Trend

Interesse an Hauskirchen hält unvermindert an

Während die meisten Leute denken, «zur Kirche gehen» heisse, einen Gottesdienst in einer Kirche zu besuchen, zeigt eine Studie der „Barna Group“, dass Millionen von Menschen neue Formen der spirituellen Gemeinschaft ausprobieren.

Überall in den Vereinigten Staaten wächst das Interesse an den Hausgemeinden. Alte Formen und Traditionen des Gottesdienstes werden verlassen. Die neue Studie der Barna Group basiert auf der Auswertung von Interviews. Mehr als 5000 Erwachsene wurden nach dem Zufallsprinzip überall in Amerika ausgesucht und dazu interviewt:

- 9 Prozent der Befragten sind wöchentlich in Hauskirchen involviert. (Vor 10 Jahren lag diese Zahl bei nur einem Prozent, und jetzt ist die 10-Prozent-Grenze bald erreicht).
- 20 Prozent der Befragten sind einmal monatlich in eine Hauskirche involviert.

Rechnet man diese Zahlen auf die Gesamtbevölkerung hoch, hiesse das:
- Rund 20 Millionen Erwachsene nehmen wöchentlich an einem Hauskirchen-Anlass teil.
- Rechnet man die Zahl der monatlichen Besucher zu den Wochenbesuchern, ergeben sich rund 43 Milllionen Hauskirchenbesuchern pro Monat.
- Rund 70 Millionen Erwachsene haben schon an Hauskirchen-Anlässen teilgenommen.

Trend wird oft nicht wahrgenommen

«Viele Fachleute sagen, sie hätten von diesen Aktivitäten noch nichts bemerkt. Ich denke, dies ist der Fall, weil sich die Hauskirchen immer noch in einer Art Aufwärmphase befinden», sagt Barna. Ein Anzeichen dafür ist, dass sich Millionen von Amerikanern in Hauskirchen engagieren, gleichzeitig aber noch ihre angestammten Gemeinden besuchen.

Die Studie zeigt auch, dass Kirchenbesuchsgewohnheiten neu geformt werden. Menschen, die eher zu Hauskirchen und weniger zum Besuch einer traditionellen Kirche tendieren, sind vor allem: Männer, Familien, in denen die Kinder zu Hause von den Eltern unterrichtet werden, Einwanderer aus dem Westen und Farbige.

Barna schätzt, dass dieser Trend für die nächsten zwei Jahrzehnte anhalten wird und dass immer weniger Erwachsene die traditionelle Kirche als Ort ihrer primären geistlichen Heimat sehen werden.

Hauskirchen werden sich verdoppeln

«Die Hauskirchen haben bald die sogenannte kritische Grösse in den USA erreicht», kommentiert Barna. «Analytiker sagen uns: ‚Wenn etwas über mindestens sechs Jahre kontinuierlich wächst und mindestens 15 Prozent ‚Marktdurchdringung‘ erreicht, wird es nicht mehr einfach eine Modeerscheinung sein, sondern ein Trend werden. An diesem Punkt wird sich die Entwicklung zu einer festen Grösse in der Gesellschaft wandeln.‘ Wir rechnen damit, dass sich die Hauskirchenbewegung im nächsten Jahrzehnt verdoppelt und dass mehr und mehr Teilnehmer die Hauskirche als ihre primäre geistliche Heimat sehen.»

Webseite: www.barna.org

Quellen: Freitagsfax/Joel-News/focusuisse

Datum: 26.07.2006

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