Pfingstler – Weltweit eine riesige Bewegung, in Deutschland eine kleine Freikirche

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Die Bezeichnung Pfingstgemeinde erinnert an Pfingsten, an das Fest des Heiligen Geistes. Und hier liegt auch der Fokus der Pfingstgemeinden: Sie betonen die Erfüllung bzw. "Taufe" mit dem Heiligen Geist und erwarten das besondere Reden und Handeln Gottes durch seinen Geist. Die ersten Pfingstgemeinden entstanden in den USA um 1900, in Deutschland bildeten sich die ersten Gemeinden zwischen 1906 und 1908.

250 Millionen Pfingstler weltweit

Der "Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden" (BFP) ist der grösste Pfingstverband in Deutschland; er hat rund 40 000 Mitglieder in 599 Gemeinden, darunter 121 Ausländergemeinden. In Europa sind die Pfingstgemeinden zumeist kleinere Freikirchen, grössere Verbände gibt es in Italien, Skandinavien und in Osteuropa, weltweit aber werden den Pfingstgemeinden 250 Millionen Christen zugerechnet, was sie zu einem der grössten und vor allem schnell wachsendsten Teile der Christenheit macht.

Gemeindegründungen und Beitritte

Es ist eine Besonderheit, dass der BFP in Deutschland seit Jahren kontinuierlich wächst, während die meisten anderen Freikirchen in Deutschland stagnieren oder sogar abnehmen. Allein in den letzten elf Jahren vergrösserte sich die Zahl der Gemeinden von 377 auf 599 Gemeinden, die Zahl der Mitglieder wuchs im gleichen Zeitraum von etwa 25 000 auf rund 40 000.

Die Zunahme der Gemeinden resultiert aus Gemeindeneugründungen und aus der Aufnahme bereits bestehender Gemeinden in den Bund. Wie andere Freikirchen auch legen die Gemeinden des BFP Wert auf eine bewusste und mündige Glaubensentscheidung als Grundlage für Taufe und Gemeindemitgliedschaft.

Der "Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden" ist eine evangelische Freikirche und hat die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Er hat eine kongregationalistisch-synodale, also keine übergeordnete Kirchenstruktur, mit der Bundeskonferenz als wichtigstem Entscheidungsgremium. Die Leitung der Gemeinden liegt in der Hand von Ältesten, wobei der Pastor als leitender Ältester verstanden wird.

In den vergangenen zwei Jahren wurde im BFP eine Gemeindeberatung eingerichtet. Den Pastoren und Ältesten der Gemeinde wird hier ein Bündel von Fortbildungs- und Beratungsangeboten zur Verfügung gestellt. Allein in zwei Jahren (2003-2005) haben 80 Gemeinden des BFP dieses Angebot genutzt.

Ein starkes Augenmerk richtet der BFP auf die Kinder- und Jugendarbeit, sowohl in den Gemeinden, als auch durch übergeordnete Angebote des Bundesjugendwerkes in den drei Bereichen Kinderarbeit ("Kids alive"), christliche Pfadfinderschaft ("Royal Rangers") und Teenager, Jugend- und Junge Erwachsenenarbeit ("Youth Alive").


Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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