere Mutation wäre für Pflanzen und Tiere zu einschneidend, als dass sie überleben könnten. Eine solche Mutation wäre sicherlich tödlich oder schädlich.

Da jede, möglicherweise eine Evolution bewirkende Mutation nur eine äusserst kleine Veränderung zur Folge hätte, müsste die Entwicklung einer Art in eine andere über eine Anhäufung von tausenden dieser hypothetisch vorteilhaften Mutationen stattgefunden haben. Eine drastischere Veränderung, z. B. die Umwandlung eines Fisches in ein Amphibium, müsste über eine Vielzahl von vorteilhaften Mutationen in vielen, vielen Eigenschaften erfolgen.
-,Eine Mutation jeglicher Art in einem Gen ist ein sehr seltenes Ereignis. Ausserdem ist klar, dass das Auftreten vorteilhafter Mutationen tatsächlich äusserst selten ist, wenn unter 10 000 Mutationen vielleicht eine vorteilhaft ist, sofern sie überhaupt vorkommen. Hinzu kommt noch, dass eine Mutation in einer Keimzelle erfolgen muss, sollte sie vererbbar sein. Die Keimzellen sind jedoch nur ein winziger Bruchteil unter allen Zellen eines Organismus und sind gewöhnlich recht gut vor der Umwelt geschützt. Es ist klar, dass die Grundlage des evolutionistischen Prozesses eine langsame und schrittweise Veränderung ist. Es wird angenommen, dass die Umwandlung einer Art in eine andere hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen von Jahre erfordert. Eine drastische Veränderung wie die Umwandlung Fisch zu Amphibium oder Reptil zu Säuger hat angeblich mehrere zig-Millionen Jahre gebraucht.

Diese Interpretation des evolutionistischen Prozesses als eine sehr langsame und schrittweise Veränderung aufgrund von kleinen Mutationen, oder Mikromutationen, in Verbindung mit der Auslese bei der Fortpflanzung und der Beeinflussung durch natürliche Selektion seitens der Umwelt, wird die Neo-Darwinistische Interpretation der Evolution genannt. Der Grundgedanke Darwins blieb erhalten, aber Darwins Theorien wurden abgewandelt, damit sie mit den seither erzielten Forschungsergebnissen in der Genetik, der Molekularbiologie etc. übereinstimmen.
Mit einigen wenigen Ausnahmen waren bis vor kurzem alle Evolutionstheoretiker Neo-Darwinisten und der neodarwinistische Mechanismus ist immer noch konventioneller Lehrstoff. In den letzten Jahren haben mehr und mehr Evolutionstheoretiker zugegeben, dass die Fossilien nur. einen geringen oder gar keinen Beweis für eine schrittweise Veränderung bieten. Als Versuch, mit diesem hinderlichen Aspekt der Fossilien fertig zu werden, wurde ein neues Szenario für biologische Evolution vorgeschlagen, das sogenannte „unterbrochene Gleichgewicht". Aber darüber reden wir in einigen Details im letzten Kapitel dieses Buches. Ob man nun die neodarwinistische Idee einer langsamen, schrittweisen Veränderung vertritt oder die eher holprige Vorstellung von einer durch das unterbrochene Gleichgewicht verkörperten Evolution, alle heute auf der Erde zu findenden Lebensformen stammen angeblich von einer einzigen Lebensform ab, die vor mehr als 3 Milliarden Jahren entstanden ist. Egal durch welchen Prozess nun die heutige Flora und Fauna entstanden ist, wir müssten heute eine mehr als adequate fossile Aufzeichnung der Veränderungen finden, die angeblich stattgefunden haben sollen.

Datum: 18.01.2008
Autor: Duane T. Gish
Quelle: Fossilien: Stumme Zeugen der Vergangenheit

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