Jesus - eine historische Gestalt

Zoom
Manche zweifeln, dass die Bibel die Wahrheit berichtet. Es wird vom „Christus-Mythos“ gesprochen. Kann die historische Existenz von Jesus Christus und dessen Leben und Wirken überhaupt bewiesen werden?

Christus – ein liebenswerter Mensch mit hoher Ethik?

Thomas Payne, ein amerikanischer Revolutionär, glaubte zwar, dass die biblischen Aussagen über Jesus mythologischer Natur seien, hielt aber doch daran fest, dass er gelebt hat. Er sprach von einem Menschen mit sehr hoher Ethik. Die gepredigte Moral sein äusserst wohlwollender Art gewesen. Zwar habe es viele Jahre früher ähnlich ethische Systeme von Konfuzius oder einigen griechischen Philosophen gegeben, doch sei die Verkündigung von Jesus von keinem übertroffen worden. Was ist nun wahr, was lediglich erfunden?

Der christliche Glaube gründet auf Geschichtlichkeit

Tatsächlich sind die Menschwerdung, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi als reales Geschehen in Raum und Zeit, mit andern Worten als historische Realitäten, unverzichtbarer Kern und Grund des christlichen Glaubens. Die neutestamentlichen Schriften betonen, dass das Tun Gottes seine Höhepunkt in Jesus Christus gefunden hat. 2. Korinther 5, Vers 19 besagt: „ Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit sich selber“. Gott hat sich also in Christi für alle sichtbar in dieser Welt manifestiert und ihn zur Errettung der Welt eingesetzt. Eine gewaltige Aussage von grosser Tragweite, wenn man dies genau bedenkt.

Historische Zeugnisse zum Leben Christi

Cornelius Tacitus war ein römischer Historiker, der während der Regierungszeit von mehr als einem halben Dutzend römischer Kaiser von 55-120 n. Chr. lebte. Er wurde der „grösste Historiker „ des alten Rom genannt. Wegen seiner moralischen Integrität und seinem gütigen Wesen war er unter den Gelehrten allgemein anerkannt. Seine bekanntesten Werke sind die Annalen und Historien. Die Annalen umfassen Berichte aus der Periode vom Tode des Augustus (14 n. Chr.) bis hin zum Tode Neros im Jahre 68 n. Chr. Die Historien beginnen nach Nero und reichen bis zum Tod Domitians im Jahre 96 n. Chr. In seinen Aufzeichnungen und Berichten über die Regierungszeit Neros wird beschrieben, wie die Christen von Nero fälschlicherweise beschuldigt wurden, den Brand in Rom gelegt zu haben. Wie Nero sie streng bestrafte und schwerster Folter unterzog. Ebenso wird berichtet, dass Christus, auf den ihr Name zurückging, von Pontius Pilatus, Prokurator von Judäa zur Regierungszeit Tiberius, hingerichtet wurde, dass der „schlimme“ Aberglaube eine Weile unterdrückt wurde, dann aber aufs Neue ausbrach. Auch Sueton ein anderer römischer Historiker, Gerichtsbeamter unter Kaiser Hadrian und gleichzeitig Chronist des kaiserlichen Hauses, berichtet gleichermassen von den Ereignissen in Rom und schildert, wie die Christen für ihre Überzeugung gelitten hätten und in den Tod gegangen seien. Dies wird auch durch Seneca, einen römischen Philosophen, bestätigt.

Lukian von Samosata, ein griechischer Satiriker der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts und gewiss kein Freund des christlichen Glaubens, äusserte sich in einer seiner Schriften verächtlich: „Die Christen beten bis heute einen Mann an, eine aussergewöhnliche Persönlichkeit, der ihre neuen Bräuche einführte und deshalb gekreuzigt wurde. Diese Christen verleugnen die griechischen Götter, beten diesen Gekreuzigten an, leben nach seinen Geboten und glauben an Ihre Unsterblichkeit. Sie verachten alle weltlichen Güter und sehen diese lediglich als gemeinsamen Besitz an.“ Thallus, ein weiterer nichtchristlicher Schriftsteller der damaligen Zeit, berichtet gar von der Finsternis, die sich an jenem späten Nachmittag über das Land legte, als Jesus am Kreuze starb.

Christus eine reale, geschichtliche Gestalt - Jüdische Quellen

Auch im Babylonischen Talmud wird von Yeshu und seiner Kreuzigung am Abend des Pascha-Festes berichtet und, dass die jüdischen Führer an seiner Verurteilung beteiligt waren.

Flavius Josephus, ein jüdischer Aristokrat und religiöser Politiker, der nach seiner Gefangenschaft dem Kaiser Flavius als Vermittler, Übersetzer und Historiker diente, schrieb in seinem Werk „Jüdische Altertümer“, das er circa 93/94 n.Chr. beendete: „Nun war zu jener Zeit Jesus, ein weiser Mann, der vollbrachte wundersame Taten und war ein Lehrer... Er zog viele Juden an sich, aber auch Heiden. Auf Drängen der führenden Leute wurde er durch Pilatus zum Tode am Kreuz verurteilt. Am dritten Tage erschien er seinen Anhängern wieder, so wie es die göttlichen Propheten vorausgesagt hatten. Und die Bewegung der Christen, die nach ihm so genannt wurden, ist bis zu diesem Tag nicht ausgelöscht worden...“

So bezeugten selbst grosse, jüdische Historiker des ersten Jahrhunderts, dass Jesus nämlich nicht eine Erfindung kirchlicher Einbildungskraft war, sondern eine reale geschichtliche Gestalt.

Autor: Josh McDowell

Quelle: CLV-Verlag

Überarbeitet von Antoinette Lüchinger

Zoom

McDowell, J.
Die Fakten des Glaubens

Liefertermin: Oktober 2002
Hardcover, ca. 1188 Seiten
24,90 €

Best.Nr. 632

Christliche Literatur-Verbreitung
Postfach 110135
33661 Bielefeld


Glaubensfragen & Lebenshilfe

Information

Anzeige